Interview

21. April 2005 04:46; Akt: 20.04.2005 23:33 Print

Schnyder: «Wir sind offener als das Wef»

Am Wochenende findet zum 8. Mal das Musikfestival m4music statt. 20 Minuten fragte bei Festivalleiter Philipp Schnyder nach.

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Der Slogan zum diesjährigen m4music lautet «Das Festival mit Tiefgang». Was verstehen Sie darunter?

Philipp Schnyder: Es gibt in der Schweiz kein anderes nationales Festival, an dem nicht nur Musik gemacht, sondern auch über Musik dis-kutiert wird. Wir versuchen, einen Dialog über Popmusik zu führen und diesen über die Medien zu verbreiten.

Ist m4music nicht einfach das Wef der Musikindustrie?

Schnyder: Nein, ich glaube, wir sind offener als das Wef. Am m4music diskutieren die Leiter grosser Musikkonzerne, die Vertreter kleiner Labels, Wissenschaftler, Künstler und Journalisten miteinander. Jeder kann sich an den Diskussionen beteiligen.

Glauben Sie wirklich, diese Diskussionen bringen das Musikschaffen hierzulande weiter?

Schnyder: Natürlich! Ich glaube, es ist extrem wichtig, dass man sich ab und zu aus dem Tagesgeschäft verabschiedet, die Nase in den Wind streckt und sich anhört, was andere Leute für Visionen haben.

Das Line-up ist dieses Jahr ziemlich mager. Wieso?

Schnyder: Das ist Ansichtssache. In Bezug auf die internationalen Acts hat das aber mit den Verfügbarkeiten des Marktes zu tun. Trotzdem glaube ich, dass wir dieses Jahr wieder ein sehr spannendes Programm haben. Wir haben etwa Leute wie Dani Göldin, Kutti MC oder Bluesbueb dabei, über die in letzter Zeit sehr viel diskutiert wurde. Wir wollen da nochmals tüchtig in die Glut blasen, damit das Feuer stärker wird.


Interview: Adrian Schräder