Ticker vom Gurtenfestival

21. Juli 2019 04:30; Akt: 21.07.2019 04:53 Print

Hier scheitert ein Crowdsurfing-Versuch

Gurtenfestival-Finale! Wir haben auch am Samstag vom Berner Hausberg getickert. Live und unzensiert.

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Lo & Leduc sind zurück auf dem Gurten. Bereits als sie noch niemand kannte, traten sie auf dem Berner Hausberg auf. Vor der Bühne versammeln sich fast schon ähnlich viele Menschen wie am Freitag bei Patent Ochsner. «Da geht einem das Berner Herz auf», findet ein Typ im Publikum. Ich dachte auf den ersten Blick, Leduc zeigt seinem Kollegen hier den Mittelfinger. «Wir waren schon mindestens 20 Mal hier oben», sagen die beiden. «Und wir sind auf alle erdenklichen Arten wieder runtergekommen: Mit dem Schlitten, mit der Bahn oder einfach gestolpert.» Wo sind Walter und Walterine? Gefunden! Nach dem leicht verdaulichen Mundart-Pop von Lo & Leduc ging es bei Editors etwas melancholischer zu und her. Manche tanzen, bei anderen löst der niederschmetternde Sound eine Sinneskrise aus. Auch sie scheint gerade sehr nachdenklich wegen Editors. Aber ihre Freundin muntert sie aus. Wir haben die Theorie entwickelt, dass Editors-Sänger Tom Smith kein Mensch, ... ... sondern eine im Labor gezüchtete Kreuzung aus Gottesanbeterin und Dinosaurier ist. Einfach wegen seiner herrlich sonderbaren Bewegungen. Am frühen Abend auf der Zeltbühne: Tom Walker. Ein Schlagzeug ist nicht genug für seine Stimme. Und seien wir ehrlich: Wer einen derart männlichen Bart trägt, verdient eigentlich mindestens fünf Drummer. Derweil auf der Waldbühne: Black Sea Dahu. Vor einem Jahr hätte es noch eher «Black Sea Da-Who?» geheissen. Mittlerweile sind sie aber ein fester Bestandteil der Schweizer Musiklandschaft. «Aber wann spielen eigentlich Lo & Leduc? Und welcher ist schon wieder welcher?» Cheers, Gurten! Auf den letzten Tag hier oben. Es ist zwar noch bizli früh für einen Abschiedskuss, ... ... trotzdem sind wir jetzt schon traurig, dass es bald vorbei ist. Alkohol hilft gegen den Schmerz. Und Pizza. Pizza ist Balsam für die Seele. «Lieber Gurten, es war ein schönes Wochenende mit dir. Nächstes Jahr wieder? Gleiche Zeit, gleicher Ort?» Am Nachmittag standen Rival Sons auf der Hauptbühne. Wir glauben, «Hoden-Rock» wäre die passende Bezeichnung für ihr Genre. Die Gesichtsbehaarung spricht für sich. Schau dir nur dieses Kinnbärtchen an. SCHAU ES DIR AN! Okay, die Blümchen-Leggings lassen wir durchgehen. Immerhin er spürt Rival Sons. Ach, Spass beiseite, die US-Rocker kamen gut an. Finale auf dem Gurten. ... und die ersten Besucher werden schwach. Nichts, was ein Bier nicht beheben könnte. Oder zwei. Er gönnt sich immerhin ein Wasser. Glauben wir. Velvet Two Stripes in freier Wildbahn. Ein Zelt braucht man hier nicht zwingend. Bisher gab es keinen Regen, also kann man immer noch gemütlich auf der Wiese rumhängen. Hauptsache nicht die Konzerte verschlafen. Vor den Bühnen ist doch schon einiges los. Selfie oder Gruppenfoto? Wir werden es nie erfahren. Am Nachmittag auf der Waldbühne zu sehen: Big Zis. Looking for fucks to give nach drei Tagen ohne duschen. Die einen können noch, als wäre es erst Mittwoch. Die anderen müssen erst mal im Schatten wach werden. Samstagmittag brennt die Sonne nochmals richtig erbarmungslos auf den Gurten. Genug Flüssigkeit zu sich nehmen ist darum Pflicht. Funny Story: Jemand hat unter diesen Artikel kommentiert, unser Fotograf Oski habe einen Rot-Fetisch, weil die Farbe auf fast allen seinen Bildern prominent hervorsteche. Weil Oski diese Kommentiererin trotz viel Grasgrün nicht enttäuschen will, hat er dieses Foto leicht editiert, wie ihr auf dem nächsten Slide seht. Voilà, Leserservice deluxe. Wer genau hinsieht, bemerkt: ... ... The floor is lava. Schon ein Photoshop-Fuchs, unser Oski. Hier wird jemandem der Kater-Teufel ausgetrieben. Blond ziehen auf der Hauptbühne alle Register: Sie verlosen (eventuell imaginäre) TVs und Autos, ... ... covern Katy Perry und Robbie Williams und bauen sogar Kostümwechsel in ihre Show ein. Hottestes Fashion-Piece auf Platz: Dieser Hauch von nichts am Leib von Multi-Instrumentalist Jonathan. Jep, da schaut ihr. Darum gibts ihn hier gleich nochmals. Liebe Lauryn Hill. Was zur Hölle war das denn gestern Abend? Der Gig der ehemaligen Fugees-Sängerin geht wohl als einer der miesesten Gurten-Momente in die Geschichte ein. Zuerst kam Madame eine Viertelstunde zu spät, was sie mit einem Warm-up mit Musik ab Band kaschierte, ... ... dann spielte sie eine völlig seelenlose und absolut unterirdisch abgemischte Show. Hier kümmert sich ein Roadie um eines der zahlreichen technischen Probleme. Die Theorie unseres Fotografen Oski: «Das war gar nicht Lauryn Hill, sondern ein Roboter.» Das Taschentuch brauchte «Lauryn Hill», um Öl, das ihr ab und zu aus den Motoren leckt, abzuwischen. Die inoffiziellen Headliner des Gurtenfestivals: Patent Ochsner. Bereits eine Stunde vor der Show warteten die ersten Fans auf ... ... das Berner Original Büne Huber. Zum Start waren wir als Nicht-Berner noch skeptisch, ... ... spätestens als zehntausende «W. Nuss vo Bümpliz» mitsangen, bekamen aber auch wir Gänsehaut. Vor der Mainstage gab es zwischen 20 und 22 Uhr kein Durchkommen mehr. Von Patent Ochsner können all die jungen Schnuufer im Line-up noch etwas lernen. Weil er einfach eine Legende ist, hier noch ein Foto von Büne. Etwas jüngere Zielgruppe: Action Bronson. Schwierig, direkt nach Patent Ochsner aufzutreten aber es war immerhin auf der kleineren Zeltbühne. In einer Welt, die von Trap dominiert wird, klingt der bärtige US-Amerikaner erfrischend anders. Randbemerkung: Über die Hälfte des Gurten-Line-ups sind Schweizer Bands. So auch Yokko, hier auf der Waldbühne zu sehen, und ... ... das Zürcher Duo Steiner & Madlaina. Sie stehen am Anfang ihrer Karriere, ... ... hätten aber durchaus das Potenzial, ... ... eines Tages auf der Mainstage zu landen. Die Sonne brätscht auf den Gurten runter. Da tut etwas Abkühlung ab und zu gut. Bilderbuch machten den Güsche aber nur noch heisser. Nicht zuletzt dank dem neuen Bart von Sänger Maurice. Und der Frisur von Gitarrist Mitzi. Die Österreicher waren wie immer grosses Kino. Aber Schimun hängt natürlich wieder nur am Handy rum. Hauptsache ihr trinkt genug Wasser. Dude, dein Humpen ist längst leer. Sie muss auch bald nachfüllen. Nun zu den Fotos, auf denen sich Menschen an den Kopf fassen. Voilà. «Keine Ahnung, warum die das tun.» Nura holte den Gurten aus dem Schönheitsschlaf. «Seid ihr noch müde oder schon so bekifft?», fragte die Rapperin. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus beidem. Wie bereits am Openair Frauenfeld holte sie ihren grössten Fan mit dem grössten Joint auf die Bühne. Ausserdem hatte sie eine sogenannten LITfasssäule dabei, ... ... um die Lit-ness im Publikum zu steuern. Es liegt offenbar gerade im Trend, Bierbecher auf dem Kopf zu transportieren. Mit einer grösseren Bestellung wird das allerdings schwierig. Eins, zwei, drei, vier, FÜNF Bier auf einmal. Respect! Hier seht ihr unser Ticker-Team, einmal von vorne und einmal von hinten. Irgendwie wirkt sie rechts im Bild schon etwas instabil auf den Beinen. Ist das Tash Sultana, die sich über Nacht rasch die Haare blond gefärbt hat? Der Platz vor der Bühne wirkt gerade, als hätte Woodstock gar nie aufgehört. Ah yes, der Kater kickt rein. Wer es im von der Sonne aufgeheizten Zelt nicht mehr aushält, pennt auf dem Festivalgelände weiter. Oder kontert. Immer eine gute Idee. Bödelen nicht vergessen. Oder Katzenohren aufsetzen. Vielleicht ist ja Lachen auch eine gute Katermedizin, aber wir sind halt keine Ärzte. Er fängt Gurten-Luft ein und verkauft sie nach dem Festival im Netz. Haltet die Augen danach auf Tutti.ch und so offen. Erster Liveact am Freitag: Landro auf der Waldbühne. Und jemand im Publikum kreischt schon. So muss das. Heisst das jetzt, dass sie vergeben ist? An ihren Hut? Weil sonst kann sie ihn ja auf seinem Cellphone callen, wies aussieht. In der Nacht hat jemand im Promo-Stand von 20 Minuten randaliert. Schau, wie traurig das Team ist. Schau sie dir an! Wahrscheinlich waren die Täter scharf auf unsere Festivalbags. Oder jemand hat das Moshpit verfehlt und hier rumgepogt. Marteria & Casper – ein Traum-Duo. Am Donnerstagabend präsentierten sie auf dem Gurten ihr gemeinsames Album «1982». Plus natürlich die grössten eigenen Hits. Die Kombination funktioniert einfach. Ähnlich wie Schokolade mit Ketchup. Moment, nein. Sagen wir wie Kaffee und Kuchen. Der Gurten bedankte sich mit Moshpits. Spielt Beyoncé eine Überraschungs-Show auf dem Gurten? Nein, es ist Peach Weber! Ah, moment, nein, es ist Rosalía. Die Spanierin hätte aber das Potenzial, ein genauso grosser Popstar zu werden wie Peach Weber. Oder sogar Beyoncé. Vor allem in Sachen Choreographie lieferte Rosalía eine der stärksten Performances des Festivals. Dieser Typ prostet gerade ... ... Tash Sultana zu. Sie beherrscht wahrscheinlich mehr Instrumente als alle Menschen im Publikum zusammen. Teilweise zogen sich die Soli etwas gar lang, ... ... das Publikum war offensichtlich aber geflasht. Sogar die Gummitiere drehten wegen der Australierin durch. Der Gurtenhumpen steht höher als der Plastikbecher. Die Getränkebehälter-Hierarchie ist intakt. Warum trägt er die kaputte Brille, wenn die auf seinem Kopf noch völlig in Ordnung ist? Wow, Dude in der Mitte, entspann dich mal! Schliesslich ist Gurtenfestival. Hier gibts nur Liebe. Der Berner Hausberg steht kopf. Unter anderem wegen der Show von Trettmann. Beim Deutschrapper war die Zeltbühne so voll wie noch nie dieses Jahr. Bis zur Frontrow zu kommen, war während Trettmann ein Ding der Unmöglichkeit. Draussen versuchte derweil jemand, den Rekord im Harassstapeln zu brechen. Zu jung, um Bier zu trinken, aber nicht, um zu stapeln. Ihr wollen wir mit diesem BH lieber nicht im Moshpit begegnen. Da setzen wir uns lieber draussen auf die Wiese. Auch bei Marius Bear war die Crowd easy dicht. Platztechnisch meinen wir jetzt. Der Appenzeller erobert diesen Sommer die Festivallandschaft der Schweiz. Dass er auf der Waldbühne spielte, passt zu Marius Bears urchigem Stil. Die Lauchs, die wir bereits letztes Jahr ständig im Gurten-Publikum gesichtet haben, sind back. Sie gehören mittlerweile genauso auf den Güsche wie die berühmten Humpen. Apropos Bier: Wir haben herausgefunden, dass drei das absolute Maximum an Bechern ist, die man gleichzeitig tragen kann. Hier hat entweder unser Fotograf etwas zu fest an den Farben rumgespielt oder ihr Getränk ist verhext. Am frühen Abend eroberte mit Faber ein Zürcher den Berner Hausberg. Der Singer-Songwriter riskierte etwas: Gut die Hälfte des Sets bestand aus unveröffentlichten Songs. Darin setzte er ein klares politisches Statement mit Zeilen wie: «Besorgter Bürger? Ich besorgs dir auch gleich!» Wir haben nebenbei die (nicht allzu vielversprechende) Verschwörungstheorie entwickelt, dass Julian Polina, a.k.a. Faber, ein Toupée trägt. Etwas härter ging es auf der Waldbühne bei Velvet Two Stripes zur Sache. Das St. Galler Trio spielte die bisher wohl lauteste Show auf der Waldbühne. So bizli Bluesrock macht sich gut im Line-up. Aber zurück zu den Besuchern. Während Festivals sind wir doch alle ständig ein bisschen verliebt. Sie hier hecken gerade einen Plan aus, um schwer bewaffnet den Backstage-Bereich zu stürmen. Man kann sich hier schliesslich wunderbar in Szene setzen. Oh, die zwei links gehören übrigens zu unserem Video-Team. Ich habe viele Fragen zu diesem Bild. Die wichtigste: Warum hält sie ein leeres Cornet in der Hand? Das macht uns bizli traurig. Der Donschtig ist ja bekannt als der kleine Fritig. Darum: #mood Andere tragen den berühmten Gurte-Humpe um den Hals. Dieser Gott unter Festivalgängern hingegen hat stets ein Shotgläsli griffbereit. Teach us! Bonuspunkte für den wunderhübschen Sonnenschutz. Schatten ist eh begehrt (und wichtig!) bei diesen fast schon tropischen Temperaturen. Viel trinken auch. Egal, was, oder? Looking for fucks to give. Da vorne links hats eventuell welche. Wenn du deiner BFF einen Joke erzählst ... ... und wenn sie ihn dann auch noch gut findet. Shirts so grün wie die Gurten-Wiese, weils noch nicht geschifft hat (und bis Festivalende eventuell auch nicht wird). Eigentlich sind das Tarnfarben. Entsprechend sehen wir hier eigentlich auch nur schwarze Hosen rumlaufen und Arme samt Köpfen bambelen. Wie die Dreiergruppe vorhin scheint sich auch dieses Duo outfittechnisch abgesprochen zu haben, bevor es auf den Gurten ging. Boxer Braids sind nicht exklusiv fürs Openair Frauenfeld reserviert. Voilà, Beweisstück A. Iris Gold aus Dänemark ist der erste Hauptbühnen-Act am Donnerstag und what the funk, sie ist gleich mit dem ganzen Soul Train eingefahren. Die Dänin strahlt so viel Sonne aus, dass die Blumen auf der Bühne zu blühen beginnen. Weil das waren zu Beginn der Show nur Sonnenblumenkerne, schwöre. Die Donschtigs-Waldbühne (Reminder: Da treten ausschliesslich Schweizer Acts auf) wird derweil von Gina Été und dem kleinsten Band-Transparent der Welt eingeläutet. Bei der in Zürich lebenden Musikerin geht die Text-Bild-Schere weit auf: Die Lyrics sind gerne traurig, Ginas Lachen aber umso ansteckender. Er hat sich schon damit angesteckt. Sie ebenfalls. Vielleicht grinsen sie aber auch, weil sie Seifenblasen haben. Wo bekommt man die? Sachdienliche Hinweise bitte an people@20minuten.ch, danke. «Füürio!» auf dem Gurten. Twenty One Pilots zeuselten auf der Main Stage. Auch die Outfits wirkten, als wären hier Hooligans am Werk. Die Sturmmasken legte das US-Duo erst ab, ... ... nachdem die Fotografen den Graben verlassen mussten. Vom Publikum kam nur Liebe zurück. Und Wasser. Ja, in dieser Flasche befindet sich definitiv nur Wasser. Das Bier geniesst der geneigte Gurten-Besucher aus dem traditionsreichen Humpen. Mitten unter der Woche aber das Festival auf dem Berner Hausberg ist schon jetzt proppenvoll. Gurten, Baby! Zuerst aber noch rasch schön machen. Schliesslich gilt es, Menschen wie Henning May von AnnenMayKantereit zu beeindrucken. Hier formt der Sänger mit seinen Händen eine Kartoffel fürs Publikum. Und hier muss er wegen einem der fantastischen Wortspiele in unserem Live-Ticker lachen. AnnenMayKantereit, von uns auch liebevoll «PannenNeinAbverheit» genannt, gehörten zu den ersten Highlights. Nicht für uns. Aber für andere. Das Publikum auf dem Güsche hat sie jedenfalls gefeiert. Ich meine... ICH MEINE... Sie denkt gerade über Henning Mays deepe Texte nach. «Bringst du mir auch ein Bier mit?» Wie lange sie wohl warten musste, um in der ersten Reihe zu stehen? Hier hat unser Fotograf Oski mal wieder eine unschuldige Besucherin zu einem Shooting genötigt. Sie kümmert sich selber um schöne Fotos. Manche nehmen extra den Heli, um einen vernünftigen Blick auf die Bühne zu erhaschen. Bizli weit weg, aber der Blick ist tatsächlich easy. Hinten hats grad noch ein bisschen Platz. Zur Orientierung: Gaaanz oben rechts ist die Zeltbühne, das Zelt davor ist der Soundgarden, rechts knapp abgeschnitten steht die Waldbühne, ganz links in der Mitte ist die Hauptbühne und die kleinen wuseligen Punkte seid ihr schönen Menschlein. Auch auf den Camping-(okay: Zelt-)Platz bietet so ein Heli-Rundflug eine prima Aussicht. Vielleicht hat der Helikopter auch Anna Rossinelli auf den Berner Hausberg gebracht. Die Waldbühne war selten so gut gefüllt wie während ihrer Show. Florence & The Machine, bist es du? Nein, good old Anna von nebenan. Das Gurtenfestival hat jetzt einen eigenen Schlepplift. Der Weg zwischen Zeltplatz und Festivalgelände ist etwas steil und bei schlammigen Verhältnissen schwer zu bewältigen. Es mag lächerlich aussehen aber die Unterstützung durch den Lift macht den Aufstieg tatsächlich etwas einfacher. Heikel wird es höchstens, falls irgendwann Schlamm liegt, jemand ausrutscht und die ganze Polonaise mit sich runterzieht. Alternativ kannst du auch Kollegen bestechen, damit sie dich den Hügel hochtragen. Wir sind uns nicht sicher, ob sie ein Selfie macht oder den blauen Himmel fotografiert. Die Sonne strahlt jedenfalls mindestens so fest wie sie hier. Tut uns leid, dass du deinen Finger verloren hast, bro. Sie streckt unserem Fotografen Oski die Zunge raus, was wir immer unterstützen. Wer es dank Schlepplift vom Zelt vor die Bühne geschafft hat, sah dort am Nachmittag Coely. Bereits zur ersten Show war die Hauptbühne ziemlich gut gefüllt. Traditionellerweise treten auf der Waldbühne nur Schweizer Acts auf. Dieses Jahr wurde sie von Thirty-Thr33 eröffnet. Wir haben auf dem Zeltplatz nach dem wichtigsten Gadget der Gurten-Besucher gefragt. Rea (19) aus Luzern ist froh, hat sie Kondome dabei: «Ist doch offensichtlich, warum ich das brauche: Better safe than sorry!» Auf dem Gurten sind Pavillons verboten, deshalb hat Sherin (20) aus Vilters ein Tuch gespannt. «Es ist mir hier oben viel zu heiss. Mit diesem Tuch gehts aber», sagt sie. «Ich darf es auch aufgespannt lassen, habe die Security gefragt.» Claudette (oben), Samantha (mitte) und Melissa (unten) brauchen vor allem ihren Alkohol-Fix. Zweimal Wein, einmal Gin-Cola. «Tetra Paks sind umweltfreundlicher und günstiger», finden sie. Sandro (29) aus Fischingen kann nicht ohne seine Kühlbox. «Der Appenzeller-Schnaps im Flachmann muss kalt bleiben», findet er. Völlig korrekt, finden wir. Pünktlich um 14 Uhr öffnete das Gurtenfestival seine Tore. Bereits stunden zuvor versammelten sich die ersten Fans. Einige setzten sich sogleich vor die Hauptbühne. Wir behaupten mal vorsichtig, es handelt sich um AnnenMayKantereit-Fans. Momentan sehen die Besucher noch fit aus. Spätestens am Samstag werden die Augenringe wahrscheinlich etwas dunkler sein. Allzu heiss ist es nicht, jedenfalls im Vergleich zum OASG, trotzdem tut bizli Abkühlung ab und zu gut. Das Gurtenfestival steigt vom 17. bis am 20. Juli auf dem Berner Hausberg. Hier sind einige Bilder vom Aufbau. Bis zum Start gab es – natürlich – einiges zu tun. «Es war die letzten Tage sehr heiss, was eine grosse Herausforderung für unsere Leute war», so Simon Haldemann, Mediensprecher des Gurtenfestival. «Die Gerüststangen werden bei diesen Temperaturen bis zu 60 Grad heiss», erzählt Haldemann weiter. Dies habe es schwierig gemacht, das gewohnte Tempo beizubehalten. So sieht das Gelände 2019 aus. Respektive der Plan der Geländes, die Wiese ist schliesslich eher grün als blau und türkisfarben. Neben internationalen Acts wie Twenty One Pilots, Action Bronson und Rin setzten die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder auf lokale Grössen wie Patent Ochsner oder Lo & Leduc.

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(shy/nei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marlins93 am 18.07.2019 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Reitschule??

    Ohne Reitschule wäre es schöner und günstiger, ohne Chaoten.

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  • Roger am 17.07.2019 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Besucher

    Herrlich normale Leute im Vergleich zum Volk am Openair Frauenfeld.

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  • Fredu, Urbärner am 17.07.2019 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wortwahl

    Seit wann hat der Gurten einen Gipfel? Ich war schon oft oben, kenne die Bergstation, das Hotel, das Westsignal, das Ostsignal. Aber wo ist der Gipfel? Und braucht's eine Kletterausrüstung?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Randy Randale am 21.07.2019 00:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gurtenfestival 2019

    Für mich persönlich braucht es pro Festivaltag 3 bis 4 Bands, die mir gefallen und nicht 3 bis 4 Songs! Bitte das nächste Gurtenfestival 2020 wieder von Donnerstag bis Sonntag, geht doch auch bei anderen Festivals... ;-)

  • äsä am 20.07.2019 23:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    Hoffentlich hat das nicht die Funicello mitbekommen, sonst schreibt sie morgen in den Medien dass es am Gurtenfestival Secistisch zu und her gehe.

  • Xpert am 20.07.2019 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Lo & Leduc Headliner sind

    dann stimmt definitiv was nicht! Headliner sind in der Regel grosse Namen, international notabene. Lo&Leduc als seichte Nachmittags-Unterhaltung ja, aber nicht als Headliner!

    • Don Logan am 20.07.2019 23:43 Report Diesen Beitrag melden

      @Xpert

      Tja, und das gilt auch bei "moon and star" in Locarno. Headliner sind schon lange in Vergangenheit geraten.

    • Samira am 21.07.2019 09:23 Report Diesen Beitrag melden

      Soooo toll

      Aber Lo&Leduc sind doch soooo toll. Genau wie Nemo, Dodo, Dabu Fantastic und Co. Sonst würden sie von SRF3 doch nicht so gepusht, oder? Ironie off.

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  • Gritty am 20.07.2019 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur schlecht

    079 das unnötigste Lied der Schweizer Musikszene und ihr zwei seid die unnötigsten Journis die die Welt jemals gesehen hat...

    • Schweizer am 20.07.2019 23:31 Report Diesen Beitrag melden

      Bleib zu Haus..

      Darum hockt z'Gritty auch zu Hause und hat auf dem Gurten nicht's zu suchen! Gell? Hihihi..

    • John Coltrane am 21.07.2019 00:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Schweizer

      Und du sitzt wegen deinem vorzüglichen Musik"geschmack" am Gurten und spielst ein bisschen am Handy herum und kommentierst hier?

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  • Eigengoal am 20.07.2019 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    Zu viele Leute auf dem Gurten?

    Kann gar nicht sein. Dichtestress gibt es in der Schweiz nicht. Oder?

    • Eigengoal bezüglich Intelligenz, ja am 20.07.2019 21:21 Report Diesen Beitrag melden

      Geniale Logik

      Fragen sie doch einen Inder, Asiaten, usw. Die würden laut, laut lachen, ob ihrer Definition von "Dichtestress". Es zeugt zudem auch von grösster Genialität, wenn man die Enge eines Festivals als "Dichtestress" betiteln muss. Zum Schluss kan ich nur noch raten, möglichst gar keine Zuwanderung mehr zuzulassen, das ist es schliesslich, worauf sie mit ihrem Kommentar hinaufwollen. Unzählige wichtige Jobs bleiben dann halt unbesetzt, Wohlstand wollen Bünzlis wie Sie schliesslich keinen :). Und die AHV, etc. brauchen sie auch nicht ausbezahlt.

    • Eigengoal am 20.07.2019 21:27 Report Diesen Beitrag melden

      @EbI,j: Und andere "Argumente" haben

      Sie keine? Als das ewig gleiche Geleier. Will man vorwärtskommen, orientiert man sich eben gerade NICHT an den schlechten Beispielen!

    • Lachflash am 21.07.2019 00:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Eigengoal

      Niemand sagt, dass man sich daran orientieren soll. Der Vergleich stellt die Dinge einfach in eine gewisse realistische Relation. Wie schon vor mir gesagt, du nimmst ein Festival als Beispiel für Dichtestress und sprichst hier wahrhaftig noch von "Argumenten"? Mir wäre das ja peinlich... Witzig ists jedoch allemal.

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