Paléo

17. Juli 2018 16:54; Akt: 17.07.2018 16:54 Print

Dieses Festival setzt in der Schweiz Massstäbe

Einige bekannte Festivals von St. Gallen bis Gurten sind schon durch. Derweil startet heute in der Westschweiz das grösste Openair der Schweiz.

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Bei strahlendem Sonnenschein treffen die ersten Besucher auf dem Gelände des Paléo-Festivals ein. Am Eingang wurden sie jedoch bereits darauf hingewiesen, das in den nächsten fünf Tagen auch Gewitter drohen. Den besonderen künstlerischen Vibe des Festivals strahlt auch schon der Eingang zum Camping-Areal aus. Kunst gibts hier auch neben der Bühne: Dieses Jahr haben Schüler der Fachhochschule HES-SO ein überdimensionales Korallenriff errichtet. Das «Village du Monde» wird in den nächsten Tagen nie mehr so menschenleer sein wie noch beim Aufbau am Montag. Gut 230'000 Menschen haben 2017 beim Paléo-Festival gesungen, getanzt und gefeiert. Für 2018 werden wieder ähnliche Besucherzahlen erwartet. Einer der ganz Grossen, der 2017 auf der Bühne stand, war Jason Kay von Jamiroquai. Aber auch die Red Hot Chili Peppers kamen an den Genfersee ... ... und beeindruckten mit ihrer üppigen Bühnenshow. Gern gesehen war die kanadische Band Arcade Fire, welche vor einigen Jahren schwor, nie mehr in der Schweiz zu spielen – und nun doch wieder kam. Das Publikum dankte es der Band entsprechend. Aber nicht nur grosse Namen stehen in Nyon auf der Bühne. Auch zahlreiche wenig bekannte Acts wie KT Gorique aus Sion konnten sich beim Paléo-Publikum behaupten. Seine Show glich einer Kunst-Perfomance: DJ Pascal Arbez-Nicolas alias Vitalic. Das Festival in Nyon unterscheidet sich neben dem musikalischen Programm von den anderen Gross-Festivals der Schweiz. Auf dem Gelände sorgen kleine, spontane Darbietungen... ... immer mal wieder für Unterhaltung. Im Bild: Komiker als Schweizergardisten verkleidet. Die Organisatoren des Paléo-Festivals legen viel Wert auf ein ausgeprägtes kulturelles Angebot. Auf dem ganzen Areal stehen Kunstinstallationen, die es zu entdecken gilt. Weiter verwandelt sich das «Village du Monde» jedes Jahr in einen anderen Teil des Planten Erde – mit entsprechendem Musik- und Kulinarik-Angebot. 2017 konnten die Besucher am Paléo-Festival in die südamerikanische Kultur eintauchen. Im Bild: Amaryllis Blanchard, Verantwortliche des «Village du Monde». Selbst die Hochkultur kommt am Paléo zum Zug: Am Sonntag wird jeweils auch Klassik gespielt. Zum krönenden Abschluss erhellt jeweils ein opulentes Feuerwerk den Himmel über dem Festival-Gelände. Der Non-Profit-Verein Paléo, der das Open Air auf die Beine stellt und von rund 4800 ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird, sprach 2017 von einer «sehr schönen Ausgabe mit einer himmelblauen Bilanz». Das Publikum habe sich von den paar Regentropfen nicht die Stimmung vermiesen lassen. Auch für 2018 ist alles angerichtet für ein grosses Fest.

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Sobald Greenfield, Openair St.Gallen, Openair Frauenfeld und schliesslich auch das Gurtenfestival über die Bühne gegangen sind, wird es in der Deutschschweiz wieder ruhiger in Sachen Festivals. Das ist genau der Zeitpunkt, wo in Nyon das grösste Openair der Schweiz stattfindet. Am Dienstag öffnete das Paléo-Festival in Nyon seine Tore.

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Es ist ein Openair der Superlative: Während sechs Tagen spielen 90 Bands für 230'000 Besucher. Damit ist das Festival das grösste der Schweiz – und dennoch eine Perle in der hiesigen Konzert-Landschaft.

Ein Teil der Welt ist zu Besuch

Was das Festival jedoch so einmalig macht, ist die Mischung in der Programmation. Auf den insgesamt sieben Bühnen spielen hier viele kleinere, unbekannte Acts auf, die bereits grosses Spektakel bieten. Daneben haben aber auch zugkräftige Headliner Platz auf dem Plakat: Heuer etwa Gorillaz, Depeche Mode oder Lenny Kravitz.

Zudem legen die Organisatoren viel Wert auf ein ausgeprägtes kulturelles Angebot. So verwandelt sich das «Village du Monde» jedes Jahr in einen anderen Teil des Planeten – mit entsprechendem Musik- und Kulinarik-Angebot. Dieses Jahr wird hier alles im Zeichen Südeuropas stehen, wie die Veranstalter verkünden. Die Besucher dürfen sich also auf würzige Speisen und mediterrane Dekoration freuen.

Deko ist am Paléo ohnehin mehr als Deko. An jeder Ecke stehen Kunstinstallationen und kleine Spielereien. Die Fachhochschule Westschweiz baut jährlich eine begehbare Skulptur für die Besucher – manchmal gar eine ganze Spielwiese.

Ausverkauft – und doch noch Tickets

Weiter sorgen auf dem Gelände immer mal wieder kleine, spontane Darbietungen für unerwartete Unterhaltung. Und wer eine Pause vom Festivaltrubel braucht, findet seine Ruhe im Künstlerdorf «La Ruche», wo Zirkus- und Strassenkünstler ihr Können zeigen und ein etwas anderes Festival-Erlebnis bieten.


(Video: Youtube/Paléo Festival Nyon)

Hinter dem Paléo steht ein Non-Profit-Verein, der von rund 4800 ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird. Auch wenn die Sechstagespässe seit langem vergriffen sind, können Spontane das Festival erleben: Die Organisatoren haben für jeden Tag 1500 Tageskarten zurückbehalten. Die Karten werden jeweils ab 9 Uhr auf der Internetseite des Festivals verkauft.

(cho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gunter R. am 17.07.2018 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Non Profit...

    Non Profit scheint ein breiteres musikalisches wie auch künstlerisches Angebot zu ermöglichen statt dem üblichen Einheitsbrei wie St.Gallen, Gurten und wie sie alle heissen. Schön! Vielen Dank an den Verein und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern!

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  • bubu am 17.07.2018 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    the best - paléo festival nyon

    seit ich das erste mal vor 12 jahren dabei war finde ich es das tollste openair! es ist einfach fantastisch und vielfältig! ich empfehle es jedem.

  • Juan B. am 17.07.2018 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Big Points 

    Gut so! Es muss nicht immer die Deutschschweiz die grossen Big Points setzen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Plingpingpong am 18.07.2018 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ach Paleo....

    ...du bist wohl mit Abstand das beste grosse Festival, das die Schweiz bietet. Tolle Acts, bezahlbar, gute Stimmung. Ich mache seit längerem einen Bogen um St. Gallen, den Gurten und Co.; zu teuer, die LineUps sind eher mässig, es geht nur um den Profit. Beim Paleo ist das anders. Es liegt von der Nordostschweiz aus einfach nicht am Weg.

  • B.H. am 18.07.2018 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    das BESTE nebst Montreux Jazz :-)

    wer es einmal erlebt hat das Paleo.....geht immer wieder! Definitiv bestes OA in der Schweiz! Und dass viele Deutschschweizer das gar nicht kennen...ja weshalb auch? Für viele "existiert" die Romandie gar nicht.....

  • Alumdria841 am 17.07.2018 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hab grösseres vor

    Ich möchte lieber mal ans Tomorrowland xD

  • lupo am 17.07.2018 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    why?

    würde mich noch interessieren warum Arcade Fire geschworen hat nie wieder in die Schweiz zu kommen...

  • Ursina am 17.07.2018 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    30 Stunden Festival

    Ende September gibt es noch das 30 Stunden Festival in Zug