Sänger Jung Joon Young

13. März 2019 15:42; Akt: 14.03.2019 16:21 Print

Erneuter Sexskandal erschüttert K-Popszene

Der Sänger Jung Joon Young filmte sich beim Sex mit Frauen und stellte die Videos ins Internet. Dabei habe er «keine grossen Schuldgefühle» gehabt.

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K-Pop-Star Jung Joon Young vor dem Bezirksgericht in Seoul. Jung wird vorgeworfen, Aufnahmen mit versteckter Kamera von zehn Frauen gemacht zu haben, während er Sex mit ihnen hatte. Die Aufnahmen sowie Fotos soll er in privaten Chaträumen mit Freunden geteilt haben. Der koreanische K-Pop-Star Seungri soll in einen Prostitutionsring verstrickt sein. Er war für die Öffentlichkeitsarbeit eines Clubs in Seoul zuständig, gegen dessen Betreiber wegen Prostitution ermittelt wird. Der Club namens Burning Sun ist mittlerweile geschlossen. Prostitution ist in ... ... Südkorea illegal. Nun laufen verschiedene Verfahren gegen den Musiker. Auf Instagram verkündete er deswegen am Montag seinen Rücktritt aus der Musikindustrie. Neben dem besagten Post ... ... schrieb er: «Es ist jetzt besser, wenn ich mich aus der Unterhaltungswelt zurückziehe. Ich bin seit anderthalb Monaten von der Öffentlichkeit heftig kritisiert worden und werde von allen Behörden des Landes untersucht. Ich wurde als Verräter der Nation bezeichnet und ich kann es nicht ertragen, andere zu verletzen.» Seungri (2.v.l.) war Teil der Boyband BigBang, die zu den zu den extravagantesten K-Pop-Gruppen gehört – nicht nur, was die Frisuren betrifft. Ob, beziehungsweise wann für ihn ein neuer Sänger nachrückt, ist unklar. 2017 ... ... sahen Big Bang noch so aus. K-Pop ist, wenn auch Jungs Blumenkränze tragen. Blackpink gehören zu den modisch wichtigsten K-Pop-Influencerinnen, ihr Label YG bietet der Stylistin ein «sehr flexibles Budget», wie sie gegenüber WWD.com verrät. Red Velvet sind ebenfalls sehr erfolgreich und glänzend unterwegs. Hier eine etwas düsterere Interpretation derselben Looks. Zuvor zeigten sich die Fünf sportlicher gekleidet, mit viel Farbe und Animal-Print. Die Superstars BTS einmal bunt und einmal ... ... in gedeckteren Farben. NCT 127 machens vor: Die Haarfarbe spielt im K-Pop eine Hauptrolle. Und Got7 zeigen: Pastellfarben liegen immer drin. Twice sind bis in die Haarspitzen unterschiedlich durchgestylt – aber doch passend. Längst sind die K-Pop- auch Mode-Stars: Jennie von Blackpink ist Aushängeschild von Chanel. Taeyang von Big Bang für Fendi. Oder BTS für VT Cosmetics. Die koreanischen Musikerinnen und Musiker zählen zu den weltweit wichtigsten Fashion-Influencern.

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Die südkoreanische K-Popszene wird erneut von einem Sexskandal erschüttert. Der 30-jährige Sänger Jung Joon Young, der nach einem zweiten Platz in einer Talentshow zum Star aufstieg, gab am Dienstag zu, sich beim Sex mit Frauen gefilmt und die Aufnahmen ohne deren Zustimmung ins Internet gestellt zu haben.

In einer Erklärung schrieb er, dass er dabei «keine grossen Schuldgefühle» gehabt habe. «Ich räume alle meine Verbrechen ein», fügte er hinzu.

Jung gab seinen sofortigen Rücktritt vom Showbusiness bekannt. Nach Recherchen des Senders SBS war er einer von drei männlichen Künstlern in einem Chatroom, in dem einige Mitglieder heimlich gefilmtes Material sexueller Art mit mindestens zehn Frauen teilten.

Zweiter K-Pop-Skandal

2016 war Jung angeklagt worden, ein Video mit einer Sexpartnerin ohne deren Wissen und Einvernehmen aufgenommen zu haben. Doch die Frau zog ihre Beschuldigung zurück und die Staatsanwaltschaft liess die Anklage fallen.

Der K-Pop-Sänger Seungri, der mit der Boyband Big Bang grosse Erfolge feierte, war laut SBS ebenfalls Mitglied des Chatrooms. Er hatte am Montag das Ende seiner Karriere angekündigt. Am Wochenende waren Vorwürfe laut geworden, wonach der auch als Geschäftsmann tätige 29-jährige Prostituierte in Nachtclubs in Seouls Nobelbezirk Gangnam an mögliche Investoren vermittelte.

Gegen Seungri wird auch wegen seiner Tätigkeit im Nachtclub «Burning Sun» ermittelt, wo er für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig war. Das dortige Personal soll Frauen nach Verabreichung von Drogen und Alkohol sexuell missbraucht und mit versteckten Kameras gefilmt haben.

(sda)