05. Dezember 2007 23:31; Akt: 05.12.2007 23:28 Print

Ärzte: Mitgrölsongs und La-Ola-Wellen

Rosa Anzug, Brüll-La-Ola-Welle und ein Publikum, das im Schnitt halb so alt war wie seine Idole: Die Ärzte boten gestern in Zürich Funpunk vom Feinsten.

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«Ihr kriegt unsere CD gratis – wenn ihr nicht mehr Blocher wählt», sagte Schlagzeuger Bela B. (Nicolas Y. Aebi)

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Über eines können sich Die Ärzte definitiv nicht beklagen: über Fan-Nachwuchs. Die 13000 Zuschauer im ausverkauften Zürcher Hallenstadion waren im Schnitt halb so alt wie ihre grossen Idole.

Farin Urlaub, Bela B. und Rodrigo González spielten Songs ihres neuen Albums «Jazz ist anders», gaben aber auch Mitgrölsongs wie «Hurra» und «Manchmal haben Frauen» zum Besten.

Schlagzeuger Bela B. kam im rosa Anzug und wurde als «Karl Lagerfelds Muse, Mentor und Matratze» vorgestellt. Lange hielt es der Berliner in seinem Dress nicht aus: Nach dem dritten Lied flog das Sakko zu Boden und die Krawatte in die Ecke.

Die «beste Band der Welt» wollte ihr Publikum zum glücklichsten Publikum der Welt machen: Das Trio witzelte, machte Brüll-La-Ola-Wellen und zündete eine Animationsbombe nach der anderen. Trotz Funpunk hatten Die Ärzte eine Botschaft: «Wir bieten unsere CD in der Schweiz gratis an – wenn ihr nicht mehr Blocher wählt!»

Marlies Seifert