Radiohead-Sänger

24. Juni 2016 07:19; Akt: 24.06.2016 07:19 Print

«Youtube ist wie Nazi-Deutschland»

Radiohead-Sänger Thom Yorke vergleicht Youtube mit dem Dritten Reich. Worum es geht? Um Geld natürlich.

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Im Internet herrscht schlechte Stimmung, zumindest unter den Dutzenden Musikern, die sich gegen Youtube auflehnen. Paul McCartney, Taylor Swift, U2, Vince Staples, Kings of Leon, Carole King, Beck, Jack White, Trent Reznor, David Byrne, The Black Keys, U2 und viele mehr haben eine Petition unterschrieben und fordern, dass sich der amerikanische Kongress, das Parlament also, Youtube vorknöpft. Stein des Anstosses ist: Geld.

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Sind Sie der Meinung, dass Musik auf Youtube etwas kosten sollte, damit die Musiker etwas am Streaming verdienen?
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Insgesamt 906 Teilnehmer

Was den Musikern und auch den grossen Platten-Labels sauer aufstösst: Auf Youtube kann jeder gratis und erst noch in guter Qualität Musik hören. Dabei verdient, laut Petition, vor allem jemand: Youtube selbst. «Der Konsument kann fast jeden Track, der jemals produziert wurde, mit seinem Smartphone abrufen, während der Verdienst der Komponisten stetig zurückgeht», steht in der Petition.

Sorgen um die nächste Generation

Im Netz regen sich Musiker aller Genres mächtig darüber auf, dass ihnen wegen des Gratis-Streamings viel Geld durch die Lappen geht. Patrick Carney, der Schlagzeuger der Black Keys, sagt zur Website Pitchfork.com: «Ich kann dir locker 250 Songs auf Youtube zeigen, für die Künstler nicht bezahlt werden.» Die Wut von Radiohead-Sänger Thom Yorke geht soweit, dass er Youtube und Betreiber Google mit dem Dritten Reich in Verbindung bringt. «Youtube ist wie Nazi-Deutschland», wettert er. Wie er das genau meint, erklärt der Brite allerdings nicht.

Wer jetzt denkt, die Musiker seien geldgierig, dem sei gesagt, dass es den ganzen Stars, die die Petition unterschrieben haben, zumindest offiziell, nicht um sich geht. «Wir machen uns Sorgen um die nächste Generation Musiker», schreiben sie.

Sind Sie der Meinung, dass Musik auf Youtube etwas kosten sollte, damit die Musiker am Streaming mitverdienen? Stimmen Sie ab!

(lme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sam Gautschi am 24.06.2016 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    industrial

    Kreativität ist nicht von Geld abhängig. Wenn etwas stirbt ist es die Musikindustrie, nicht aber die Musik. Es ist höchste Zeit dafür!

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  • Normalbürger am 24.06.2016 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kohle, Knete, Cash, Schotter,

    ... sorgen um die nächst Generation Musiker. Es geht nicht ums Geld! Ha ha ha ha, ein besserer Freitag- Morgenwitz habe ich bis jetzt noch nie gehört!

  • TIBURON13 am 24.06.2016 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GELDGEIL

    Also bitte, als ob die nicht alle schon stinkreich genig sind. Aber man bekommt den hals nicht voll genug.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mäd Meks am 25.06.2016 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das gibt sicher dislikes

    Künstler sollten nicht Kunstwerke für Geld produzieren. Die Mona Lisa wurde auch nicht des Geldes wegen gemalt, sondern aus Leidenschaft. Das Gleiche gilt für Musiker. Musik ist Kunst, Musik wird nicht verschwinden, wenn es noch leidenschaftliche Musiker gibt.

  • gloria derungs am 24.06.2016 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    youtube gehört eh abgestraft

    einfach eine recorder software an den pc anschliessen und radiostreams aufnehmen, falls youtube geld verlangen würde.

  • M.G. am 24.06.2016 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geht auch anders

    Ich kenne dafür einige Bands die ber Youtube Bekanntheit erlangt haben, und jetzt international Säle füllen, ohne Abhängigkeit von einem Plattenlabel o.ä. Diese Bands haben vielleicht nicht Millionen aber können davon leben und lieben die Musik

  • Bondi am 24.06.2016 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Musik machen!

    An sich verdient der Musiker in dem er Musik macht - Live!! Und nicht in dem er Musik macht und sie aufnimmt und verkauft. Wenn die Musiker geld verdienen wollen, dann sollen sie auf Tournee gehen anstatt überteuerte Musikvideos zu machen. Ich höre neue Musik im Radio und dann später auf Youtube. Wenn mir jemandes Musik besonders gefällt, schaue ich ob der Künstler bald ein Konzert gibt. Liebe Musiker, Youtube ist eure Werbung!

  • P.B. am 24.06.2016 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Geld vs. Musik?

    Ich als Musiker möchte möglichst viele Menschen mit meiner Musik erreichen. Darum muss es gehen und nicht ums Geld. Mit Youtube ist dies auch für unbekannte Bands möglich. Gefällt es den Leuten, kommen Sie an unsere Konzerte und zahlen Eintritt, dabei verdienen wir etwas (meistens). Es ist also Werbung und nichts Anderes. Grosse Plattenfirmen leiden natürlich darunter, aber für Künstler und auch für die Konsumenten ist Youtube usw. ein Segen. U2 haben ja selber ein ganzes Album ohne zu fragen auf alle Apple Geräte geladen. Ich kann also das Gejammer nicht verstehen...