Swiss Music Awards

02. März 2012 22:50; Akt: 04.03.2012 03:56 Print

77 Bombay Street und eine Liebeserklärung

Bei den Preisträgern kam es an den Swiss Music Awards kaum zu Überraschungen. Dafür sorgte Stress mit seiner Dankesrede für offene Münder.

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Mit jeder Ausgabe sind die Swiss Music Awards grösser und professioneller geworden. Was als kleine Branchenveranstaltung begann, hat sich in den letzten Jahren zu einer veritablen Award Show gemausert. Die fünfte Ausgabe bot am Freitagabend kurzweilige Unterhaltung und Starpower. Mit Silbermond und James Morrison gaben sich hochkarätige Live-Acts aus dem Ausland die Ehre im auf Hochglanz polierten Schiffbau.

Morrison holte sich für seinen Song «Up» Unterstützung von dem Süssesten, das die Schweizer Musiklandschaft derzeit zu bieten hat: Anna Rossinelli. Ganz zum Unbehagen von Stefanie Heinzmann, die den Song hinter der Bühne lauthals mitsang: «Etwas neidisch bin ich schon auf Anna», gestand sie. Mit den Lovebugs und Züri West gaben zudem gestandene Schweizer Musikgrössen ihr Comeback auf der Bühne.

Öffentliches Dankeschön von Stress an Melanie Winiger

Während bei der Verkündung der Preisträger wenig Überraschung aufkam – die Favoriten sahnten ihre Betonsteine mehrheitlich ab – sorgte Preisträger Stress umso mehr für offene Münder. In seine Dankesrede schloss er auch Ex-Partnerin Melanie Winiger ein, die die Preisverleihung moderierte. «Ich muss dieser Frau danken», sagte der Rapper mit Blick zum Bühnenrand. «Ohne sie wäre ich nicht der Künstler, der ich heute bin», so Stress. Winiger war sichtlich gerührt, herzte ihren Noch-Ehemann innig. Das anschliessende Interview zwischen den beiden Verflossenen mutete zunächst etwas befremdlich an. Das Ex-Paar meisterte die schwierige Aufgabe jedoch bravourös.

Auf die Frage nach dem Geheimnis seines Erfolgs antworte Stress verschmitzt: «Ich sehe gut aus.» Schlagfertig wie immer doppelte Winiger: «Das finde ich auch.» Was Nörgler als geplanten PR-Akt abtun werden, schien eher als ein Ausdruck echter Emotionen gewesen zu sein. Die Spekulationen um ein Revival von Strelanie folgten auf dem Fusse. «Meine Dankesrede war sehr spontan, einfach aus dem Herzen raus», erklärte Stress den Gefühlsausbruch nach der Show.

Die grossen Gewinner des Abends: 77 Bombay Street


(Video: 20 Minuten Online)

Ob solch berührender Momente wären die grossen Gewinner des Abends beinahe zu Nebenakteuren verkommen: 77 Bombay Street gewannen verdienterweise nicht nur den Preis für das beste Pop/Rock-Album, sondern auch den Award in der Hauptkategorie Best Hit National für «Up In The Sky». «Wir haben eine Scheissfreude», sagte die Band hinter der Bühne.

Ihr Plan für die Afterparty: «Jetzt wird richtig abgestürzt». im Anschluss Mit nur einem Prozent Vorsprung vor dem Zweitplatzierten holten sich die Brüder den Betonstein. Trotzdem gut lachen hatte der unterlegene DJ Antoine: Der Basler räumte nicht nur den Preis in der Kategorie Best Dance Album ab. Er ist auch für einen Echo nominiert, wie er gegenüber 20 Minuten Online verriet.

Wer über den Roten Teppich stolperte, was die Stars trugen und was auf hinter und neben der Bühne im Detail geschah, können Sie hier nachlesen.

Die Gewinner:

Best Pop/Rock Album National: 77 Bombay Street – «Up in the Sky»

Best Breaking Act National: Bastian Baker

Best Talent: Dabu Fantastic

Best Album Pop/Rock International: Adele - «21»

Best Hit International: Adele – «Rolling in the Deep»

Best Album Urban International: Pitbull - «Planet Pit»

Best Album Urban National: Stress

Best Breaking Act International: Bruno Mars

Best Dance Album National: DJ Antoine.

Best Hit National: 77 Bombay Street – «Up in the Sky»

(sei)