Liveticker vom Openair St. Gallen

30. Juni 2019 20:52; Akt: 30.06.2019 20:52 Print

Es gibt also doch noch Schlamm

Der letzte Tag am OASG. Auch heute fühlt sich das Sittertobel an wie eine Wüste. Wir sind, Pardon: waren live mit dabei.

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Der Moment, in dem du feststellst, dass das OASG 2019 schon bald wieder Geschichte ist. Und hier der Moment, in dem du feststellst, ... ... dass du gerade The 1975 live siehst. Die momentan wohl grösste britische Band spielte die zweitletzte Show auf der Sitterbühne. Darauf will man natürlich gut vorbereitet sein, deshalb brachte Sänger Matt Healy sein Handtäschli auf die Bühne mit. Ungefähr so sahen auch wir während des Auftritts aus. Der Bilderrahmen im Hintergrund war eigentlich für The 1975 gedacht, macht sich aber auch auf Besucher-Fotos ganz gut. Nicht alle Gäste hatten so viel Durchhaltevermögen. Bereits am Sonntagmorgen verabschiedeten sich die ersten vom Sittertobel. SCHWÄCHLINGE! Das Schöne am OASG-Sonntag: Die Pavillons werden vom Zeltplatz vor die Bühne verschoben. Dort sieht es derweil so aus. NICHT cool, Freunde. Apropos liegenbleiben... Immerhin die Kühltruhe hätte man doch wieder mitnehmen können. Schau, sogar sie ist hässig, wegen dem Abfall, der liegen bleibt. Aber keine Sorge, das Gelände wird nächste Woche wieder piccobello aufgeräumt. Weiss jemand, was dieses Handzeichen bedeutet? Ist das eines dieser coolen Gang-Signs? Dendemann spielte gleichzeitig wie The 1975, deshalb waren wir leider verhindert. Wir gehen aber davon aus, dass er solide abgeliefert hat. Nur sie hier hat es offensichtlich nödsogeil gefunden. Was für eine Show von Idles. Und was für ein Popo. Idles haben am Sonntagmittag mal eben die Zeltbühne abgefackelt und es hat sich noch nie so gut angefühlt wie bei ihnen, wenn's wo brennt. Schon beim ersten Song badete der Gitarrist in der Menge. So gehört sich das für eine Punkband, gell, Die Ärzte, Entsprechend entzückt waren die Leute. Und erhitzt. Abkühlung ist am letzten Festivaltag erneut das höchste Gut (inklusive Bier). Hilft ebenfalls gegen die Hitze: ein wohlschmeckender Ovodrink. #ad Und Wasser. Oder Wodka, wenn sie da vorher Wodka reingeschüttet hat. Auch hier: Wasser. Oder Wodka. Auch wichtig: Glace. Und damn, never forget the Sonnenschutz. Johannes Oerding führt die PxP Allstars an, wo auch Sophie Hunger zugunsten von Kindern musiziert. Die MEnge packt's mässig, die Message ist aber wichtig. Gehört zum Sonntag wie der Kater: Die Aufbruchstimmung, die sich langsam aufkommt. Aber wieso bei dieser Höllenhitze abreisen? Wartet doch, bis es Abend und etwas kühler ist. Rock'n'Mülltonne. Was transportiert sie hier ab? What's in the box? WHAT'S IN THE BOX? #OnlySevenFansWillRemember Was wir an diesem Festival definitiv zu selten gesehen haben: cute Haarreifen wie diesen. Hello Kater my old friend. Am letzten Festivaltag holt einige OASG-Besucher der verpasste Schlaf der letzten Nächte ein. Einfach cute. Einfach leer. Einfach löffeln. Einfach mal Dabu Fantastic verpennen. Aber ja nicht im Zelt, da sind's wohl gerade öppen 75 Grad. Hach. Ein Gedicht. Noch biz nach Depot containern. Wer es auf dem Campingplatz nicht mehr aushält, ... ... kühlt sich in der Sitter ab, die ... ... bei so vielen Leuten aber auch ein wenig bisiwarm sein dürfte. Es sind übrigens längst nicht alle halbtot am Pennen. Einige flexen nämlich schon für unseren Foto-Wonderboy Oski. Oder stärken sich mit Kalorien, die weniger leer als Bier sind. Oder klatschen bereits in der prallen Sonne ... ... vor der Hauptbühne. Bei ... ... Dabu Fantastic nämlich. Die Boys haben den Slot von Hecht vom letzten Jahr und die Leute lieben den Mundartpop zum Aufwachen. Und dass die Band sie während dem Gig abkühlt. Good Guy Dabu halt. Am Samstagabend spielte im Sittertobel die selbsterklärte «Beste Band der Welt». Seit 1982 stehen Die Ärzte gemeinsam auf der Bühne. Das sind ... moment ... ungefähr hundertfünfzig Jahre. Während der Show haben wir zwei Theorien entwickelt. Erstens dass Farin Urlaub und Scooter-Frontmann H.P. Baxxter ein und dieselbe Person sind und... zweitens dass sich der Die-Ärzte-Sänger das Gesicht liften lässt. Und Drummer Bela eventuell auch. Was Die Ärzte live ausmacht, ist aber definitiv nicht das Aussehen und nicht einmal zwingend die Musik ... ... sondern die herrlich absurden Ansagen. Wir erinnern uns etwa an eine Stelle, an der Drummer Bela über seine eigene Band sagte: «Kleine Penisse, grosse Gefühle!» Wurden auf der Zeltbühne gefeiert wie Headliner auf der Mainstage: Parcels aus Australien mit Wohnsitz in Berlin. Die Discoschnäuze liefern aber auch jedesmal ab als wären sie (und wir) im Studio 54. Und sie benutzen leere Pfandflaschen als Instrumente. So geht Recycling. Nachteile des ständigen Performens: Wegen des steten Blicks aufs Mikrofon ... ... stellt sich bei tourenden Musikern Schielen ein. Es mag wie ein Schnellschuss klingen, aber wir sind uns schon am frühen Samstagabend sicher, dass Brockhampton der geilste OASG-Act des Jahres 2019 sind (okay, für Ticker-Schimun geht nichts über The 1975 am Sonntag, aber zieht ihn nicht damit auf, sonst verheult er wieder sein Make-up). Die Hip-Hop-Combo brauchte nichts ausser einer Handvoll Mikrofone und Stimmbänder scharf wie die Salami auf unserer Pizza gestern Abend, um das Sittertobel zum Abhotten zu bringen. Und das, obwohl der Sechser in Europa noch eher Newcomer-Status hat. Nun, nach diesem Gig bleibt das wohl nicht lange so. Was gut ist. Und wichtig. Auf der Sternenbühne sorgte The-Cure-Nachwuchs Pale Waves für ein paar verdrückte Tränchen und viel freudiges Grinsen. Frontfrau Heather trug ihr Markenzeichen: viel, viel, viel weisses Make-up. Wie das bei diesen Temperaturen bis zum Showende auf ihrem Gesicht blieb, wird aktuell von den führenden Wissenschaftlern dieser Welt erforscht. Ebenso, wie ein Mensch die Augen so heavy verdrehen kann, ohne einen Knoten im Sehnerv zu riskieren. Nemo nutzte seinen Auftritt im Sittertobel, um mit seinem neuen Schnauz zu plöffen. Endlich muss er beim Bierkaufen seinen Ausweis nicht mehr zeigen. Der Bieler hat gestern zwei neue Songs veröffentlicht. Beide easy verschmust. Nemo scheint sehr sehr verknallt zu sein. Aber das ist beim OASG dieses Jahr anscheinend so ziemlich jeder. Die Hitze und damit einhergehende Freizügigkeit spielt da wahrscheinlich auch eine gewisse Rolle. Jedenfalls sind hier alle glücklich. SEHR glücklich. Woher haben eigentlich alle diese Eisbecher? Ich will auch. Wir sind uns nicht sicher, ob sie ihre Kollegin gerade eincremt oder ihren Bizepsmuskel auscheckt. Neulich kam die Debatte auf, ob Männer bei Festivals ihre Shirts noch ausziehen dürfen. Wir sind grundsätzlich auch keine Fans davon, bei diesen Temperaturen ist es aber völlig verständlich. Falls er das Wasser für seinen Zerstäuber aus der Sitter hat, besteht es zu 97 Prozent aus Urin. Hier ist alles noch Fun & Games aber so eine Dreiecksbeziehung kann übel enden. Moment. Was ist das für ein Bier in ihrer Hand? Kein SchüGa? Kann jemand Knöppel rufen? Manchmal bringt uns Fotograf Oskar Bilder bei denen wir uns nur denken: Was genau möchten uns die Menschen mit ihren Posen sagen? Bei anderen hingegen ist es völlig klar: Sie macht Werbung für Zigaretten. SCHON WIEDER DIESER EISBECHER! Sie hier lacht mich aus, weil ich kein Glacé habe. Ich weiss es genau. «Hey, chasch churz mis Bier hebe?» Fantastischer Hut, Bro! Liest hier eigentlich noch jemand mit oder kann ich es bleiben lassen und mir ein Bier holen? Wir fragen uns, was in der grossen PET-Flasche ist. Flüssiger Bernstein? Mit dieser herzlichen Umarmung schliessen wir den aktuellen Picdump. Alle Captions, die nun folgen, wurden mit viel mehr Liebe geschrieben. Versprochen. Wir könnten euch nun zum hundertsten Mal erzählen, dass es heiss ist im Sittertobel. Und das werden wir auch tun. Dank gottgesandten Helden wie diesem hier, lauert aber hinter jeder Ecke eine willkommene Abkühlung. Und Sonnencreme findet man zum Glück auch überall. Wir haben Schimun eine Gehaltserhöhung angeboten, wenn er ein Glas aus diesem Planschbecken trinkt. Er hat abgelehnt. Uns tat Yungblud bizli leid, weil er diesen fiesen Nachmittagsslot hat, bei dem die Sonne voll auf die Sitterbühne brätscht. Und dann führte er auch noch Turnübungen vor. Der Overall war nach der Show jedenfalls komplett durchgeschwitzt. Cute: Yungbluds Drummer hat heute Geburtstag und das halbe Sittertobel sang «Happy Birthday» für ihn. Abriss gab es aber nicht nur auf der Bühne, sondern teilweise auch schon auf dem Zeltplatz. Wer in der Dance Zone nicht mindestens einen Moonwalk hinlegt, sollte eigentlich gebüsst werden. Weil wir grosse Fans von junger Liebe sind, folgen nun ein paar Knutschföteli. Das hier zählt auch noch. Überall so viel Liebe und positive Vibes. Darum gehts doch am OASG. Superorganism brachten ihre Zimmerpflanze mit auf die Bühne. Und wahnsinnig schick gekleidete Backgroundsängerinnen, die aber ganz vorne standen und darum wohl eher Foregroundsängerinnen sind. Wenig spektakulär hinterm DJ-Pult, dank seinen Mega-Visuals und -Flammenwerfern von unten aber imposant anzuschauen: Diplo. Metronomy kamen mit Bomberjacken ans eventuell jetzt schon heisseste Schweizer Festival der Saison. Und mit Stirnband. Gebt Erkältungen keine Chance! K.I.Z. riefen zur Predigt ... ... und das Sittertobel kam. Und wer nicht kam, dem wurde nachtelefoniert und mit Bier ein Standortsignal gegeben. Wichtig bei den Temperaturen wie mitten im Erdkern: Genügend trinken! Und Glace essen! Und mit Wasserpistolen schiessen! Oder sich zumindest mit dem Plastikding in der Hand fürs 'gram ablichten lassen. Und auch genügend andere Dinge trinken! Oder die Hitze einfach wegschlafen. So lösen sich eh die meisten Probleme von selbst. Und wenn du deinen Kopf doch nicht freimachen kannst, dann gib deiner Verzweiflung wenigstens den passenden Gesichtsausdruck. Okay, zum Zeitpunkt des Beschriftens dieser Bilder, ist es 2 Uhr morgens. Uns fallen keine geistreichen Wörter mehr ein. Darum: Hier hat's Menschen drauf. Hier auch. Hier ebenfalls. Hier glaubs auch. Tatsächlich: hier auch. Ha! Menschen! Hier menschelt es ebenfalls. Und hier ist jemand, der nach der Fantasy Basel im Mai falsch abgebogen ist und nie nach Hause gefunden hat. Menschen. Küssend. ok hot Zeal & Ardor klingen grossartig und hässig, sind aber ... ... handzahm: Mastermind Manuel hat uns schon mal auf der 20-Minuten-Redaktion besucht und für sein Wasserglas brav Untersetzer verwendet. Auch am Freitag erreichten die Temperaturen im Sittertobel über 30 Grad. Dieses Plüschtier hat, gottseidank, trotzdem überlebt. Neben Schweiss wurden auch andere Körperflüssigkeiten ausgetauscht. CUTE! Das OASG steht halt immer noch für Liebe. Auch die zwei sind süss, trotzdem soll die Frage erlaubt sein: Trägt sie ihre Sonnenbrille verkehrt herum? Ein klares Highlight: Die Show von Faber. Letztes Jahr spielte der Zürcher noch auf der kleinen Sternenbühne. Dieses Jahr durfte er zu den Grossen – völlig zurecht. Das hier ist noch harmlos: Wir haben im Publikum sogar Dreier-Pyramiden gesehen. Auf diesem Foto sieht es aus, als wachse Julian Polina, alias Faber, ein Kontrabass aus dem Bauch. Anderes Thema: Welche Geschichte steckt hinter diesem Foto? Wir nehmen deine Theorien gerne in den Kommentaren entgegen. Wir haben gestern bereits eine Sprühkannen-Ventilator-Kombi gesehen. Hier die zweite. Ist halt schon praktisch. Vor Faber stand mit Yung Hurn einer der am meisten gehypten Rapper der letzten Jahre auf der Sitterbühne. Ich müsste allerdings lügen, um zu sagen, er wäre seinem Ruf gerecht geworden. Viele Besucher kamen nur wegen ihm, am Ende lieferte Yung Hurn aber höchstens eine durchschnittliche, nette Nachmittags-Show. Vielleicht entstand im Rahmen des OASG immerhin ein weiteres «Yung Hurn vs. SRF Virus»-Interview. Wir brauchen dringend eine neue Episode in dieser langanhaltenden Fehde. Okayokay, ihr wollt eh lieber Besucher sehen. Voila! «Hey, da vorne gibts Schatten!» Hat er nicht heiss unter diesem Bart? Ha! Sprühkannen-Ventilator Nummer drei! Er hier arbeitet höchstwahrscheinlich als Gärtner oder was will er mit all diesen Gadgets? «Hey, Baby. Möchtest du später K.I.Z. mit mir schauen?» Dieser Dude strahlt eine so glaubwürdige Freude aus, dass er auf Stockfotos als Lottogewinner posieren könnte. Sie hingegen sieht aus, als hätte sie genug von unseren Blödsinn-Captions, also gehen wir doch zurück zu den Musikern. Ich hätte ehrlich gesagt keine Ahnung, wer der Musiker auf diesem Bild ist, ... ... wenn unser Fotograf Super-Oski nicht die Kickdrum abgelichtet hätte. Fil Bo Riva also, aha. An JEDEM. FUCKING. OPENAIR ST. GALLEN. sehen wir diesen Raben. Wer auch immer das Teil jedes Jahr hierher mitnimmt: Kannst du dich mal melden? Helft mir rasch: Steht da wirklich «Säuferin» auf ihrem Hut? Respect für deinen Vorrat, Dude. Aber trink bitte auch ab und zu ein Wasser. The Heat Is On – an Tag zwei des OASG trübt keine Wolke den Himmel überm Sittertobel und die Leute lieben es. Wichtig aber: Sich vor den tödlichen Strahlen der Sonne schützen. Jep, genau so. Oder so. Und wenn nichts anderes mehr hilft, muss eben ein Riesenbeutel voll Eis her. Auch Sonnenschirme erfüllen den Zweck. Aber ... ... lasst die Dinger doch bei eurem Zelt – vor der Bühne versperrt ihr damit nur allen die Sicht und erntet «FIGG DIN SUNNESCHIRM, DU WICHSER!»-Rufe. Apropos «Wichser»: Der erste Act auf der Sitterbühne 2019 baut seine Lyrics praktisch ausschliesslich um dieses wunderbare Wort herum. Es sind Knöppel, angeführt von Oberwichser Jack Stoiker (rechts). Und dank ihnen wird sich das ganze Openair für den Rest des Tages mit «du Wichser» beschimpfen. Danke, Knöppel. <3 Angesagt wurden Knöppel btw wie immer von Andi Rohrer, Ostschweizer Original und SRF-Haudegen, der auf diesem Foto aussieht, als würde er gleich ein Mixtape heisser als die Sonne über St. Gallen droppen. Wenn er nicht gerade am Openair St. Gallen ist, winkt er auf Flugzeugträgern mit seiner Fahne Kampfjets zu ihrem Landeplatz. #Festivalstimmung Wenn unser Fotograf Oskar mal keinen Bock mehr darauf hat, tagelang mit uns durch den Openair-Staub zu kriechen, könnte er als Influencer-Hoffotograf richtig Stutz machen. Richtig. Stutz. Rin war der klare Sieger der ersten Nacht am Openair St. Gallen. Selbst wenn sich Rap im Sittertobel immer noch bizli wie ein Fremdkörper anfühlt, ging die Sternenbühne steil. Im Publikum entstanden Moshpits, in denen man sich locker zwei, drei Knochen brechen konnte. Randbemerkung: Warum genau tragen Trap-Fans immer so alberne Hüte? Andererseits: Sein Hut ist auch nicht viel besser. Wie auch immer: Rapper sind die neuen Punks und wenn du etwas anderes behauptest, warst du noch nie bei einer Rin-Show. Uns haben aber Ikan Hyu mindestens genauso geflasht. Das Duo aus der Schweiz lieferte die wahrscheinlich beste Show, die die Newcomer-Bühne Startrampe je gesehen hat. Ausserdem werden wir Hannah von Ikan Hyu im Laufe des Festivals noch ihre Sonnenbrille klauen. Weil wir genau wissen, dass du nicht unbedingt wegen der Konzerte in dieser Diashow bist: Hier ein paar Fotos von normalsterblichen Menschen. Das muss reichen. Als allererster Act trat am OASG Skiba Shapiro auf. Sie hätte zwei Tänzerinnen dabei und ... ... ein Plastiksäckli, für das Detailhändler nicht nur zehn Rappen, sondern einen Fünfliber verlangen würden. Süss: Für die Ansage stellten sich die beiden Moderatoren mitten aufs Gelände und lockten die Besucher höchstpersönlich vor die Bühne. Danach gab es bei Leoniden die ersten milden Moshpits. Wir stellten bereits letztes Jahr fest, dass uns Sänger Jakob an Wario erinnert. Ich meine: Stell dir zu diesem Foto mal die Wario-Lache vor. Ausserdem: Hast du die beiden je im gleichen Raum gesehen? Eben! Damit die wartenden Gäste keinen grausamen Hitzetod sterben öffnete das Openair St. Gallen am Donnerstag seine Tore schon zwei Stunden früher als geplant. Während der vier Tage im Sittertobel wird das Thermometer kaum unter die 30-Grad-Marke fallen. Die Besucher haben deshalb Strategien entwickelt, um der Hitze zu trotzden. Ein Klassiker: Der Fächer. «Ohne ihn wäre ich beim Anstehen vor der Türöffnung sehr wahrscheinlich gestorben», sagt Sonja über ihren treuen Begleiter. Dieser Dude kommt aus dem Jahr 3019. Er trägt einen Wasserspray-Ventilator mit sich rum. «Kostet nur einen Fünfliber», sagt er. Die Inflation in den nächsten tausend Jahren muss also easy heftig sein. Simpel aber überlebenswichtig für Träger von langen Haaren: Das Haargummi. «So wird's um den Nacken herum gleich kühler», sagt Julia. «Ausserdem kann man seine Haare auf verschiedenste Art und Weise stylen.» Auch immer hilfreich: Abkühlen in der Sitter. Am Flussufer findet man auch ein lauschiges Plätzchen, um den vom Schweiss ruinierten Look neu herzurichten. Wir stellen uns die Gedanken dieses Typen vor: «Weiter oben pinkeln Menschen in diesen Fluss aber mir ist das egal!» Er wird später nach Perlen tauchen. Ob das wirklich Bier in diesen PET-Flaschen ist? Niemand weiss es. Für diese Fotos hat sich unser Fotograf Oskar mitsamt seinen Schuhen in die Sitter gestellt. Das, liebe Freunde, ist Commitment! Wasserpistolen gehören zu jedem anständigen Festival. Dieses Exemplar mögen wir besonders, weil es so schön phallisch aussieht. Diese Gruppe hat offenbar ihr Sonnenschirm-Budget reduziert und teilt sich nun zu sechst einen. Sie müssen sich immerhin nur zu zweit unter einen Schirm quetschen. Bier ist schön und gut. Nein, es ist wundervoll. Trotzdem: Trinkt bitte genügend Wasser! Er so: «OPENAAAAAAIIIIR!»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dave am 27.06.2019 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlt eine Antwortmöglichkeit

    Ich boykottiere das unbeschreiblich schlechte Programm der letzten Jahre und besonders dieses.

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  • Kevin Meier am 27.06.2019 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Live-Ticker ist unnnötig

    Alle Jahre wieder: Zwei Redaktoren, welche das OpenAir St. Gallen nicht kennen, schreiben einen unnötigen Live-Ticker. Schlimm, wann hört das auf?

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  • AndiG1 am 27.06.2019 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Müsst ihr wirklich bereits jetzt...

    ...von Alk labern? Komasaufen als lässig darstellen? Leider scheint dieses Festival nur im Vollrausch erträglich zu sein, wenn man Eure Studs-Kommentare so liest...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spassbremsenbremser am 01.07.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Liveticker

    Absolut unterhaltsamer liveticker, freue mich schon auf den nchsten, enjoy!!!!

  • Sunflower am 30.06.2019 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Flöru

    Oh mann. Zeugt von Respekt, das ganze "Flöru Flöru". Man sieht, ihre Musik ist nicht euer Geschmack, oder? Aber bitte seid doch so erwachsen und kommentiert es einfach nicht!

  • Didi Weidmann am 30.06.2019 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Güsel zurücklassen!

    Achtung: Jeder, der am Schluss auf dem Festivalgelände seinen Güsel zurücklässt verliert hiermit jegliche Legitimation zur zukünftigen Teilnahme an irgendeiner Klimademo! Plastikmüll trägt ebenso sehr zur Zerstörung unserer Biosphäre bei wie Treibhausgase und Pestizide! Wer am Freitag an die Klimademo geht und dann am Wochenende ein Festivalgelände vermüllt, der ist jedenfalls kein Klimakämpfer, sondern ein hypokriter Heuchler!

    • Noldor am 30.06.2019 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      Klimafestival

      Das sind ja vielleicht nicht dieselben Leute die ein Festival besuchen und an irgendeiner Klimademo teilnehmen.

    • Wasser Säule am 30.06.2019 19:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Didi Weidmann

      Du hinterlässt auch unnützen Müll, zwar in elektronischer Form aber eigentlich ebenfalls unnötig.

    • Art. am 30.06.2019 20:08 Report Diesen Beitrag melden

      Wissenweitergabe

      Sie haben Recht, was die Folgen von Umweltverschmutzung betrifft. Der Planet (und damit auch jeder Mensch) hat mehr davon, wenn das Gewissen von einem Menschen geweckt werden kann. Dies kann nur mit einer geöffneter Tür zum etwas wiedergutzumachen, geschehen.

    • P. am 30.06.2019 20:37 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      Richtig, nicht jeder Jugendlicher ist Klimademonstrant. Hier wird offt gleich alle in einen Topf geworfen.

    • O. Penär am 30.06.2019 23:43 Report Diesen Beitrag melden

      Güsel bleibt da

      Also ich lasse immer alles dort. Zahle ja Sackgebühr in meiner Gemeinde. Die Güselcrews müssen ja auch etwas zu tun haben!

    • Thom am 01.07.2019 10:44 Report Diesen Beitrag melden

      What?

      Also, wer an eine Klimademo geht, darf sonst nur zu Hause sein....

    einklappen einklappen
  • Rollo am 30.06.2019 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Fäkalienfestival

    Und somit wäre auch das stinkenste Festival der Schweiz zuende, so eine Oase der strengen Gerüche findet man sonst kaum irgendwo. Passt St.Güllen

  • Elias am 30.06.2019 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Sittertobel so sauber

    Wie freue ich mich auf die Tage nach dem Openair !! Das Sittertobel ist so sauber wie nie zuvor. Alle die am Freitag für das Klima auf die Strasse gegangen sind, werden jetzt allen die vergessen ihre Zelte, Luftmatratze, Liegestühle, leere Bierflaschen, leere PET Flaschen, Pappbecher, Müll usw. mitnehmen die Leviten lesen. Schliesslich gehört auch zum demonstrieren Verantwortung und Zivilcourage.