Eurovision Song Contest

24. Mai 2015 01:51; Akt: 25.05.2015 12:44 Print

Schweden gewinnt den ESC 2015

von Julia Panknin - Mit «Heroes» hat Måns Zelmerlöw den Eurovision Song Contest 2016 nach Schweden geholt. Die Baslerin Debrah Scarlett erreichte mit Mørland für Norwegen Platz 8.

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Der Song-Contest-Teilnehmer für Schweden, Mans Zelmerlöw, holte sich den Sieg. Polina Gagarina, die als die schönste Teilnehmerin gaöt, stoeg mit 62 Punkten Rückstand auf Schweden für Russland aufs Podest. Die Italiener Gianluca Ginoble, Ignazio Boschetto und Piero Barone von Il Volo. Die zweite Schweizerin, die für Norwegen antrat: Debrah Scarlett aus Basel sang sich zusammen mit Mørland in die Top 10. Der Ehrengast aus Australien, Guy Sebastian, schaffte es ebenfalls in die Top 10. «Zero Points» gabs nur für Ann Sophie aus Deutschland und ... ... für die Wurst-Nachfolger The Makemakes aus Österreich. Das Duo Monika Linkyte und Vaidas Baumila aus Litauen. Knez für Montenegro. Nadav Guedj für Israel. Er sorgte für mächtig Stimmung im Saal. Der Vertreter von Aserbaidschan, Elnur Huseynov, mit eigenwilligen Tanz-Arrangements. Maraaya aus Slowenien. Sie geht nie ohne Kopfhörer aus dem Haus, gewschweige denn auf die Bühne. Monika Kuszynka aus Polen. Sie trat ganz in Weiss auf. Die Sängerin Aminata aus Lettland kam als «Lady in Red». Der Teilnehmer für Zypern, John Karayiannis. Für Frankreich sang Lisa Angell. Electro Velvet traten für England an. Die Teilnehmerin für Spanien: Edurne. Das Duo Elina Born und Stig Rästa aus Estland. Für Rumänien: Voltaj. Boogie, dieTeilnehmerin für Ungarn. Mädchenschwarm Loïc Nottet aus Belgien war als Favorit gehandelt worden. Die Griechin Maria-Elena Kyriakou. Elhaida Dani trat für Albanien an. Partynudel Bojana Stamenov für Serbien. Dramatisch für Georgien, Nina Sublatti.

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Mit der Pop-Hymne «Heroes» und satten 365 Punkten gewann der Sänger Måns Zelmerlöw für Schweden den diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien. Damit siegte das skandinavische Land zum sechsten Mal bei dem traditionsreichen Musikwettbewerb, der seit 1956 durchgeführt wird.

Der ESC wird somit 2016 wahrscheinlich in Stockholm über die Bühne gehen, wenn sich das Siegerland denn für seine Hauptstadt als Austragungsort entscheiden sollte. Auf den zweiten Platz kam Russlands Vertreterin Polina Gagarina (303 Punkte) vor dem Italien-Trio Il Volo (292) auf Platz drei.

Die Schweizer Kandidatin Mélanie René, die mit ihrem selbstgeschriebenen Song «Time to Shine» zwar eine solide Leistung ablieferte, schied im zweiten Halbfinal am Donnerstag aus. Wie die ESC-Organisatoren am Sonntag bekannt gaben, verbuchte die 24-jährige Genferin nur gerade 4 Punkte und belegte damit hinter Island mit 14 Punkten und San Marino mit 11 Punkten den letzten Platz.

Final nicht ganz ohne die Schweiz

Norwegen, das vom Duo Mørland & Debrah Scarlett im Final vertreten wurde, kam auf Platz 8. Scarlett, die eigentlich Joanna Deborah Bussinger heisst, hat einen Schweizer Vater und eine norwegische Mutter; sie wuchs – abgesehen von wenigen Jahren in Norwegen – in der Schweiz auf. Für Norwegen entdeckt wurde sie vom Sänger Mørland, nachdem sie auf Veranlassung ihrer Mutter bei der Castingshow «The Voice of Norway» mitgemacht hatte.

Deutschland holte in Wien null Punkte und teilte sich mit Gastgeber Österreich den letzten Platz. 27 Teilnehmer – so viele wie noch nie – konkurrierten beim grossen Finale in der Wiener Stadthalle um den Sieg. Erstmals war auch Australien als Ehrengast eingeladen. Mit dem Sieg ist kein Geld, sondern nur eine Trophäe verbunden – ausserdem die ESC-Austragung im Folgejahr.

Beim ESC 2014 hatte die bärtige Dragqueen Conchita Wurst mit der pompösen Popballade «Rise Like a Phoenix gewonnen, 2013 die Dänin Emmelie de Forest («Teardrops»).

Frankreich schmollt

Das ESC-Finale lieferte die erwartete Show mit vielen spektakulären Auftritten. Vor allem Gewinner Zelmerlöw setzte mit seinem Auftritt und dem Lied «Heroes» Massstäbe, besonders mit spektakulären visuellen Effekten. Er wurde auf der Bühne von animierten Strichmännchen begleitet und tanzte perfekt darauf abgestimmt.

Rund hundert Fans begrüssten Zelmerlöw am Sonntagnachmittag bei seiner Rückkehr nach Stockholm mit frenetischem Jubel. «Er ist mein grosses Idol, der perfekte Schwiegersohn», sagte eine Frau dem Fernsehsender SVT am Flughafen der Hauptstadt.

Während Schweden jubelt, leckt neben Deutschland und Österreich auch Frankreich seine Wunden: Dort löste das enttäuschende Abschneiden von Lisa Angell, die mit ihrem Chanson «N'oubliez pas» («Vergesst nicht») an den Ersten Weltkrieg erinnerte, auch grundsätzliche Kritik am ESC aus.

Die Kandidatin selbst erlebte ihren 25. Platz als «Ungerechtigkeit». Ihr Produzent Jean-Claude Camus forderte sogar, dass Frankreich eine Zeitlang nicht mehr an dem Wettbewerb teilnehmen solle. Er machte es den anderen Teilnehmern zum Vorwurf, nicht in ihrer Landessprache zu singen. Frankreich landete in den vergangenen Jahren häufig auf den hinteren Plätzen, seinen letzten Eurovisions-Sieg fuhr das Land 1977 ein.

Sogar China übertrug die Musikshow

Auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat, wurde für Australien die erste Teilnahme an einem ESC-Finale zum vollen Erfolg. Der Sänger Guy Sebastian kam mit 196 Punkten hinter dem viertplatzierten Belgien auf Platz fünf. Australien hatte zum 60. ESC über eine Wildcard Startrecht bekommen, weil im Land der Wettbewerb seit Jahrzehnten mit grosser Leidenschaft verfolgt wird.

Der ESC gilt als der am meisten beachtete Musikwettbewerb der Welt. Laut dem europäischen Fernsehverbund sahen wohl weltweit wieder 195 Millionen Menschen zu. Erstmals übertrug auch China die Show live.

Den Ticker zum Finale finden Sie hier:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hanspeter am 24.05.2015 02:39 Report Diesen Beitrag melden

    super!

    lieber im halbfinal raus fliegen, als im finale 0 punkte zu sammeln ;-)

  • Florian am 24.05.2015 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Brücken-Schlagen

    Das Motto hätte in Wien nicht Zeitgemässer sein können, ist nach meiner Meinung aber nicht zu den Zuschauern/ (Moderatoren) durchgedrungen! Es ist mir klar, dass Russland mit seiner Politik momentan isoliert ist, aber das hat nichts mit der Künstlerin und deren Show zu tun! Im Gegenteil, gestern Abend hätte die Möglichkeit bestanden zu zeigen, dass wir ein friedliebendes und offenes Volk sind und in Russland auch die Menschen sehen, nicht nur Putin! Leider wurde aber pausenlos der Künstlerin und Russland unsere Missgunst entgegen gebracht! Missgunst schürt Hass, Hass Krieg!

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  • Hansueli am 24.05.2015 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Politik

    Wie so üblich beim ESC, ging es auch dieses Jahr um Politik und Sympathie oder Antipathie für ein Land. Die Musik spielte nur eine untergeordnete Rolle.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Vreni Hauser am 26.05.2015 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Moderator bei SRF

    Statt den Schweizer Song abzuwählen, wäre besser der Moderator ersetzt worden... Der Schweizer Song war ok, wie die anderen auch. Die Russin hätte auch Platz 1 verdient, durfte aber nicht... sie kann nichts für ihren Landesboss...

  • David N. am 25.05.2015 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Live and let live

    Wie so oft: Wer's nicht mag, soll nicht einschalten. Leben und Leben lassen... Ich hab's geguckt, gemocht... :-)

  • Seraina am 25.05.2015 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Italien

    Mit Abstand hätte Italien voll und ganz den 1. Platz verdient.

  • Gonzo am 25.05.2015 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    nix verstehn

    habe leider immer noch nicht herausgefunden worum es bei diesem völlig überdrehten Anlass eigentlich geht. Um Musik ganz sicher nicht.

  • Vin am 25.05.2015 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An die hater..

    Ich verstehe das ganze Gejammer nicht! Es zeugt wieder mal vom schweizer Minderwertigkeitskomplex wie hier gemotzt wird... Wieso sollten wir nicht mitmachen? Weil wir nicht gewinnen? Da könnten wir uns aber blitzartig von ganz vielen (sportlichen) Wettbewerben verabschieden! Und wenns ums Geld geht sollte man TV generell abschaffen - ist nämlich grundsätzlich unnötig! Und für alle die meinen die Musik sei zweitrangig: na und? Es ist nichts als Menschlich Sympathien für die Einen zu hegen - KEINER ist neutral und unbefangen...

    • Sven Seidlinger am 25.05.2015 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Besser hätte mån's nicht sagen können. Daumen hoch :-)

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