Surprise-Album

18. Januar 2020 13:29; Akt: 18.01.2020 13:29 Print

Eminem will, dass seine Fans abstimmen gehen

Erzürnte Ariana-Grande-Fans, ein Aufruf zum Wählen und eine Collab mit dem verstorbenen Juice Wrld: Alles, was du über Eminems neues Album wissen musst.

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Surprise, Surprise: Wie schon bei «Kamikaze» vor über einem Jahr hat Rap-Urgestein Eminem seine neue Platte diese Woche ohne Vorankündigung veröffentlicht. Seine Fans feierten den Release von «Music to Be Murdered By» auf Twitter gebührend.

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Und einige versetzt er mit seiner Überraschung in Tanzlaune:

Was es sonst noch über das elfte Studioalbum des 47-Jährigen zu wissen gibt.

Die zahlreichen Collabs

Auf der Platte findet ein richtiges Staraufgebot statt. Der US-Amerikaner hat mit zahlreichen Top-Künstlern zusammengearbeitet. Um nur ein paar von ihnen zu nennen: Pop-Sensation Ed Sheeran (28), US-Musiker Anderson Paak (33), Hip-Hop-Legende Q-Tip (49) und der kürzlich im Alter von nur 21 Jahren verstorbene Rapper Juice Wrld. Wie praktisch alle Eminem-Alben zuvor wurde auch «Music to Be Murdered By» von Dr. Dre produziert.

Die Hitchcock-Hommage

Slim Shady liess sich für sein neuestes Werk stark vom Filmemacher Alfred Hitchcock inspirieren. Das Artwork ist eine direkte Anlehnung an dessen – fast gleich betiteltes – Album «Alfred Hitchcock Presents Music To Be Murdered By» aus dem Jahr 1958.

Zudem finden sich auf Eminems Platte zwei Songs mit den Titeln «Alfred – Interlude» und «Alfred – Outro». Darauf werden Aufnahmen gesampelt, in denen der britische Regisseur Reden hält.

Schon beim «Kamikaze»-Albumcover schaute der Rapper ab: Damals mit einer Hommage an das 1986er-Album «Licensed to Ill» der Hip-Hop-Gruppe Beastie Boys.

Die versöhnlichen Worte

Der gebürtige Detroiter scheint mit dem Alter etwas sanftmütiger geworden zu sein. Die Beleidigungen gegenüber seinen Kollegen halten sich auf dem Album in Grenzen. Er richtet sogar versöhnliche Worte an die Rap-Kollegen Tyler the Creator (28) und Earl Sweatshirt (25).

Rapper Tyler the Creator

Eminem wurde 2018 scharf kritisiert, weil er im Song «Fall» mit homophoben Beleidigungen gegen Tyler schoss, nachdem dieser und sein Kumpel Earl öffentlich über ihn gespöttelt hatten. Im Track «No Regrets» resümiert Em nun, dass er seine Wut unnötig an ihnen ausgelassen hat. Und gibt zu: Statt auf die Provokation zu antworten, hätte er besser auf falsche Leute und Verräter abzielen sollen.

Lediglich für seinen ewigen Feind Machine Gun Kelly (29) gibts zwei – ziemlich harmlose – Seitenhiebe in den Tracks «Yah Yah» und «Unaccommodating». Die beiden Rapper zanken sich nun seit fast acht Jahren, weil MGK Eminems damals erst 16-Jährige Tochter als «heiss» bezeichnete.

Rapper und Sänger Machine Gun Kelly

Die erzürnten Ariana-Fans

Dennoch wäre es wohl kein Eminem-Album, wenn er nicht mit unsensiblen Zeilen anecken würde. In «Unaccommodating» rappt er von «Bomben weg» wie «ausserhalb eines Ariana-Grande-Konzerts», gefolgt von einem Explosionsgeräusch.

Damit nimmt er Bezug auf das Manchester-Selbstmordattentat, das sich 2017 auf dem Gelände eines Konzerts der US-Sängerin ereignete. Dass der US-Rapper diesen Vorfall trotz 22 toten und über 800 verletzten Konzertbesuchern als Punchline benutzt, finden viele inakzeptabel.

Eminem habe schon viele problematische Dinge gesagt, aber die Bomben-Referenz sei einfach ekelhaft, findet diese Twitter-Userin.

Slim-Shady-Fans weisen jedoch darauf hin, dass der Rapper damals geholfen habe, umgerechnet knapp zwei Millionen Franken Spenden für die Opfer des Attentats zu sammeln.

Die politische Message

Wer hätte gedacht, dass Eminem mal so politisch wird? In «Darkness», der ersten Single des Albums, zeigt sich der Rapper erstaunlich nachdenklich und thematisiert darin Amokläufe in den USA.

Im düsteren Video dazu wird am Schluss die Frage «Wann wird das enden?» eingeblendet – und gleich darauf mit «Wenn genug Leute sich kümmern» beantwortet. Danach folgt ein Link, unter dem sich US-Amerikaner als Wähler registrieren können.

(zen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dorrito am 18.01.2020 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Revival

    Eminem war schon immer politisch, ihr habt nur nicht richtig hingehört.

  • Stan am 18.01.2020 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    the real slim shady

    Eminem ist und bleibt der beste Rapper aller Zeiten. Ohne Diskussion.

  • Timmy Picton am 18.01.2020 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon traurig

    Das in der heutigen ,,offended" Generation nichmal mehr talente wie Eminem existieren können.

Die neusten Leser-Kommentare

  • D.G. am 18.01.2020 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eminem

    Sorry das hat mit Musik nichts zu tun.

  • Trackhawk am 18.01.2020 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bedeutungsloser Laferi

    Was Eminem will, interessiert in dieser Welt sehr wenige.

  • callme_pepe am 18.01.2020 15:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hopp Bernie

    Ich hoffa wirklich das Bernie Sanders gewinnen wird, in ihm erkennt man noch den Gutmut und er lebt sogar recht bescheiden. Informiert euch mal bisschen drüber was dort alles abgeht.

  • Timmy Picton am 18.01.2020 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon traurig

    Das in der heutigen ,,offended" Generation nichmal mehr talente wie Eminem existieren können.

  • gogg am 18.01.2020 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kandidaten

    Die USA brauchen einfach wieder wählbare Kandidaten. Weder Hillary noch Trump sind für das Amt geeignet.