Veronica Fusaro

02. Juli 2019 10:16; Akt: 05.07.2019 15:59 Print

Mit 22 Jahren hat sie es ans Glastonbury geschafft

In England ging soeben das berühmte Glastonbury-Festival über die Bühne, die Thunerin Veronica Fusaro war Teil des Line-ups. Für uns hat sie Foto-Tagebuch gemacht.

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Am Wochenende ging in England das legendäre Glastonbury-Festival über die Bühne. Musikgrössen wie Mega-Newcomerin Billie Eilish (17, Bild) oder US-Popstar Miley Cyrus (26) gehörten zum Line-up. Unter den Acts fanden sich auch zwei Schweizerinnen: Veronica Fusaro (22) aus Thun und die R'n'B-Sängerin Ta'Shan, Ta'Shana ist Bernerin mit indischen Wurzeln – seit einiger Zeit lebt sie in London, wo sie an ihrer Karriere arbeitet. Sie hatte ihren Auftritt am Freitag auf der Introducing Stage der BBC. Veronica Fusaro trat am Samstagabend auf der Rabbit Hole Stage auf. Für 20 Minuten hielt sie ihren Trip nach Glastonbury mit ihrer Handykamera fest. Am Samstagmorgen, am Tag ihres Auftrittes, flog Veronica von Zürich nach Bristol. Während der Reise war sie ein bisschen nervös, wie sie 20 Minuten erzählt: «Es ging aber ... ... alles gut: Der Flug war pünktlich, das Mietauto stand bereit. Es verlief alles sehr ruhig.» Dass Veronica überhaupt zu ihrem Auftritt kam, habe sie «ihrem guten Management» zu verdanken: «Ich durfte bereits einige Konzerte in London spielen. Per Zufall haben wir dort den Booker der Rabbit Hole Stage kennen gelernt – so ergab sich dann eines nach dem anderen.» Als sie von ihrem Manager im April von der Zusage erfuhr, konnte sie es erst gar nicht glauben: «Erst als ich dann am nächsten Morgen das Bestätigungsmail sah, habe ich es wirklich realisiert – und hatte natürlich riesig Freude.» Dieses Bild zeigt Veronica übrigens kurz vor ihrem Auftritt. Ob sie nervös war? «Sicher nervöser als normalerweise», aber das gehöre dazu, sagt sie. Allein mit ihren Gitarren und der Loop-Station bewaffnet, spielte sie um 21 Uhr ihren Gig auf dem Gelände: «Es hatte an der Stage viele Leute und die Stimmung war super, das Publikum war sehr lebendig. Es hat einfach gfägt.» Im Anschluss hätten einige Leute ihre CDs gekauft: «Ich habe total viele Reaktionen gekriegt, die Zuschauer hatten wirklich Freude.» «Ich habe auch die Konzerte anderer Künstler besucht: Unter anderem habe ich Billie Eilish gesehen, sie war auf der Bühne echt eindrücklich», so Veronica. Miley Cyrus habe sie aber leider verpasst: «Ich hatte nicht sehr viel Zeit.» Trotzdem hat sie auch einige andere Künstler kennen gelernt: «Die grossen Acts zwar nicht, aber beim Rabbit Hole habe ich viele der Musiker backstage getroffen und mit ihnen gequatscht.» Veronica besuchte zwar auch den Campingplatz, die volle Festival-Dosis gab sie sich aber nicht: «Dieses Mal liess ich das Zelten sein. Dafür hatte ich ein Hotelzimmer inmitten von Glastonbury.» Das Festivalgelände sei übrigens riesig gewesen: «Bei der Anreise hatte ich sogar Bedenken, dass ich die Bühne nicht finde, weil das Areal so gross war.» Zum Glück sei das dann aber nicht der Fall gewesen. Die Thunerin und Ta'Shan sind die dritten Schweizer Musiker, die am Glastonbury spielen konnten. Wie sie das findet? «Sehr krass und surreal.» Sie finde es aber schön, zu sehen, wie ihre Musik vorwärtsgeht: «Ich bin natürlich erst am Anfang – aber solche Dinge pushen mich zusätzlich und zeigen mir auf, was ich noch alles erreichen möchte.» Ihr krassestes Erlebnis hatte die 22-Jährige (winkend im Bild in der Mitte) übrigens beim Rabbit Hole: «Es gab eine Secret Party – die war von ‹Alice im Wunderland› inspiriert. Der Eingang war geheim und Einlass wurde einem erst gewährt, wenn man ein Rätsel richtig gelöst hatte. Das Eintrittsticket war ein Rüebli – einmal drinnen, waren viele Leute verrückt verkleidet. Es war total freaky, wie im Film.» Die Nacht durchgemacht hat sie aber nicht, sie ging zeitig ins Bett. Der Grund für das vorbildliche Verhalten: «Ich bin die ganze Woche im Studio in London am Songs-Aufnehmen – wenn dann meine Stimme weg wäre, wäre das ziemlich suboptimal.» Der Mann neben ihr im Bild ist Brillendesigner Tom Davies: «Er hat meine Brille angefertigt – und er hat auch mitgeholfen, mir meinen Auftritt am Glastonbury zu organisieren.» «Veronica ist dazu bestimmt, ein internationaler Star zu werden», steht auf der Website des Glastonbury-Festivals geschrieben. Glastonburys Prophezeiung würde prima zu ihren Pläne passen – für die Musik hat sie erst kürzlich ihr Studium unterbrochen: «Es läuft gerade ... ... einfach zu viel. Im Moment schreibe ich die Songs für meine nächste EP fertig, die im September veröffentlicht wird. Im Sommer folgen dann noch viele Konzerte und Festivals, unter anderem am Festival de Nîmes in Frankreich.»

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Jährlich im Juni treffen einige der grössten Namen im Musikbusiness in Südengland ein, um am fünftägigen Glastonbury-Festival ihre Musik vor einem XXL-Publikum zum Besten zu geben. Mit jährlich 200'000 Besuchern ist es das grösste Openair der Welt.

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Neben Fixgrössen wie Miley Cyrus (26) oder Janet Jackson (53) und Weltweit-Liebling Billie Eilish (17) befanden sich dieses Jahr auch zwei junge Schweizer Musikerinnen auf dem eindrücklichen Line-up der Veranstaltung: Veronica Fusaro (22) aus Thun und Ta'Shan, die ein paar Dörfer weiter in Münsingen BE aufgewachsen ist und mittlerweile in London lebt.

Die beiden sind die Schweizer Musikerinnen Nummer drei und vier, die je auf einer Glastonbury-Bühne auftraten – nach Sophie Hunger und der Genfer Band Mama Rosin.

Veronica hielt alles im Foto-Tagebuch fest

Die 22-jährige Veronica reiste vergangenen Samstag für ihren Auftritt für eine Nacht nach Glastonbury. Ihren Gig – sowie alles was davor und danach passierte – hat sie mit ihrer Handykamera festgehalten.

20 Minuten gewährt sie einen Einblick in ihr Handy-Foto-Tagebuch. In der Bildstrecke erfährst du zudem, wie es überhaupt zu ihrem Auftritt kam, was ihre nächsten Ziele sind und was ihr krassestes Glasto-Erlebnis war.


(mim)