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11. September 2019 17:17; Akt: 11.09.2019 17:17 Print

Video kassiert 1,48 Mio Dislikes in nur drei Tagen

Der Song eines russischen Musikers stiess im Internet kurz nach dem Upload auf viel Kritik. Im Lied wird Moskau als die Stadt gepriesen, «wo es keine Schwulenparaden gibt».

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Am 7. September lud der russische Musiker Timati seinen neuen Song «Moskow» auf die russische Version von Youtube. Das ging einigen gegen den Strich. Bis zum 10. September hat das Video nämlich ganze 1,48 Millionen Dislikes erhalten. Das katapultierte es in die Top 30-Liste der am meist gehassten Youtube-Videos aller Zeiten und macht es zum Video mit den meisten Dislikes im russischen Youtube, wie der «Spiegel» berichtet.

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Der Song des russischen Rappers Timati beinhaltet Zeilen wie: «Ich geh nicht auf Demos und ich verbreite auch keinen Scheiss» oder lobt Moskau als die «Stadt, wo es keine Schwulenparaden gibt». Ausserdem singt Timati davon, wie er einen Burger zu Ehren von Sergei Sobjanin, dem Bürgermeister von Moskau, isst. Sobjanin war Putins Stabchef und ein enger Bekannter des Präsidenten.

«Welle der Negativität»

Nur einen Tag nach der Veröffentlichung des Videos fanden in Moskau Regionalwahlen statt. Timati wurde daher vorgeworfen, mit seinem Song Einfluss auf das Wahlverhalten der Bürger nehmen zu wollen.

Es ist nicht neu, dass Timati Sympathien für den russischen Präsidenten Wladimir Putin hegt. Aus dem Jahr 2015 existieren mehrere Bilder, die die beiden gemeinsam zeigen. Der Musiker hat den Präsidenten in der Vergangenheit in seiner Musik auch schon als Superhelden bezeichnet.

Nachdem das Videos in so kurzer Zeit so viele Dislikes kassiert hatte, nahm Timati dieses vom Netz. Damit habe er die «Welle der Negativität» stoppen wollen, wie er auf Instagram erklärt. Er gab auch zu, dass einige der Textstellen «etwas zu viel» gewesen seien. Dennoch findet er: «Statt an Demos zu gehen, sollte man lieber arbeiten und sich selbst verbessern.»

(doz)