Teenie-Band

29. Oktober 2014 07:55; Akt: 29.10.2014 07:55 Print

Fünf Gründe, warum Sie The Bullet kennen müssen

von Neil Werndli - Wenn es in der Schweiz so etwas wie Boybands gibt, dann sind The Bullet ein Vorzeigebeispiel: Mit kaum 20 Jahren brechen die Zürcher Mädchenherzen.

Das erste Video von The Bullet wurde während einer 24-Stunden-Party gedreht. (Quelle: Youtube / Bullet Music)
Zum Thema
Fehler gesehen?

The Bullet sind die Art von Band, die sich bereits seit Kindertagen kennt. Ein eingespieltes Team, angeführt vom Geschwisterpaar Aljoscha und Vasco, das bereits vergangenes Jahr mit dem Sieg des My Coke Music Soundcheck für etwas Wirbel gesorgt hat. Nun haben The Bullet ihre Single «Seemaa» veröffentlicht und avancieren bereits zu kleinen Teenie-Helden.

Der Sound ist auf Charts getrimmt, die Texte herrlich postpubertär und der Sänger sieht mit etwas Fantasie aus wie Harry Styles – hier fünf Gründe, warum wir noch von The Bullet hören werden.

Weil ihre Single ein Hit ist
«Säg mer Baby fühlsch dä Beat», steigen The Bullet in ihre Single «Seemaa» ein. Es ist eine Tanznummer, gespielt mit Indierock-Coolness, die schon nach dem ersten Durchlauf hängen bleibt. Ebenso sorgfältig ist das Video gemacht. Auf der Dachterrasse des Elternhauses der Bullet-Brüder feierte die Band eine 24-Stunden-Party mit ihren Anhängern. Diese mussten gar nicht erst zum Tanzen animiert werden: «Die Leute kamen um vier und dann ging es los», erinnert sich Sänger Aljoscha mit breitem Grinsen. «Um acht waren eh schon alle betrunken und dann kannst du das kaum noch kontrollieren – die machen automatisch Party. Es war wie im Irrenhaus.»

Weil sie jetzt schon Rockstars sind
Auch wenn sie noch zur Schule gehen – das Maul aufreissen können The Bullet schon wie die Grossen. Der erste Song, den die Band in noch viel jüngeren Jahren geschrieben hat, hiess prägenderweise «Rockstar». Mittlerweile werden sie auf der Strasse ab und zu erkannt und die Band hat die Ansprüche an hoffnungsvolle weibliche Fans dementsprechend hoch angesetzt: «Allzu anhänglich sollten sie nicht sein. Manchmal kommen Frauen und bringen kein Wort mehr raus. Da ist es mir lieber, wenn sie kritisch sind», sagt der 19-jährige Frontmann.

Weil die Kids sie lieben werden
The Bullet zielen auf das Mädchenschwarm-Image ab. Und das, ohne dabei lächerlich zu wirken, wie Tokio Hotel – sie sind eine Boyband mit Stil. Und auch die Eltern werden sie lieben. Letzten Endes sind The Bullet nämlich etwa so rebellisch wie eine umgedrehte Baseball-Mütze – da können Mama und Papa mit ans Konzert, ohne sich schämen zu müssen. Schliesslich stehen die Eltern der Bandmitglieder auch drauf (siehe nächster Punkt).

Weil Papa es sagt
Ein Fan der ersten Stunde ist der Vater der beiden Bullet-Brüder. Er hat die Band an ihre ersten Gigs chauffiert und ihm sind auch die Dialekt-Texte zu verdanken: «Er meinte damals, wir sollen Schweizerdeutsch singen. Und wenn es Papa sagt, machen wir es auch. Manchmal etwas widerwillig – aber leider hat er meist recht», so Keyboarder Vasco. Für Rockstar-Allüren gibt es kein Hausarrest: «Unsere Eltern sind locker drauf. Groupies wären zum Beispiel kein Problem – ich bin auch schon mit zwei Frauen aufgewacht und Mama hat cool reagiert.»

Weil sie prominente Unterstützung haben
Entstanden ist das Debütalbum bei Rebel Inc., dem Studio von Baschi und Philippe Merk. «Wir haben von ihnen vor allem gelernt, dranzubleiben. Wenn wir mit einem Text unzufrieden waren und ihn schon verwerfen wollten, hat uns Baschi nochmals in den Hintern getreten.» Auch beim Songwriting stand er mit Rat und Tat zur Seite, änderte das eine oder andere Arrangement, schob einzelne Songteile hin und her und gab Tipps zur Massentauglichkeit: «Wir hatten zwar das letzte Wort, aber Rebel Inc. hat uns vor allem in Sachen Popstrukturen wichtige Inputs gegeben.»

Anfang 2015 erscheint das Debütalbum von The Bullet.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gregor Friedrich am 29.10.2014 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sex sells

    ...Aber trotzdem geile Produktion! Hut ab

  • Toni am 29.10.2014 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Krass

    Also für die Schweiz eine ziemlich fette Produktion... bin gespannt auf das Album. Dürfte schwierig sein, diese Pace zu halten - viel Erfolg!

  • Nadine R. am 29.10.2014 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hammer!

    Eindrückliches Video, für Schweizer Verhältnisse top! Musik macht Lust auf mehr, freue mich auf das Album.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steff am See am 30.10.2014 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    in dieser Ecke

    Man könnte in dieser Ecke ruhig wieder einmal etwas über Musik schreiben. Gibt ja genug Leute die noch richtige Musik machen.

  • Purzelbaum am 29.10.2014 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    1 Grund...

    wieso man die Boyband NICHT kennen MUSS...Weils mir ganz einfach egal ist und ich nichts MUSS :)

  • Gregor Friedrich am 29.10.2014 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sex sells

    ...Aber trotzdem geile Produktion! Hut ab

  • Bulletino am 29.10.2014 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute schweizer Musik!

    Der Hammer! Endlich mal richtige Musik! Wer behauptet sie seien 'mainstream' hat so was von keine Ahnung!!!

  • Harmonica am 29.10.2014 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Die Jungs sind cool, und sie machen durchaus Rockmusik, wie man weiss, wenn man ihre älteren Produktionen (zB Party am See / Seefeldhymne) kennt, was mir persönlich noch besser gefällt als dieses Lied.