Gurtenfestival

10. Juli 2014 12:38; Akt: 10.07.2014 12:38 Print

Schluss mit cashless, zurück zum Bargeld

Das Cashless-System ist Geschichte: Am Gurtenfestival wird wieder bar bezahlt. Ausserdem wollen die Veranstalter dieses Jahr die Sicht auf die Hauptbühne verbessern.

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Zur Einstimmung hier noch einmal die schönsten Bilder des Gurtenfestivals 2013. Die Outfits des Fanta-Vier-Orchesters tragen einen "Atomstrom? Nein, danke!"-Kleber. Das gefällt dem linken Güsche-Publikum natürlich. Schön. Gib Pfötchen! Der letzte Gurtentag hats mit 29° ziemlich in sich! Doch auch in der Nacht wurde wild gefeiert. Mit Schnauz und Maske. Das samstagabendliche Highlight: The Smashing Pumpkins Lassen Frauenherzen höher schlagen: Hurts. So mögen wir das: zwei kühle Blonde... ...und Hurts, die soeben via Facebook ankündeten, dass sie auf dem Weg nach Bern sind. Feiern ohne Ende: In der Freitagnacht auf dem Gurten. Nach den Toten Hosen und Knife Party war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Up all night to get lucky. Dreimal sogar. Viele feierten bis zum letzten Act in den Dance Tents um fünf Uhr morgens. So sehen zufriedene Festivalbesucher aus! Glückliche Menschen überall. Die Toten Hosen machen mit einem Gig ein ganzes mittelmässiges Line-Up wett. Nach zwei Tagen gibts hier endlich Hauptstadt-würdiges Festivalfeeling. Dafür verantwortlich ist die Crew um Campino. Der Platz vor der Hauptbühne: Kein Durchkommen mehr. So sah das Gelände noch vor ein paar Stunden aus. Brüderliebe. So schön. Am zweiten Gurtenabend zeigen sich die Besucher besonders anhänglich. Das Beste: Allfälliger Regen soll nun definitiv vorbei sein. Warten auf die Toten Hosen. Ob Bastille... ...Friska Viljor... ...oder Sophie Hunger: Langsam kommt beim Line-Up Stimmung auf. Diese Busenfreundinnen freuen sich besonders. Die Sonne brennte am zweiten Festivaltag erbarmungslos herunter. Abkühlung holte man sich bei der Nebeldusche... ...am Schatten mit Bier und Cap... ...oder mit dem richtigen Spielzeug. Doppeltes Lottchen. Drei von vier Menschen wussten am Morgen nicht, was sie anziehen sollen. Am Donnerstag suchte man noch Unterschlupf, um nicht nass zu werden... ...doch später hörte der Regen auf. Dieses Jahr setzt das Openair eher auf rockige Acts. Hier Triggerfinger. Alles hat ein Ende... ...doch dieses Festival hat gerade erst begonnen. 20 Minuten... ...tickert live vor Ort. Zum Glück konnten wir die Schirme und Pelerinen wieder einpacken. Volbeat waren das Highlight der ersten Nacht. Hello Ladies! Egal, wo man hinkommt: Rock'n'Roll! Albino-Schlümpfe oder KKK? Spass beiseite, Daumen hoch! Die Stimmung ist - wie jedes Jahr - sehr ausgelassen und gemütlich. Auch die Kleinsten kommen hier auf ihre Kosten. Die Pornobalken-Crew! Hier geht ordentlich die Post ab! Steff la Cheffe - «ds Meitschi vom Breitsch». Was sieht der dort oben? «Hey, ich hab einen Schnauz auf der Stirn!» Auch die englische Band Kosheen setzt auf rockige Elemente. Zwischendurch darf man sich auch ein Päuschen gönnen. Posieren leicht gemacht. Flucht ins Trockene. Auf dem Gurten regnete es am ersten Nachmittag aus Kübeln. Die Stimmung trübte dies jedoch keineswegs.

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Nach einer von Pannen durchzogenen Jubiläumsausgabe 2013 soll der Fokus am diesjährigen Gurtenfestival wieder voll und ganz auf der guten Stimmung liegen. Die Organisatoren haben ihre Lehren aus dem Cashless-Fiasko gezogen und kehren unter dem Motto «Nur Bares ist Wahres» zur unkomplizierten Bargeldbezahlung zurück. Auf dem Gelände werden zu diesem Zwecke wieder zwei Geldautomaten bereitstehen.

Des Weiteren darf man sich auf eine bessere Sicht auf die Hauptbühne freuen. Die sechs Meter hohe Kommandobrücke der Ton- und Lichttechniker («Front of House»), die so manchem den Blick nach vorne verwehrt hatte, kommt weg. «Indem wir Ton und Licht splitten und in zwei tieferen Türmen schräg gegenüber der Hauptbühne platzieren, sehen die Besucher viel mehr», sagt Gurten-Sprecherin Valérie Loretan.

Acts für jeden Musikgeschmack

Das musikalische Programm verspricht – ganz gurtentypisch – ein Gipfeltreffen von Top-Acts und Neuentdeckungen aller Himmels- und Stilrichtungen. So wird mit den Gangsterrap-Veteranen Cypress Hill, dem amerikanischen Indie-Rocker Conor Oberst und den Schweizer Electro-Pop-Newcomern Kadebostany bereits der Donnerstag zum wahren Genre-Streifzug.

Die beiden folgenden Tage sind längst ausverkauft – sicherlich nicht zuletzt wegen Aushängeschildern wie The Prodigy und The Kooks (Freitag) sowie Franz Ferdinand und Massive Attack (Samstag). Wer sein Augenmerk lieber auf die Nebenbühnen richtet, dem seien die Schaffhauser Jungspunde von The Gardener & The Tree mindestens ebenso empfohlen wie der 73-jährige US-Bluesmusiker Seasick Steve.

Placebo, die britische Rockband um den androgynen Frontmann Brian Molko, wird am noch nicht ausverkauften Sonntag das Festivalende einläuten. Und hoffentlich ihren Teil dazu beitragen, dass die 31. Ausgabe des Gurtenfestivals in ausschliesslich positiver Erinnerung bleiben wird – und vielleicht gar den letztjährigen Besucherrekord von 77'000 zu überbieten vermag.

(scy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sidöli am 10.07.2014 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    happyend

    Und wenn auch noch für das Geld wirklich wieder gute Musik gespielt wird dann ist alles in Ordnung und die Menschheit hat dazu gelernt.

  • D.K. am 10.07.2014 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Cashless war gar nicht so schlecht

    Als dann das cashless endlich funktionierte war es super! Die Firma des Cashless-Systems sollte man die Ohren lang ziehen. Es gab nicht einen einzigen Testlauf.

  • Richard Klar am 10.07.2014 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vernünftig

    Hoffentlich folgen dem auch andere Veranstalter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Easy Marcel am 10.07.2014 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zurück ins Mittelalter

    Kriegen sie das im Jahr 2014 echt nicht hin? Peinlich! Ein Hoch auf das Oenair St. Gallen, das beste Schweizer Festival.

  • Fabio am 10.07.2014 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OASG wars tip top

    Am OASG hat es supper gut funktioniert bin richtig zufrieden. schnelles abbuchen und schnelles aufladen war immer möglich. das einzige was ich brauchte war ausweis und ec Karte welche ich gut in meine fordere Hosentasche mitführen konnte.

  • borisch am 10.07.2014 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    scho wieder?

    ...ein Gähn-Programm sondergleichen! Immer das Gleiche jedes Jahr, abwechselnd mit anderen Openairs (wie Heitern/SGOA oder ZHOA/Paleo)...Prodigy, Massive Attack oder die unsäglichen Pacebo's... wirklich immer das gleiche, jedes Jahr... play again Sam!

  • Richard Klar am 10.07.2014 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vernünftig

    Hoffentlich folgen dem auch andere Veranstalter.

  • Sidöli am 10.07.2014 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    happyend

    Und wenn auch noch für das Geld wirklich wieder gute Musik gespielt wird dann ist alles in Ordnung und die Menschheit hat dazu gelernt.