Swiss Music Awards

16. Februar 2019 22:54; Akt: 16.02.2019 22:54 Print

«Verdammte Scheisse noch mal, danke!»

Zum ersten Mal wurden die Swiss Music Awards in Luzern vergeben. Was von der Innerschweizer Premiere bleibt, haben wir hier zusammengefasst.

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Vergangenes Jahr war er der grosse Sieger der Swiss Music Awards: Nemo. Daher darf er auch 2019 nicht fehlen. In einem komplett weissen Outfit und mit blonden Haaren erschien der Sänger bei der Show. Luca Hänni feierte bei den SMA eine besondere Premiere. Der Sänger ging das erste Mal mit seiner neuen Freundin Michèle über den roten Teppich. Seit Herbst 2018 sind die beiden ein Paar und am Mittwoch machten sie ihr Beziehung mit drei Fotos auf Instagram öffentlich.«Ich bin mega stolz auf sie, wie sie das gemeistert hat. Sie fühlt sich wohl und ich fühl mich wohl», so Luca gegenüber 20 Minuten. Der Stargast des Abends war eindeutig Billie Eilish. Die US-amerikanische Sängerin sorgte vor dem KKL für Kreischalarm. Bei ihrer Ankunft ... ... zeigte sie grosse Fanliebe und umarmte die wartenden Red-Carpet-Gäste. Berührungsängste kennt die 17-Jährige definitiv nicht. Ihr Outfit war ... ... hingegen etwas ungewöhnlich, aber typisch Billie. Die Sängerin trat bei der ... ... Verleihung übrigens auch auf. «Es war mucksmäuschenstill im Saal», sagte einer unserer Kollegen, der im Publikum sass, über den Auftritt von Eilish. Nicole Bernegger trug ebenfalls ein aussergewöhnliches Outfit. Muscheln standen dabei im Mittelpunkt. Grund: «Meine neue Single kommt am 27. Februar und heisst ‹Alien Pearl›», so die Sängerin zu 20 Minuten. Es sei eine Hommage an den Song. Wie sie mit dem Muschel-Rock während der Show sitzen werde, wusste sie im Vorfeld aber noch nicht. Neben Billie Eilish spielten bei der Preisverleihung im Konzertsaal auch Gotthard live auf der Bühne. Sänger Nic Maeder entblösste sich auch einfach mal auf dem roten Teppich und zeigte den Fotografen seine verzierte Brust. «Swiss Ice Challenge» war darauf zu lesen. Musiker Baschi kam mit seiner Freundin Alana Netzer nach Luzern. Die Aftershow-Party liess der feierfreudige Basler diesmal aus, wie er 20 Minuten verriet. «Ich bin schwanger», scherzte der 32-Jährige. Alleine zu den SMA kam Musiker Crimer. Machte aber nichts, denn: «Die Schweizer Musikszene ist eine ganz grosse Familie», so der St. Galler. Der Lausanner Rapper Stress kam mit Santo (links) und Comme1Flocon (rechts). Nach Luzern reiste Stress übrigens mit dem Auto. Ob er am Samstag oder doch erst am Sonntag wieder nach Hause fährt, entscheide er laut eigener Aussage aber je nach Stimmungslage. ... Sonntag wieder nach Hause fährt, entscheide er laut eigener Aussage aber je nach Stimmungslage. Stress und Comme1Flocon traten anschliessend auf auf der Bühne auf. Mit einem süssen Date kam Bligg zu den Awards. Zum Valentinstag hat der Musiker ein eigenes Dating-Portal gelauncht und erschien deshalb mit Bernadette, die natürlich über die Plattform gefunden hat, wie er uns weismachte. Bligg gewann am Samstag übrigens zwei SMA: Best Male Solo Artist und Best Album. Den zweiten Award widmete er seinem Sohn: «Papa loves you!» Der Appenzeller Marius Bear nahm seine Freundin als Unterstützung und zum Daumen drücken mit. Und es hat geholfen: Bear hat den Award in der Kategorie Best Talent gewonnen. «I be am zittera wie en nassa Hond!», sagte Bear als er den Preis entgegennahm. In der gleichen Kategorie war auch JulDem nominiert. Der Songwriter ging aber leider leer aus. Nach Luzern kam der Reggae-Mundart-Star Dodo mit Musikerin Rita Roof. Hut schien an diesem Abend bei vielen Gästen zum absoluten Top-Accessoire zu gehören. Wer darf bei den SMA in Luzern natürlich nicht fehlen? Die Rap-Crew (v.l.n.r.) mit Marash, Em, Dave, Mimiks, LC One und Effe. Alle sehr stylisch ... ... im Anzug und mit Einwegkamera. Mann wollte ja die tollen Momente des Abends festhalten. Der erste Preis des Abends ging übrigens an Lo & Leduc. Lo ... ... ohne Luc aka Leduc nahm den Award für die Best Gruppe entgegen und posierte anschliessend mit dem Preis. Die Band Härz gewint den Award in der Kategorie Best Breaking Act. Stolz posieren sie bei der Afterstage mit dem Preis. Ebenfalls mit Hut, und zwar mit einem grossen Hut, erschien Lea Lu. Die Sängerin finden den neuen Veranstaltungsort der SMA übrigens toll. «Ich liebe das KKL. Es ist ein der schönsten Konzertorte», so Lea. Moderator Stefan Büsser stand am Anfang der Show nur in Unterhose auf der Bühne. In einem farbenfrohen und aufreizenden Look erschien Anna Rossinelli. Die Sängerin ist eine der Künstlerinnen, die am Samstagabend auf der Bühne performte. Dabei wechselte sie aber in ein weisses Kleid. Die Schweizer Model-Mama Manuela Frey glitzerte und funkelte bei den SMAs. Über den roten Teppich schritt der «Switzerland´s next Topmodel»-Host aber ohne ihren So-ein-bisschen-Freund Bastian Baker. «Er hat noch ein Shooting», verriet ... ... Manuela. In der Show war er dann aber dennoch anwesend und performte auf der Bühne – mit Hut. Das wohl stylischste Vater-Sohn-Duo der Schweiz: Antoine (ja, der DJ) und Sebastian Konrad. Der 18-Jährige steigt ebenfalls ins Musikbusiness ein – oder besser gesagt: in Papas Fussstapfen. Auch er ist DJ. Und Styler. Schweizer Sängerin Sina gewann in der Kategorie «Outstanding Achievement Award» – als erste Frau. Steff la Cheffe gewann «Best Female Solo Act». Die Rapperin und Beatboxerin aus Bern dankte allen Menschen auf der Welt. Voll viel Liebe. Voll schön. Eine Überraschung gabs bei der Verleihung des Awards Best Hit: Loco Escrito gewann mit seinen Song «Adios», Lo & Leduc mit «079» gingen leer aus. Escrito hatte in seiner Dankesrede seiner Mutter und seiner Schwester ... ... gedankt. Den Song performte der Musiker anschliessend noch mit einem Orchester. Somit ist der grösste Schweizer Hit Spanisch. Über seinen Award freute sich Loco Escrito abseits der Bühne sichtlich sehr.

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1. Lo kommt ohne Leduc:

Der erste Award des Abends ging an Lo & Leduc, die als beste Gruppe ausgezeichnet wurden. Lo nahm den Preis allerdings alleine entgegen. Und lieferte sogleich eine Erklärung dafür: «Luc ist in den Ferien. Wir haben ausgelost, wer zu den SMA darf. Ich habe gewonnen», scherzte Lo auf der Bühne.

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2. Die Off-Stimme:

Stefan Büsser schmiss die Show erstmals als Solo-Moderator. Er machte das wie gewohnt und erwartet cool und mit viel Büssi-Humor. Unterstützt wurde er von der bekannten SRF-Off-Stimme, die immer wieder ein paar Witze einwarf. Das wirkte bemüht – und es bleibt die Erkenntnis: Zusammen mit Alexandra Maurer war das frischer.

3. Der Mini-Büssi:

Um auf die Nachwuchsförderungsarbeit der Swiss Music Awards aufmerksam zu machen, durfte ein äusserst aufgeweckter 13-Jähriger als Nachwuchsmoderator die gemeinsame Performance von Stress und Comme1Flocon ansagen. Das war eher anstrengend.

4. Stress schüttet den Röstigraben zu:

«Ich will den Moment nutzen, um etwas Werbung für den Wilden Westen zu machen. Schweizer Musik ist nicht nur Mundart!», sagte Stress, nachdem er seinen Song «Effacer» zum Besten gegeben hatte. Und plauderte zur Unterstreichung seiner Aussage mit Comme1Flocon und der Genfer Musikerin Danitsa ein bisschen Französisch auf der Bühne.

5. Der neue Name:

Die Zürcher Indie-Band Black Sea Dahu gewinnt den Artist Award – gewählt wurde sie von über 100 Schweizer Künstlern. Die Band hat mit ihrem Song «In Case I Fall For You» einen ersten Spotify-Hit gelandet und über eine Million Streams geholt. Jetzt ist ihr Name auch einem breiten Publikum bekannt. «Das ist völlig insane!», sagt Sängerin Janine Cathrein auf der Bühne, als sie den Betonklotz entgegennimmt.

6. Rossinellis Konzert wird gecrasht:

Um den Preis für den besten Live-Act zu vergeben, wechselte Moderator Stefan Büsser kurzerhand vom Konzertsaal in den Luzerner Saal, wo die Showcases der SMA-live-Reihe stattfanden. Dort unterbrach er Anna Rossinelli, die mit ihrer Band mitten in einem Song war – aber eben auch den Gewinner der Kategorie verkünden sollte. Gewonnen hat die Schaffhauser Folk-Band The Gardener & the Tree.

7. Nemo ist blond:

Vorjahres-Abräumer Nemo überraschte für einmal vor allem optisch: Er kam in einem weissen Komplett-Look, passend dazu mit eisweissen Haaren. Steht ihm.


Was uns die Stars auf dem Teppich so verraten haben. (Video: 20 Minuten)

8. Billie-Mania:

Schon auf dem Teppich sorgte US-Durchstarterin Billie Eilish für das lauteste Gekreische (knapp dahinter: Nemo). Sie ging mit ihren Fans auf Selfie-Tuchfühlung, strich ihnen sogar über die Gesichter – und sorgte damit für ein paar Tränchen. Auch im Saal gehörte ihr der Wow-Moment: Während der Performance ihres Songs «When The Party Is Over» war es im Saal mucksmäuschenstill.

9. Die besten Reden:
Als Bligg seinen zweiten Stein für das beste Album abholte, dankte er zum Schluss seinem dreijährigen Sohn: «Während ich Texte geschrieben habe, lag er im Bett und schlief. Der ist für dich. Papa loves you!» Ein rührender Moment.

Zum Best Talent wurde der Appenzeller mit der Wunderstimme gekürt: Marius Bear setzt sich gegen die Walliser KT Gorique und JulDem durch. Auch er bewegte mit seinem Auftritt. «Ich zittere wie ein nasser Hund!», sagt er auf der Bühne. Dann sucht er nach Worten – und findet sie so halb. Jedenfalls: Marius Bear ist ein verdienter und äusserst sympathischer Best-Talent-Gewinner.

10. Der grosse Sieger:

«Verdammte Scheisse noch mal, danke!» Mit diesen Worten trat Loco Escrito ans Mikrofon, der mit «Adiós» den besten Hit des Jahres geschrieben hat.

Den Preis widmete er seiner Mutter und seiner Schwester, die im Publikum sassen: «Ich konnte manchmal nicht schlafen, weil sie nicht schlafen konnten.» Die beiden hätten immer an ihn geglaubt. Mit einem Selflove-Appell und einer Latino-Liebesbekundung in Spanisch beendet er den Show-Abend. Der grösste Schweizer Hit des Jahres ist zum ersten Mal ein Latin-Song.

(fim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BringMeTheOldHorizon am 16.02.2019 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meh

    Spätestens nach Joko & Klaas GoslingGate sollte jedem bewusst sein, dass solche Awards nichts Wert sind und nur dazu da sind sich gegen Seitig in den 4rsch zu kriechen.

  • Brody am 16.02.2019 23:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bieder...

    Die Sendung empfand ich schrecklich bieder.

  • Cihocast am 17.02.2019 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dekadenz der Schweizer Musik

    Lo & Leduc als beste Gruppe. Das ist dann wohl der Tiefpunkt in der schweizer Musikszene, wenn diese musikalischen Tiefflieger als beste Gruppe gekürt werden. Qualität hat da wohl keinen Anspruch mehr. Sehr schade.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Il padrone am 17.02.2019 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witzig

    Lo & leduc bester waaaaaaaaaas? Ein riesen haufen müll kann man da nur dazu sagen!!

  • Cihocast am 17.02.2019 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dekadenz der Schweizer Musik

    Lo & Leduc als beste Gruppe. Das ist dann wohl der Tiefpunkt in der schweizer Musikszene, wenn diese musikalischen Tiefflieger als beste Gruppe gekürt werden. Qualität hat da wohl keinen Anspruch mehr. Sehr schade.

  • Prediger am 17.02.2019 04:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    079, Sieger der Herzen

    Wie kann dieser Song gewinnen, wenn es doch das ganze Jahr nur "079" gegeben hat???? Sorry, für mich unverständlich!

  • Brody am 16.02.2019 23:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bieder...

    Die Sendung empfand ich schrecklich bieder.

  • BringMeTheOldHorizon am 16.02.2019 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meh

    Spätestens nach Joko & Klaas GoslingGate sollte jedem bewusst sein, dass solche Awards nichts Wert sind und nur dazu da sind sich gegen Seitig in den 4rsch zu kriechen.