Platz 8 bei den Wetten

14. Mai 2019 11:03; Akt: 14.05.2019 11:03 Print

Was hat Lucas Konkurrenz, was er nicht hat?

Bei den ESC-Wettquoten rutscht Luca Hänni vom dritten auf den achten Platz. Wir sagen, was seine Konkurrenten ihm möglicherweise voraushaben.

Vergangene Woche hatte Luca Hänni seine erste Probe auf der Eurovison-Song-Contest-Bühne. (Video: Instagram/Luca Hänni)
Zum Thema
Fehler gesehen?

41 Länder gehen beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv an den Start. Unter ihnen: Die Schweiz, die Luca Hänni mit dem Song «She Got Me» ins Rennen schickt. Die ersten Proben für seinen Auftritt im zweiten Halbfinale am Donnerstag hat der Berner bereits hinter sich. Doch das ESC-Abenteuer scheint für den 24-Jährigen ein Auf und Ab zu sein.

Umfrage
Welcher Top-8-Act gefällt dir am besten?

Nachdem sich Luca vergangene Woche aufgrund von Heiserkeit ein Gesangsverbot auferlegen musste, scheint nun auch die gute Platzierung bei den Wettquoten auf Eurovisionworld.com in Gefahr zu sein.

Luca legt keinen Wert auf die Quoten

Vom 8. April bis zur Ankunft in Tel Aviv am 5. Mai hatte die Schweiz bei den Buchmachern den dritten Platz inne. Danach ging es stetig bergab. Kurzfristig landete Luca Hänni sogar auf dem neunten Platz, derzeit rangiert er auf Platz acht.

Luca selbst konzentriert sich lieber auf seinen bevorstehenden Auftritt. «Ich schaue mir die Wettquoten gar nicht an», sagt er zu 20 Minuten. Ab und zu werde er auf seine Platzierung angesprochen und wisse daher auch, wo er liegt. «Aber schlussendlich kommt es auf die drei Minuten auf der Bühne an. Da will ich mein Bestes geben und darauf konzentriere ich mich.»

Warum rutschte Luca Hänni nach den ersten Proben auf der grossen ESC-Bühne ab? Und was haben ihm die sieben Wett-Konkurrenten, die vor ihm platziert sind, voraus? Die Analyse.

1. Platz: Duncan Laurence (Niederlande)

Song: «Arcade»

Das hat er Luca voraus: Die Ballade handelt vom Verlust eines geliebten Menschen, der jung gestorben ist und daher die grosse Liebe nicht mehr erleben kann. Gepaart mit Duncans verletzlicher Stimme ruft der Song unglaubliche Emotionen hervor – perfekt für den ESC.


(Quelle: Youtube / Eurovision Song Contest)

2. Platz: John Lundvik (Schweden)

Song: «Too Late for Love»

Das hat er Luca voraus:
Die Schweden wissen, was ein ESC-Sieger-Song braucht, schliesslich haben sie schon sechsmal gewonnen. Und mit dem pop-gospeligen Stück «Too Late for Love» und der minimalistischen, aber mitreissenden Bühnenshow stehen auch dieses Jahr die Chancen auf den Sieg gut. Lundvik tut mit seinem verschmitzten Kamera-Lächeln sein Übriges.


(Quelle: Youtube / Eurovision Song Contest)

3. Platz: Bilal Hassani (Frankreich)

Song: «Roi»

Das hat er Luca voraus: Der androgyne Sänger, der unter den Fans mit der ESC-Gewinnerin von 2014, Conchita Wurst, verglichen wird, gilt in Frankreich als wichtige LGBT-Persönlichkeit. Auch sein Teilnehmer-Song trägt eine starke Message: Man soll sich von niemandem verbiegen lassen. Eine Kombi, die beim ESC-Publikum gut ankommt.


(Quelle: Youtube / Eurovision Song Contest)

4. Platz: Sergey Lazarev (Russland)

Song: «Scream»

Das hat er Luca voraus: Schon die erste Probe von Sergey Lazarevz zeigt: Es wird episch. Russland versetzt die Halle in eine düstere Stimmung – inklusive Gewitterwolken und LED-Wänden. Eine Strategie, die schon bei Lordi 2006 zum Sieg geführt hat.


(Quelle: Youtube / Eurovision Song Contest)

5. Platz: Chingiz (Aserbaidschan)

Song: «Truth»

Das hat er Luca voraus: «Truth» ist ein zeitgemässer Popsong, der bei jedem Radiosender in der Schweiz laufen könnte – wie auch «She Got Me» von Luca. Auf der ESC-Bühne bringt Chingiz aber nur halb so viel Schwung zusammen. Warum Luca bei den Wettquoten also hinter ihm liegt, ist unerklärlich.


(Quelle: Youtube / Eurovision Song Contest)

6. Platz: Mahmood (Italien)

Song: «Soldi»

Das hat er Luca voraus: Mahmood bringt den idealen ESC-Mix nach Tel Aviv: Er ist jung, talentiert und sein Song ist ein tanzbarer Electropop-Titel mit tollen Rap-Elementen. Die Aussage des Tracks: Wie Geld eine Familie verändern kann. In Mahmoods Heimat ist «Soldi» inzwischen ein Megahit.


(Quelle: Youtube / Eurovision Song Contest)

7. Platz: Michela Pace (Malta)

Song: «Chameleon»

Das hat sie Luca voraus: Michela und Luca stehen sich in nichts nach. Beide sind jung, haben Casting-Show-Erfahrung und ihre ESC-Nummern sind schwungvoll und haben eine orientalische Note. Laut den Buchmachern gehen Malta und die Schweiz beide mit einer vierprozentigen Gewinnchance ins Rennen.


(Quelle: Youtube / Eurovision Song Contest)

(kao)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ciri am 14.05.2019 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbündete

    Was Luca nicht hat? Verbündete :-))) er singt für das falsche Land....

  • Zero Points am 14.05.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    was die haben

    Länder die Punkte vergeben

  • CHer am 14.05.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Es ist ganz einfach. Die anderen sind keine Schweizer. Das reicht als Argument beim ESC.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anazazi am 14.05.2019 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachtrag

    Malta könnte den 1. sommerhit liefern!

  • Anazazi am 14.05.2019 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pop

    Soldi gefällt mir sehr gut. Der franzose sollte sich auf französisch beschränken, er klingt dann viel authentischer. Das englische ruiniert den song irgendwie. Seine stimme tönt dann anders. Hat weniger tiefe. Schwer zu beschreiben. Bei einigen anderen songs fehlt mir ein highlight. Die songs sind teils gut für hintergrundgedöns. Aber leider fehlt das gewisse etwas.

  • Zero Points am 14.05.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    was die haben

    Länder die Punkte vergeben

  • CHer am 14.05.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Es ist ganz einfach. Die anderen sind keine Schweizer. Das reicht als Argument beim ESC.

  • Tano am 14.05.2019 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Klingt eifach nicht gut.