Newcomer à gogo

07. März 2020 10:56; Akt: 07.03.2020 10:56 Print

Am Radar Festival spielen mehr Frauen als Männer

Am Samstag verwandelt sich die Zürcher Langstrasse zum dritten Mal in einen regelrechten Urban-Pop-Gitarren-Dance-Newcomer-Schmelztiegel. Wir bereiten dich darauf vor – in Zahlen.

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10
Locations

2019 warens noch neun, heuer sind bereits zehn verschiedene Venues, in denen das Radar Festival steigt. Neu dabei ist das Bagatelle direkt an der Langstrasse.

Umfrage
Wie viele Gigs gibst du dir am Radar Festival 2020?

Das Brocki neben der Amboss Rampe und die Redaktion des «RCKSTR Mag.» wären ebenfalls Schau- und Tanzplatz der dritten Ausgabe gewesen, wurden wegen der aktuellen Coronavirus-Situation aber gestrichen. Mehr zu den wenigen Änderungen aufgrund der Bestimmungen des Bundes liest du in der Infobox.

1,2
Kilometer

Laut Google Maps legst du ungefähr diese Distanz zurück, wenn du jede der zehn Locations mindestens einmal besuchst. Wobei es in der Realität vielleicht ein, zwei(hundert) Meter mehr sind, weil du all den Musik-Aficionados und zerbrochenen Flaschen auf der Langstrasse ausweichen musst.

Darum solltest du die High Heels am Samstag vielleicht im Schrank lassen. Auch, weil du dir sonst beim Pogen zu Wargasm im Gonzo wüst die Knöchel brichst.


(Bild: Screenshot Google Maps)

15
Minuten

So lange dauert das einmalige Ablaufen der Venues gemäss Google Maps. Und das bei siebeneinhalb Stunden Livemusik. Da du mehrmals zwischen den Locations hin und her hüpfen wirst, verdoppelt, ach, verdreifacht sich die Reisezeit über den ganzen Abend hinweg locker.

Du verbringst also rund zehn Prozent des Festivals auf der Strasse. Schau also, dass du stets ein Wegbier oder einen Prosecco to go zur Hand hast, ja? Stay hydrated!

38
Liveacts

Das sind fast zehn mehr als letztes Jahr. 18 davon stammen aus der Schweiz (oben in der Bildstrecke erfährst du mehr über sie). Bei 23 lärmen Frauen mit – und machen sogar den Grossteil der Besetzung aus oder stehen an der Front.

Sprich: Das Frauen-Männer-Acts-Verhältnis liegt bei 60 zu 40 Prozent – richtig nice, Radar! Auch bei den Schweizer Namen allein überwiegen die Frauen bei 10 von 18 Acts, stellen also 55,5 Prozent.


So hübsch war die 2019er Ausgabe des Radar. (Quelle: Youtube/RADAR - Festival For New Music)

5
unverpassbare Shows

Einfach, damit du vorgewarnt bist: Weil du oft zwischen den Locations wechselst, irgendjemand aus deiner Gruppe immer «nur schnell» aufs WC muss und du ständig alte und neue Freunde triffst, wirst du von diesen 38 Acts maximal sechs oder sieben tatsächlich sehen.

Schau, dass darunter mindestens einer der folgenden fünf Gigs ist, sonst wurmt es dich schon in wenigen Jahren gruusig, wenn diese Ausnahme-Acts nur noch in grossen Stadien auftreten und du sie damals im kleinen Feierkeller verpasst hast.

1. Mia Morgan

19.30 Gonzo

Blond, Drangsal und Alli Neumann kommen in eine Bar, an deren Theke Altmeisterin Nena gerade lächerlich starke Cocktails mixt. Klingt geil, haut rein.


(Quelle: Youtube/mialisamarie)

2. Jeremias

20.15 Kosmos

Magst du Parcels? Natürlich magst du Parcels, alle mögen Parcels! Deren unwiderstehlicher, die Hüften zum Tanzgasmus bringender Neo-Disco-Sound gibts jetzt auch auf Deutsch.


(Quelle: Youtube/JEREMIAS)

3. Sophie and the Giants

21.45 Kosmos

Stell dir Florence + the Machine vor. Und jetzt stell dir vor, sie würde auch mal auf den Tisch hauen, statt nur im Feenwald zu tänzeln. Voilà.


(Quelle: Youtube/Sophie and the Giants)

4. Wargasm

22.30 Gonzo

Sie ist Model und Gig-Fotografin, er gehört zum Inventar der Londoner DIY-Musikszene, beide sind herrlich abgefuckt und hauen dir mit ihren Gitarren und Drums mit voller Wucht aufs Maul – und du lächelst dabei genüsslich.


(Quelle: Youtube/WARGASM)

5. Keke

22.30 Kino Roland

Mal zerbrechlich und hässig («Paradox»), mal Bilderbuch-esk und «schampar» sinnlich («Malibu»), ist die Wienerin die Antithese zu allen Rappern, die meinen, sie müssten ihre Zeilen möglichst schnell und hart ins Publikum peitschen.


(Quelle: Youtube/KeKe)

Tickets fürs eintägige Clubfestival holst du dir drüben bei Starticket.

Und damit du dich noch mehr aufs Radar einstimmen kannst, gibts hier die offizielle Spotify-Playlist zum Songs-Auswendiglernen:

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Müsste im Titel stehen am 07.03.2020 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Männerdiskriminierung

    Da ich jetzt weiss dass das Festival Männerdiskriminiert. 0 für dieses Event.

  • Sami am 07.03.2020 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absage?

    Sollte das wegen dem Coronavirus nicht abgesagt sein?

    einklappen einklappen
  • Männerbenachteiligung = Boykott am 07.03.2020 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Anti Feminismus ist die Zukunft!

    Das Frauen-Männer-Acts-Verhältnis liegt bei 60 zu 40 Prozent richtig nice, Radar! Wieso ist Männerbenachteiligung Nice??

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sevi am 08.03.2020 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll!!!

    Cool, endlich mal was für die männlichen Zuschauer :)

  • Dok-Do95 am 08.03.2020 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal wieder Gender blabla

    Wiso macht man mit dem Fakt dass mehr Frauen als Männer an diesem Festival auftreten Werbung? Es sollte um die Musik gehen und nicht die Geschlechterverteilung. Aber hey, ich würde bei der momentanen Lage eh nicht an solche Veranstaltungen gehen.

  • Baselboy12 am 08.03.2020 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Andere musikrichtungen?

    Ist doch egal welches geschlecht mehr vertreten ist. Hauptsache gute musik. Schade schreibt ihr immer nur über pop und rap musik. Mal was über rock oder metal zu lesen wäre doch auch mal schön. Einen artikel über megawatt fänd ich mal cool. Auch eine newcomer band aus der ostschweiz. Machen klasse musik

  • Peterryan am 08.03.2020 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coronavirus

    ich behaupte mal, es ist grob fahrlässig solche Veranstaltungen durch- zuführen. Ich wäre dort nicht anzutreffen.

  • kein Capotaster am 08.03.2020 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Frauen gegen Männer

    es geht schon um Musik dabei oder?