Blue Balls Abschluss

27. Juli 2014 15:33; Akt: 27.07.2014 15:33 Print

Neun Tage im Zeichen der Musik

von Neil Werndli - Mit der Session der Söhne Mannheims fand das Blue Balls seinen Abschluss. 20 Minuten blickt zurück auf ein Festival, das sich kaum mit einem anderen vergleichen lässt.

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Am Luzerner Seebecken herrschte in den vergangenen neun Tagen Ausnahmezustand: Für das Festival mit internationaler Ausstrahlung versammelte sich vor allem die gehobene Gesellschaft im KKL.

Am Samstagabend setzten die Söhne Mannheims mit einer dreistündigen Session voller Gastauftritten einen imposanten Schlusspunkt. 20 Minuten hat das aussergewöhnliche Festival auf sich wirken lassen.

Die Musik
An den Acts des Blue Balls gibt es wenig auszusetzen. Einerseits präsentiert das Festival jedes Jahr internationale Grössen, andererseits schrecken die Veranstalter aber auch nicht davor zurück, mit jungen, aufstrebenden Bands zu überraschen. Zu den hochkarätigen Headlinern zählten dieses Jahr James Blunt (nebenbei: Der Mann ist unglaublich witzig), Rita Ora, und Ed Sheeran. Alternative Akzente setzten Newcomer wie Sleaford Mods, Oy und Valerie June.

Die musikalischen Highlights finden Sie in der Bildstrecke.

Die Beilagen
Nebst der Musik veranstaltet das Blue Balls jeweils ein Rahmenprogramm mit Foto-Expos oder etwa dem (grossartigen) Kinofilm der Band The National, der jeden Abend im Auditorium gezeigt wurde. In der täglichen Live-Talkshow «Meet The Artist» erhielt man zudem einen etwas anderen Einblick in das Schaffen der Headliner.


Blue-Balls-Face Nina Nesbitt und Rotschopf Ed Sheeran bei der Live-Talkshow mit Moderator Hannes Hug.

Die Menschen
Wer sich vorzugsweise an Outdoor-Festivals wie dem Open Air St. Gallen oder dem Gurten aufhält, wird beim Blue Balls kaum glücklich. Vor allem auf der Plaza vor dem KKL erinnert die Atmosphäre eher an einen Geschäftsanlass mit Anzugträgern und Cüpli-Trinker. Dekadent gefeiert wird hier nicht, am Blue Balls geht es gediegen zu und her.

Die Preise
Der Bierpreis scheint bei Festivals immer besonders wichtig: Sechs Franken (draussen: zwei Franken Depot) kostet der Becher Gerstensaft beim Blue Balls, was normal ist. Die Ticketpreise für die Konzerte variieren zwischen 50 und 175 Franken – für die hochkarätigen Acts ist auch das noch human. Für Diskussionen sorgte wie jedes Jahr die Bitte der Veranstalter, einen Festival-Pin zu kaufen, wenn man sich um das Seebecken aufhält und somit vom Rahmenprogramm profitiert. Dies wäre in Ordnung, da der Kauf letzten Endes freiwillig ist – allerdings gehen die Verkäufer teilweise sehr aufdringlich vor.

Die Location
Von der Terasse des KKL bot sich in der Nacht eine bildschöne Aussicht über Luzern und das Blue Balls. Bei gutem Wetter kam dann durchaus Open-Air-Feeling auf, wenn man am See sass und im Hintergrund Bands spielten. Bei Gigs im KKL fiel vor allem der gestuhlte Konzertsaal mit seiner unglaublichen Akustik auf. «Wenn man auf dem Parkett eine Nadel fallen lässt, hört man das bis zum obersten Balkon», schwärmt Festival-Director Urs Leierer.


Der Festival-Director führt 20 Minuten durch das KKL – inklusive dem Backstage von Rita Ora. (Video: Brigitte Büchel)

Waren Sie auch vor Ort? Berichten Sie uns im Talkback von Ihren Erlebnissen beim Blue Balls.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex Servant am 29.07.2014 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    175.-

    Sind für Konzerte im KKL human und gerechtfertigt, aber nicht im Luzerner Saal, sorry. Cüpli-Gesellschaft eben.

  • terza am 28.07.2014 00:45 Report Diesen Beitrag melden

    Paloma Faith

    Paloma Faith war super. Starke Stimme, die auch ihre 2 Background Sängerinnen übersang(schrie). Und dann spazierte sie noch 2 mal mit ihren hohen gelben Schtöggis durchs Publikum, selbst dabei sang sie. Fotogen ist sie auch , witzig, amüsant und sie klärte kichernd das Publikum nebenbei noch auf, was Blue Balls eigentlich für eine Bedeutung hat in England.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex Servant am 29.07.2014 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    175.-

    Sind für Konzerte im KKL human und gerechtfertigt, aber nicht im Luzerner Saal, sorry. Cüpli-Gesellschaft eben.

  • terza am 28.07.2014 00:45 Report Diesen Beitrag melden

    Paloma Faith

    Paloma Faith war super. Starke Stimme, die auch ihre 2 Background Sängerinnen übersang(schrie). Und dann spazierte sie noch 2 mal mit ihren hohen gelben Schtöggis durchs Publikum, selbst dabei sang sie. Fotogen ist sie auch , witzig, amüsant und sie klärte kichernd das Publikum nebenbei noch auf, was Blue Balls eigentlich für eine Bedeutung hat in England.