In Russland

31. Juli 2019 14:37; Akt: 31.07.2019 14:37 Print

Rammstein-Musiker küssen auf der Bühne

Schon beim Konzert in Polen setzten Rammstein ein Zeichen gegen Homophobie. Nun legen zwei ihrer Musiker in Russland nach – und knutschen direkt auf der Bühne.

Zwei Mitglieder der deutschen Band haben sich beim Konzert in Russland auf der Bühne geküsst. (Video: Wibbitz)
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Im Rahmen ihrer Europa-Tournee spielten Rammstein am Montagabend im ausverkauften Moskauer Luschniki-Stadion. Dabei bewiesen die deutschen Musiker wieder einmal, dass sie die Kunst der Provokation wie kaum eine andere Band beherrschen.

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Bei ihrem Konzert vergangenen Mittwoch in Chorzow (Polen) schwenkten Rammstein noch die Regenbogenfahne, in Russland gabs nun ein deutlicheres Zeichen gegen Homophobie: Die Musiker Richard Z. Kruspe und Paul Landers küssten sich auf der Bühne auf den Mund.

Kuss ist kein Zufall

Ein politisches Signal, das klarmacht, dass Rammstein die derzeitige Lage im Land verurteilen. Die LGBTQ-Bewegung hat in Russland einen schweren Stand.

Homosexualität ist stark tabuisiert, gleichgeschlechtliche Lebensformen werden in vielen Bevölkerungsschichten nicht akzeptiert und Schwule und Lesben werden drangsaliert und verfolgt.

(kao)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tögi am 31.07.2019 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wegen der Musik?

    Darf man bei der Umfrage Rammstein nur wegen den Aktionen gern haben? Ich finde die Musik der Band recht "geil" und nicht wegen den Aktionen welche die Band macht...

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  • Bird am 31.07.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Solidarität3

    Ich bin sehr positiv überrascht gerade. Finde es fantastisch. Männer wirken oft eher teilnahmslos beim Thema Homofeindlichkeit, und welche die sich für extrem "harte Typen" halten sowieso. Aktionen wie diese rütteln hoffentlich etwas an diesen veralteten, grässlichen Denkweisen. Den Mut, den es braucht als (ich denke mal) Hetero Mann zu machen, bewundere ich. Es ist traurig, dass das so ein heikles Thema ist, lange Zeit nachdem alle gefeiert haben wie sich Britney und Madonna geküsst haben.

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  • Senzibel am 31.07.2019 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Natürliche wiedernatürlichkeit

    Die Provokation ist total gerechtfertigt. Wer damit nicht klar kommt soll halt andere Konzerte oder Musik hören. Nichts gegen Russland aber bezüglich der Homophobie sollten sie dringendst daran Arbeiten offener zu werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruedi O am 01.08.2019 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wurscht

    Die Russen tun und lassen, was sie für richtig halten. Der dekadente Westen ist für sie kein Massstab (mehr). Und was Rammstein tut und lässt ist weniger als eine Fussnote der Geschichte; es ist ganz einfach wurscht.

  • Rammstein am 01.08.2019 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Mann gegen Mann

    nichts Neues, man höre sich nur mal den Song Mann gegen Mann an, herrlich!

  • Emma Fässler am 31.07.2019 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte kein Rammstein

    Wir müssen Konzerte verbieten. Diese Trucks verpesten viel zu stark meine Luft. Auch ihre Pyroshow darf nicht mehr akzeptiert werden. Reissen wir die Stadien ab und Pflanzen einen Naturpark. Das Stadion in Zürich wird trotzdem Ja verhindert. Die Gerichte sind unsere Freunde.

  • Wäggiser am 31.07.2019 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Traurig, dass man in der heutigen Zeit noch darüber schreiben muss. Lasst die Menschen so leben, wie sie es möchten.

  • Chääs Bönzli am 31.07.2019 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    ES LANGT!

    Haben wirs langsam durch?? Ich glaub es gibt wesentlich, wirklich wesentlich grössere und schwerwiegendere Probleme, als die Intoleranz gegenüber Schwulen. Die sexuelle Aussrichtung, scheint dass wichtigste zu sein für alle. Nummer 1 Thema, nebenbei könnte die Welt in Flammen aufgehen, solange die Schwulen sich nicht akzeptiert fühlen, intressiert dass doch nicht.

    • Wolfgang am 31.07.2019 21:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Chääs Bönzli

      Dieses Kommentar kann auch nur von einem Heterosexuellen kommen. Sogar in Zürich im Kreis 4 oder 5 wird man noch komisch angeschaut, wenn man als homosexuelles Paar Händchen hält, man wird sogar meist dumm angemacht, manchmal auch körperlich. Oder am Arbeitsplatz. Schon mal aufgefallen, dass es in etwa keinen homosexuell geouteten CEO gibt! Und die hat es auch, jedoch wären sie bei einem offenen Umgang damit nicht annähernd soweit gekommen. Und da gibt es noch ganz andere Berufe, wo man es besser für sich behält, auf dem Bau, als Ingenieur, grob alles nicht künstlerisches...

    • Ueli der Schweizer am 01.08.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

      Die Ursache

      Sie haben es nicht durch. Die Intoleranz ist das Mittel der Mächtigsten Gruppen Menschen gegen einander auszuspielen oder zu verunglimpfen. Beliebte Populisten wie Putin, Urban, Erdogan lassen grüssen. Sie liefern Ihre Beiträge in Machtspiele auf Kosten der Bevölkerung und so den Weltfrieden gefährden.

    • Pink Cop am 01.08.2019 18:09 Report Diesen Beitrag melden

      Die Welt ist bunt

      Ganz genau Wolfgang! Dabei gibt es eben nicht nur schwule Coiffeure und Balletttänzer usw. sondern genau so viele schwule LKW-Fahrer, schwule Polizisten, Fußballer, Bauarbeiter usw. Das zu akzeptieren mag vielen die in herkömmlichen Clichés denken schwerfallen. Aber uns gibt es definitiv! Wir sind ganz genau so männliche Männer und sehr unterschiedlich wie die Heteros auch. Das ist gut so.

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