Im «Big Brother»-Haus

11. Januar 2016 15:28; Akt: 11.01.2016 16:36 Print

Bowies Ex-Frau erfuhr als Letzte von seinem Tod

Angie Bowie ist von der Aussenwelt abgeschnitten. Die 66-Jährige sitzt im «Big Brother»-Container – und bleibt auch dort.

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Waren zehn Jahre verheiratet: Angela und David Bowie mit ihrem Sohn in Amsterdam. (17. Februar 1974) Sitzt im Big-Brother-Container: Angie Barnett (früher Bowie) beim Einzug in das Haus. (5. Januar 2016) Verstarb im Kreis seiner Familie: David Bowie, hier an einem Konzert in Hartford. (14. September 1995) Im Januar 2016 kam sein letztes Album «Blackstar» auf den Markt. David Robert Haywood Jones, wie David Bowie mit bürgerlichem Name heisst, kommt am 8. Januar 1947 in London zur Welt und verbringt seine Kindheit in Brixton. Mit 9 entdeckt er den Rock 'n' Roll, und mit 15 steht er bereits als Saxofonist auf der Bühne. In den frühen 1960er-Jahren sammelt Bowie Erfahrungen als Sänger und Musiker in verschiedenen Bands wie den Manish Boys oder den Lower Third, die alle keine grössere Bekanntheit erlangen. Der erste Hit: Mit der Weltraumballade «Space Oddity» gelingt Bowie der erste kommerziell erfolgreiche Song. Inspiriert durch Kubricks Film «2001: Odyssee im Weltraum» beschreibt er darin den Flug und das tragische Ende des fiktiven Astronauten Major Tom. Der Durchbruch: Mit dem Konzeptalbum «The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars» (1972) und der anschliessenden Welttournee, die bis 1973 dauert, wird er weltweit bekannt. Ein Grund für den Erfolg ist unter anderem auch sein Aufsehen erregendes Alter Ego «Ziggy Stardust» sowie seine homoerotische Bühnenshow. Beim letzten Konzert am 3. Juli 1973 lässt Bowie «Ziggy Stardust» sterben. Als «Aladdin Sane» (a lad insane – ein verrückter Typ) und mit dem gleichnamigen Album, welches bis heute als eines der wichtigsten Glamrock-Alben gilt, setzt der Musiker seinen Siegeszug und seine Verwandlungskünste fort. Auf der Tour zum Konzeptalbum «Diamond Dogs» (1974), das in weiten Teilen auf George Orwells «1984» basiert, schlüpft Bowie in die Rolle des «Halloween Jack». Mit der Tour endet auch seine Glamrockphase. Musikalischer Neuanfang: Bowie zieht nach New York und besinnt sich auf den Rhythm and Blues und Soul. Das Album «Young Americans» enthält die Bowie-Lennon-Komposition «Fame». Bowie kleidet sich neu in Massanzüge. Nächste Station: Für die folgende Schaffensphase und das Album «Station to Station» (1976) legt Bowie sich ein neues Alter Ego zu. Der «Thin white Duke» ist eine schattenhafte Figur, die von Amerika zurück nach Europa kehrt, um seine Wurzeln zu erkunden. Bowie lebt in dieser Zeit eigenen Angaben zufolge hauptsächlich von Kokain, Peperoni und Milch. Die Berlinphase: Bowie bezieht in Berlin (Schöneberg) eine kleine 2-Zimmer-Wohnung. Im gleichen Haus wohnt auch Iggy Pop. Bowie schreibt für dessen Alben «The Idiot» und «Lust for Life» einen Grossteil der Musik. Die von Brian Eno produzierten Werke «Low», «Heroes» und «Lodger» (auch Berlin-Trilogie genannt) beinhalten viele Instrumentalstücke und Soundcollagen. Einflüsse von Bands wie Kraftwerk oder Cluster sind deutlich zu hören. Der Schauspieler: Gewohnt, sich in andere Figuren zu versetzen, verzeichnet Bowie auch als Schauspieler einige Erfolge. Unter anderem in: «Der Mann, der vom Himmel fiel», «Furyo Merry Christmas, Mr. Lawrence» und «Christiane F.». Massentauglich: Bowie lässt seine experimentelle Phase vorerst hinter sich und veröffentlicht mit «Let's Dance» die kommerziell erfolgreichste Platte seiner Karriere. Schaffenskrise: Die darauffolgenden Alben «Tonight» und «Never Let Me Down» werden von Kritikern verrissen. Die Single «Dancing in the Street», die er mit Mick Jagger zugunsten des Live-Aid-Projektes aufnimmt, wird jedoch ein grosser Erfolg. Mit dem Projekt «Tin Machine» nimmt Bowie drei nur mässig erfolgreiche Alben auf. Er besteht darauf, ein normales Bandmitglied ohne Sonderrolle zu sein. Bowie veröffentlicht bis ins Jahr 2003 fünf weitere Alben: Das von Brian Eno produzierte und experimentierfreudige «Outside» (1995), das von Drum and Bass beeinflusste «Earthling» (1997),«Reality»(2003). David Bowie ist seit 1992 in zweiter Ehe mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet. Sie leben mit ihrer gemeinsamen Tochter in New York. Aus der ersten Ehe mit Angela Barnett stammt der Sohn Duncan Zowie Haywood Jones. Reich und einflussreich: Mit einem geschätzten Vermögen von 900 Millionen Euro gilt Bowie als einer der vermögendsten Künstler weltweit. Das englische Musikmagazin «New Musical Express» wählte ihn im Jahr 2000 zudem zum «einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten».

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Als Teilnehmerin der Reality-TV-Show «Promi-Big Brother» in Grossbritannien ist die Ex-Frau von David Bowie, Angie, von der Aussenwelt abgeschnitten. Während die Medien die Nachricht vom Tod des Sängers bereits am Morgen verbreiteten, erfuhr sie erst im Laufe des Tages davon.

Verwandte informierten sie bei abgeschalteten Kameras darüber, gab ein Pressesprecher des für die Sendung verantwortlichen Fernsehsenders Channel 5 dem «Independent» bekannt. Angie Bowie zog vor sechs Tagen in den Container ein. Bei «Big Brother» leben die Teilnehmer zusammen in einem Haus und werden rund um die Uhr von Kameras gefilmt.

Will im Container bleiben

Sie habe beschlossen, im Container zu bleiben, sagte der Pressesprecher weiter. Es stehe ihr offen, ihre Meinung zu ändern und sie erhalte Unterstützung. Englische Medien hatten spekuliert, dass die 66-Jährige die Show verlassen könnte.

David Bowie und Angela Barnett hatten 1970 geheiratet. 1980 liessen sie sich scheiden. Sie haben einen Sohn, den Filmemacher Duncan Jones. In der «Big Brother»-Show sagte sie kürzlich, sie habe David seit rund 40 Jahren nicht mehr gesehen. «Es war schrecklich, als wir uns getrennt haben», erzählte sie den anderen Kandidaten. Ihr Sohn hasse sie, dabei sei es David gewesen, der die Kluft zwischen ihnen auftat.

(dia/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gina Bringold am 11.01.2016 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie traurig

    R.I.P. David Bowie! deine Musik war ein Teil meiner Jugend!

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  • Anastasios Ghiatras am 11.01.2016 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Legende

    Ruhe in Frieden....

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  • ElDave am 11.01.2016 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rest in peace

    Einer der grössten spielt jetzt seine Musik bei den Engeln RIP David!

Die neusten Leser-Kommentare

  • J.R. am 12.01.2016 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Twin Peaks

    David Bowie hatte zudem eine kleine Rolle in der Serie "Twin Peaks". Zu sehen ist der legendäre Ausschnitt auf youtube :) Epic!

  • rogeriu am 12.01.2016 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .R.I.P.

    .R.I.P. DAVID BOV.V.I.E. Erstes von mir gesehenes Musikvideo "Let's Dance" 1983 in Bruno Bieris Tiparade. Grandios.

  • Wälti am 12.01.2016 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heute

    Solche Musiker gibt es leider viel zu wenig heute.

  • Pate am 12.01.2016 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Provokativer Künstler

    Schade um ihn. Seine Musik war genial und such provokativ

  • ---- am 12.01.2016 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P

    R.I.P, aber ich habe seine Songs nie gehört.