Openair Frauenfeld

24. März 2011 16:24; Akt: 24.03.2011 16:24 Print

Tomaten und Bierflaschen gegen Bushido

von Niklaus Riegg - Die Ankündigung von Bushidos Auftritt am Open-Air Frauenfeld kommt bei den Festival-Fans nicht gut an: Es werden bereits Drohungen ausgestossen.

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Am Donnerstag-Morgen kündigte das Open-Air Frauenfeld die ersten Acts an. Unter ihnen Bushido. Und die Reaktionen auf der offizielen Facebookseite der Festivals sprechen eine eindeutige Sprache: «Bushido raus», meinen etwa Philippe K. und Dominik H., Simon S. schreibt: «Bushido ghört nid dört ane.» Yannick H. entrüstet sich: «Wollt ihr mich verarschen?» Matthias M. wird kreativ und findet «Pussido überflüssig». Ohnehin tun sich einige hervor mit Wortspielen wie «Gayshido» oder «Mushido». So geht es weiter, etwa jeder Zehnte der weit über 400 Kommentierenden (Stand Donnerstag, dem 24. März) hat seine Probleme mit Deutschlands erfolgreichstem Rapper.

«Bierfläsche an Chopf»

Diese Wortmeldungen kann man alle unter der Kategorie «Über Geschmack lässt sich streiten» ablegen. Doch es gibt einige der Frauenfeld-Fans und Bushido-Hassern die noch weiter gehen. Harmlos ist der Vorschlag von Patrick S.: «Wer wär debii am Opan-Air e Choreo GEG de Mushido zmache?». Einen Schritt weiter geht Malik N.: «Es brucht immer än Act zum Tomate schiesse.» Diese Aufforderung wird jedoch noch getoppt von einem Facebook-User der sich hinter dem Pseudonym Williams P. versteckt: «Aber der Bushido isch nöd eue Ernscht?! De kassiert e fetti Bierfläsche an Chopf!»

Nicht mehr Security

Beim Open-Air Frauenfeld ist man nicht überrascht: «Es gibt jedes Jahr einzelne die ganz extrem reagieren, doch das Feedback ist doch überwiegend positiv», so OK-Chef Joachim Bodmer. «Ein paar Reaktionen die zu weit unter der Gürtellinie sind, haben wir aber entfernt.» Wegen den Drohungen gegen den Berliner Rap-Star werde das Frauenfelder die Security nicht aufstocken, so Bodmer weiter.