«Neui Welt»

01. Dezember 2010 15:13; Akt: 01.12.2010 18:25 Print

Baschi: Vom Schnudderi zum Popstar

von Niklaus Riegg - Am Freitag erscheint das neue Album von Baschi. 20 Minuten Online hat es schon gehört und weiss: Baschi ist nicht mehr der «Bring en hei»-Schnösel. Exklusiv gibt es fünf Songs schon vorab.

Baschi: «Chinder im Chrieg»
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Die bisherigen Baschi-Alben «Baschi», «Irgendwie Held» und «Fürs Volk» waren klassische Platten eines Hit-Künstlers. Auf jedem hat es ein paar tolle Songs und immer mindestens einen Single-Hit. Doch der Rest war eher schwaches Füllmaterial. Damit ist jetzt Schluss, bei seiner vierten Mundart-Scheibe ist es eher umgekehrt. Beim ersten Hören ist kein Instant-Hit zu erkennen. Aber: Bis auf einen Song (ausgerechnet der Titeltrack «Neui Welt») brilliert Baschi auf ganzer Linie als Songwriter. «Ob wir auf dem Album einen Wahnsinnshit haben, weiss ich nicht. Aber es ist mir eigentlich auch egal.» Der Fokus habe dieses Mal darauf gelegen, «ein in der ganzen Bandbreite starkes Album zu machen». Und dies ist ihm mit seinem Partner Philippe Merk definitiv gelungen.

Abwechslungsreich

«Neui Welt» ist sehr abwechslungsreich. Baschi war bis jetzt der mit den grossen, pathetischen Hymnen. Diese fehlen auch auf der neuen Platte nicht («Din Wäg»). Aber vor allem lernt man einen Baschi kennen, wie man ihn noch nicht gehört hat: So verletzlich wie auf «Es rägnet Gold», so herzzerreissend wie auf «Ha Di nit vergässe», so selbstironisch wie auf «Kennsch mi no oder liebsch mi scho..?!», so brachial wie auf «Zerrisse», so abgefahren wie auf «KlubKlub», so offen wie auf «Demo in Berlin» und so charmant wie auf «Billett eifach» gab sich der Sänger noch nie. Trotz dieser Abwechslung, trotz der verschiedenen Stimmungen auf dem Album, klingt es wie aus einem Guss: «Zum ersten Mal kam das Songwriting aus einer Hand – wie bei einem richtigen Musiker halt.»

Gereift

Dies ist ein eindrücklicher Schritt, den der 24-Jährige hier gemacht hat. Vom «Bring en hei»-Schnudderi zum gestandenen Künstler: «Es ist ein erstes 'Hallo' von mir als Musiker», so Baschi. «Ich war zum ersten Mal für meinen Scheiss verantwortlich. Es gab kein Netz und keinen doppelten Boden. Nur ich und Phil Merk», erklärt der Sänger. «Am Anfang hatte ich eine Heidenangst, aber am Ende war es doch viel einfacher als ich gedacht habe.»

Baschi: «Din Wäg»

Quelle: YouTube