Höchste Gage

15. Juli 2019 08:08; Akt: 15.07.2019 12:10 Print

So viel sahnte Cardi B für ihre 40-Minuten-Show ab

Sie war in der Star-Hierarchie am diesjährigen Openair Frauenfeld ganz oben. Die Veranstalter mussten für den Auftritt von Cardi B auch ganz schön viel Geld auf den Tisch legen.

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Belcalis Marlenis Almanzar aka Cardi B war der Hauptact vom ersten Abend der 2019er-Ausgabe des Openair Frauenfeld. Die US-Rapperin hat auf Instagram veröffentlicht, dass sie für den Auftritt rund 900'000 Franken kassierte. Cardi hat in einem mittlerweile wieder gelöschten Post all ihre Gagen öffentlich gemacht, die sie den Sommer durch verdient. Der Gig in Frauenfeld war der bestbezahlte ihrer Europa-Shows. Im Juni und Juli hat Cardi noch sechs weitere Shows auf dem Kontinent gespielt. Den günstigsten Auftritt gabs für die Veranstalter an einem Festival in Norwegen: Da kam die New Yorkerin für 400'000 Franken. Bei den weiteren Gigs erhielt Cardi rund 740'000 Franken. Spesen wie etwa die Anreise im Privajet sind da noch nicht dabei und dürften von den Organisatoren der Festivals jeweils on top bezahlt worden sein. Cardi rappte und twerkte in Frauenfeld 40 Minuten lang. Damit erhält sie auf die Minute rund 22'000 Franken Bühnenlohn. Am Frauenfeld hat wohl einzig Freitag-Headliner Travis Scott noch im ähnlichen Bereich verdient. Gemäss dem Rap-Magazin «Lyrics» erhält er für seine Shows rund eine Million Franken Gage. Nach dem Auftritt gings für die Erfolgsrapperin auch zügig wieder heim in die USA – Töchterchen Kultures erste Geburtstagsparty stand an. Auf dem Weg nach Hause postete Cardi noch ein paar Videos und Selfies, die während dem Warten auf den OAF-Gig entstanden sein müssen – dem Look nach zu urteilen. Darunter auch dieses Foto, das auf Insta die Caption erhielt: «Fuck you.» Was Cardi da gerade hässig machte, wissen wir nicht. Die Gage kanns nicht gewesen sein. Supersüss dafür dann wieder dieser Post vom Sonntag: Mit Kinderbildern aller beteiligten Künstler bewirbt Cardi B ihre Kollabo mit Ed Sheeran und Camila Cabello.

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Der Auftritt am Openair Frauenfeld war für Cardi B (26) ein Quickie. So lief ihr Schweiz-Besuch ab:

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Donnerstag: 4 Uhr

Es ist Mitternacht nach US-Ostküstenzeit, wo die Rapperin lebt (in Atlanta und New York, mehrheitlich). Cardi feiert in den Geburtstag ihrer Tochter Kulture, die ein Jahr alt geworden ist. Es war gleichzeitig der Abschiedsmoment – kurz darauf hiess es: Abflug nach Zürich.

Donnerstag: 5 Uhr

Cardi flog im Privatjet ein. In der Luft wandte sie sich an ihre Schweizer Fans: Sie sei krank. Doch die Rapperin versorgte sich mit den notwendigen Medikamenten und konnte ihre Show problemlos abliefern.

Donnerstag: 15 Uhr

Cardi macht Mini-Sightseeing in Zürich. Am Bürkliplatz freut sie sich über die Schwäne. «Ich will auch so einen!»

Donnerstag: kurz vor 21 Uhr

Die Rapperin ist schon gestylt für die Bühne. Sie nimmt sich Zeit für einen Insta-Live-Talk und knipst ein paar Selfies.

Donnerstag: 23.45 Uhr

Endlich Showtime. Cardi B steht für rund 40 Minuten auf der Bühne.

Freitag

Cardi fliegt zurück in die USA. Im Flieger macht sie Werbung für ihre neue Single mit Ed Sheeran (28) und Camila Cabello (22). Und jetzt steht noch die richtige Geburi-Party für Kulture an.

Insgesamt dürfte der US-Rapstar ziemlich genau 24 Stunden in der Schweiz verbracht haben.

Und wie viel Cash hat sie dabei verdient?

Wie viel Cardi B für ihre Frauenfeld-Show bekommen hat, hat sie via Instagram gleich selber verraten. Am Donnerstag postete sie eine Liste, auf der zu sehen ist, was sie für jeden Auftritt den Festival-Sommer hindurch kassiert. Für den Kurz-Gig in der Ostschweiz sind es 900'000 Franken.

Pro Minute Showtime sind das rund 22'000 Franken. Es ist die höchste Gage, die sie diesen Sommer an den Festivals einsackt. Mit dem Veröffentlichung ihrer Einnahmen wollte Cardi klar machen, warum sich eine eigene Tour für sie finanziell nicht lohne.

Zu aufwändig und somit zu teuer sei eine Stadion-Tour. Mit den Festival-Gigs kommt sie auf eine weit höhere Gewinnmarge. Auch wenn die Rapperin den Post schnell wieder gelöscht hat: Die Zahlen sind längst ins Netz gesickert.

Wie viel sie bei ihren übrigen Europa-Konzerten verdient hat, siehst du oben in der Bildstrecke.

Was haben die anderen Acts gekostet?

Das «Lyrics»-Magazin hat sich die Mühe gemacht, alle Frauenfeld-Acts nach Gagen einzuschätzen. Neben Cardi B ist auch Travis Scott (28) im Bereich von einer Million pro Konzert anzusiedeln.

Ingesamt dürften die Veranstalter für die Auftritte des gesamten Line-ups über vier Millionen Franken investiert haben.Und das sind nur die Gagen – ohne Spesen und Extra-Aufwände wie Catering. Eine Rechnung, die bei drei Tage vollem Haus locker aufgeht, für alle.

Weitere Bilder vom Openair Frauenfeld siehst du hier.
Das Openair Frauenfeld 2019 in Bildern

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • friday for future am 15.07.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    crazy

    Irre... und dann am Freitag gehen unsere Jungen wieder demonstrieren für eine saubere Umwelt ...am Samstag die Cardi einfliegen lassen ... um am Sonntag einen haufen Plastik hinterlassen.

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  • Einii am 15.07.2019 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pf

    Und sowas soll man Fan sein? 800000.- für 40 min? Das ist die die verarsche schlechthin. Und sie lacht sich ins Fäustchen hinter die der Bühne.

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  • Max Perez am 15.07.2019 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Perversion

    Aha! Und wo ist neben der perversen Gage der Aufschrei wegen dem Privatjet und der damit verbundenen Umweltverschmutzung? Eine Person die die Welt nicht braucht, und ein Veranstalter den man nicht ernst nehmen kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Küre Mischler am 15.07.2019 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Rap von Cardi B

    Cardi B. hat nichts, aber auch gar nichts mit Rap zu tun. Rap ist NWA! Alles andere ist BS und Weichspüler Schrott.

  • Kritiker am 15.07.2019 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verhandlungsgeschick?

    Was mich mit am meisten erstaunt: Können die OAFF-Veranstalter so elend schlecht verhandeln? Es handelt sich um die mit Abstand höchste Gage der Künstlerin in diesem Sommer!? (Die von Ihr veröffentliche Liste ist mit einer 10-Sekunden-Google-Suche zu finden)

  • Heinz Meier am 15.07.2019 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Vergängliches Glück

    Wir Konsumenten bestimmen was diese "Klientel" verdienen kann. Mit unserem Kaufverhalten.

  • tom wini am 15.07.2019 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Re-Finanzieren

    Naja die Festivalgänger werdens ja dann schon mit ihrem Eintritt und den Ausgaben vor Ort re-finanziert haben.

  • Berner Bär am 15.07.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur abartig!

    Einfach nur abartig, wieviel einer "Künstlerin", die mit einer vulgären Geste ihren Anhängern zeigt, was sie von ihnen eigentlich hält und wo sie ihr können, ausbezahlt wird.

    • Kurt am 15.07.2019 17:30 Report Diesen Beitrag melden

      So sieht es aus

      Ist ja freiwillig. Masochismus ist halt der neue Kult in Europa. Ab in den Abgrund um jeden Preis !

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