Schweizer Musik auf Spotify

09. Dezember 2019 04:49; Akt: 09.12.2019 10:12 Print

Loredana verdient mehr als alle anderen

Die Jahresauswertungen von Spotify zeigen: Immer mehr Schweizer Musikerinnen und Musiker erreichen mit ihren Songs Millionen von Streams.

Bildstrecke im Grossformat »
hat musikalisch ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich: Sie ist die unangefochtene Streaming-Königin unter den Schweizer Musikerinnen und Musikern. Allein auf Spotify sammelten Loredanas Songs 280 Millionen Streams. Das ist deutlicher Schweizer Rekord für 2019. Bei ihren Fans bedankte sich die 25-Jährige mit einem selbst gekritzelten weissen Herzchen auf Insta. Ebenfalls ein Schweizer Streaming-Gigant ist der Zürcher DJ : Er brachte es 2019 gemäss Jahresauswertung von Spotify auf der Plattform auf knapp 102 Millionen Streams. Auch für den Basler läufts: Er erreichte mit Songs wie «Yallah Habibi» oder seinem Dauerbrenner «You're ma chérie» fast 82 Millionen Streams. Noch eine Electro-Grösse aus der Schweiz: Das Zürcher Deep-House-Duo bringt es 2019 auf 11,5 Millionen Streams, die in einer Million Stunden gespielt wurden. Er fliegt seit Mai auf der ESC-Welle: kommt 2019 auf 30 Millionen Spotify-Streams. Fast 29 Millionen hat ihm der ESC-Song «She Got Me» eingebracht. Der Zürcher Genre-Sprenger kommt auf Spotify auf beachtliche 3,7 Millionen Hörer, die ihm über 18 Millionen Streams beschert haben. machen Mundart und damit Musik für ein vermeintlich eingeschränktes Publikum. Rund fünf Millionen Menschen sprechen Schweizerdeutsch – der Berner Hit-Zweier kommt mit seinen Songs trotzdem locker auf über 14 Millionen Streams im Jahr 2019. Auch sind nach ihrer ausverkauften Hallenstadion-Show im Popularitätshoch: Ihre Fans haben die Mitsing-Mittanz-Nummern der Band über 8 Millionen Mal gestreamt. ist ein weiterer Mundart-Star in Millionen-Sphären: Er hat 3,7 Millonen Streams – aus 79 Ländern. Auch der Berner Rapper kommt 2019 auf eindrückliche 3,2 Millionen Streams, von treuen und fleissigen 180'000 Hörerinnen und Hörern. haben 2019 bei den Swiss Music Awards den prestigeträchtigen Artist-Preis gewonnen – nicht zuletzt, weil sie auf Spotify bereits international beeindruckende Streamingzahlen generieren. In diesem Jahr schafft es die Zürcher Band auf 5 Millionen Plays – weiterhin unter dem Schweizer Mainstream-Radar. Der Luzerner hat auch 2019 zuverlässig Ohrwürmer wie «Wait» geliefert – und kommt so auf 3,7 Millionen Streams. «Wait» holte nach dem Release im Mai 1,6 Millionen Klicks.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zum Jahresende liefert Spotify an die Musikerinnen und Musiker jeweils eine detaillierte Auswertung, wie oft, wann und wo ihre Songs im Laufe des Jahres gehört wurden. In den vergangenen Tagen haben zahlreiche Schweizer Künstlerinnen und Künstler die Ergebnisse mit ihren Fans geteilt. Hier sind sechs Erkenntnisse daraus.

Umfrage
Du und Schweizer Musik – wie versteht ihr euch?

Immer mehr Millionäre

Die Zahlen zeigen: Immer mehr Schweizer Musik knackt in Sachen Streams die Millionen-Marke. Neben den Topshots wie Loredana, Luca Hänni oder DJ Antoine erreichen auch Künstler wie Melodiesinfonie, Stereo Luchs, Damian Lynn, Black Sea Dahu oder Nativ siebenstellige Zahlen auf Spotify.

Das hängt natürlich mit der schlichten Tatsache zusammen, dass der Streaming-Markt konstant wächst. 2018 wurde in der Schweiz fast 60 Prozent der Musik gestreamt, nur 24 Prozent wurden physisch verkauft. Die Spotify-Nutzerzahl wächst ebenfalls stetig: Aktuell hat der Anbieter weltweit 113 Millionen zahlende Premium-Nutzer, monatlich benutzen gemäss Spotify 248 Millionen Menschen den Service.

Mundart kennt keine Grenzen

Erstaunlich ist, dass Acts, die auf Schweizerdeutsch singen und rappen, richtig viele Klicks machen. Lo & Leduc sind die Mundart-Giganten auf Spotify: Sie sammelten 2019 über 14 Millionen Streams.

Aber auch Hecht kommen auf 8 Millionen – und das obwohl sie im laufenden Jahr nicht einmal ein Album veröffentlicht haben.

Nicht weniger erstaunlich: Lo & Leduc wurden gemäss ihrer Jahresauswertung in 79 Ländern gestreamt – das heisst, in jedem Land, in dem Spotify auf dem Markt ist. Auch Hecht kommen auf 78 Länder. Ob es sich dabei um Schweizer Streamer im Ausland handelt oder ob die Schweizerdeutschen Songs tatsächlich ein internationales Publikum erreichen, bleibt offen.

Luca Hänni legt zu

Mit seinem vierten Rang beim Eurovision Song Contest hat sich Luca Hänni auf ein neues Niveau gepusht. Sein Erfolg schlägt sich auch in den Streaming-Zahlen nieder: Er häufte mit seinen Songs über 30 Millionen Klicks an.

Klarer Star unter seinen Liedern: «She Got Me» mit 28,7 Millionen Streams. Lucas neuste Single «Bella Bella» wurde bisher 600'000 mal gestreamt.

DJ Antoine und EDX bleiben gross

Seit Jahren konstant in höchsten Stream-Spähren unterwegs sind die EDM-Grössen DJ Antoine und EDX: Letzterer erreichte diese Jahr über 100 Millionen Streams, und auch Antoine kommt auf 80 Millionen.

Loredana ist die Überfliegerin

Unangefochten an der Spitze der meistgestreamten Schweizer Musikerinnen und Musiker ist Loredana. Die Deutschrapperin aus Luzern sammelte 2019 beeindruckende 280 Millionen Spotify-Streams. Die Plattform weist ihr zudem 8,7 Millionen Hörerinnen und Hörer aus. Zum Vergleich: Lo & Leduc kommen bei diesem Wert auf 797'000.

Reich wird man nicht mit Spotify

Die Millionen von Streams bedeuten aber noch keine Millionen auf dem Konto: Wenn ein Song eine Million mal abgespielt wurde, überweist Spotify circa 4000 Franken an die Urheber. Wie diverse Fachportale übereinstimmend berichten, zahlt der Streaming-Riese rund 0,004 Franken für einen Stream.

Im Falle von Loredana ergibt das einen grossen Betrag von bis zu 1,1 Millionen Franken. Für die meisten Schweizer Streaming-Millionäre bedeuten die Streams aber primär einen guten Zustupf. Hechts 8 Millionen Streams dürften rund 30'000 Franken einbringen, Stereo Luchs erhält wohl gegen 15'000 Franken von Spotify.

(fim)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Musiker am 09.12.2019 05:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Musik was?

    gebt doch ihr nicht die aufmerksamkeit, die sie ja auch nicht verdient hat.. yikes

  • singledad am 09.12.2019 05:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bekommt

    sagen wir so... sie bekommt mehr als die anderen... verdienen hat schon eine andere bedeutung.

    einklappen einklappen
  • reto am 09.12.2019 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Perfekt!

    Dann kann sie bestimmt das ergaunerte Geld zurück zahlen oder?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Romeo am 09.12.2019 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    CHer kein Talent in der Msuik

    Loredana wie aus walking death einfach grauenhaft und pott hässlich. CH Musik. nein Danke.

  • Basel am 09.12.2019 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar

    Mein Gott hier sind wirklich sehr viele Neidisch auf sie.

  • Alina Wil am 09.12.2019 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kaufen

    Ich kenne Lori von früher und weiss, dass damals ihren EX gefragt hat, ob er sie Insta Follower kaufen kann. Er hatte esvihr erlaubt, danm kamen immer mehr dazu. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass sie sich auch Klicks kauft

  • Tour Nu am 09.12.2019 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reich wird man nicht...

    Nein, nein reich wird man damit nicht. Wenn die Zahlen Stimmen hat die Loredana 1.12 Mio Franken gemacht. Aber klar reich ist man damit nicht.

  • Notorious B.I.G am 09.12.2019 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 Pac und Eazy E drehen sich im Grab um.

    Dann sollte sie jetzt mal Herz zeigen, und dem Ehepaar aus Wallis das Geld zurückzahlen, sie scheint es ja wenigstens richtig in ihrer Gangstar Rap Karriere investiert zu haben, Gangster Rap aus Luzern Schweiz, die Härteste Gegend der Welt, früher waren es Bronx, Compton etc. Heute sind Dörfer im Kanton Luzern.