Backstage am Blue Balls 2018

29. Juli 2018 22:58; Akt: 29.07.2018 22:58 Print

Welcher Star bestand auf einen Bodyguard?

Das Blue Balls Festival 2018 ist Geschichte. Direktor Urs Leierer zieht Bilanz. Und verrät, welcher Künstler auch hinter der Bühne Eindruck machte.

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Da hatte er noch alles vor sich: Urs Leierer posiert bei der Eröffnung des Blue Balls 2018 mit Fotografin Leonn Ward und Festival-Posterboy Keir. Der Gründer des Luzerner Festivals zieht eine positive Bilanz: mit über 100'000 Besuchern war das Blue Balls 2018 um zehn Prozent mehr ausgelastet als 2017. Ein Highlight war für ihn der Aufritt der US-Sängerin Meldoy Gardot. Auch neben der Bühne war es speziell. «Mit ihr ist es immer sehr angenehm. Sie hat mich noch um Rat bei der Outfitwahl gebeten. Und meine Tipps sogar angenommen und umgesetzt.» Hier wirft der Blue-Balls-Fotograf einen Blick aus dem Innern des KKL in Luzern auf die Foodstände für dem Konzerthaus. Und wir werfen mit ihm einen Blick hinter die Kulissen. Der Glitzer-Mikro-Ständer von Jessie J ist im Backstage unter den Bühnen-Equipment selbst ein kleiner Star. Keir wirft sich vor seinem Auftritt noch einmal in Pose – gut gedehnt tanzt es sich besser. Dieser junge Mann stürmte wenig später beim Konzert von Rufus Wainwright für eine Showeinlage auf die Bühne. Sein Outfit: Eine Referenz an US-First-Lady Melania Trump. Meet-the-Artist-Host Hannes Hug weiss, dass ein gutes Gespräch bei der Mundpflege beginnt. Der britische Newcomer Jodie Abacus wartet auf seinen Einsatz – im blauen Blue-Balls-Licht ist der Weg auf die Bühne wohl nicht ganz ungefährlich. Hier werden die Instrumente rangekarrt: Seiteneingang des KKL. Via Fernseher kann der Festival-Booker das Bühnengeschehen stets überblicken. Nach dem Ausladen ist vor dem Einladen: Die Crew von Züriwest. Helfer überbrücken die Wartezeit mit Chügeli-Fussball. Fun Fact: Der Ball unter der Ferse der Dame rechts ist blau. In diesem Backstage-Studio wurden die Hauptdarsteller des Festivals fotografiert. Und so sah das improvisierte Foto-Studio nach LPs Besuch aus.

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Über 100’000 Menschen besuchten während der neun Tage Blue Balls die 120 Events rund ums Luzerner Seebecken. Die Auslastung sei damit zehn Prozent höher gewesen als im vergangen Jahr, teilten die Veranstalter gestern mit.

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«Natürlich bin ich sehr happy. Die gute Auslastung ist allein dem Programm zu verdanken», sagt Festival-Gründer Urs Leierer. «Auch finanziell bin ich zufrieden – es geht weiter!», fügt er lachend an. Für 2019 sind keine grundlegenden Änderungen vorgesehen: «Wir machen weiter wie gehabt, wir wollen nicht grösser werden.»

Morissette mit «sehr grosser Crew»

Das Konzept geht auf – nicht nur auf, sondern auch hinter den Bühnen. «Was mich besonders freut ist, wie viele Künstler unsere Organisation loben und schätzen. In der Planung und Betreuung machen wir wirklich alles richtig. Da gebührt dem Team und allen Helfern ein riesen Dankeschön», sagt der Direktor.

Für Leierer war der Konzertabend mit Melody Gardot, The Black Pistol Fire und Wolfmother das Highlight. «Eine Supermischung, und alles lief einwandfrei.» Vor der Show von Gardot konnte der Direktor der US-Sängerin sogar noch assistieren: «Sie hat mich um Rat bei der Outfitwahl gebeten. Und meine Tipps sogar umgesetzt», sagt Leierer.

Für Aufregung sorgte die Ankuft von 90er Star Alanis Morissette: Sie sei «mit einer sehr grossen Crew» aufgefahren. «Sie hatte sogar einen Bodyguard samt schusssicherer Weste vor der Garderobe positioniert. So ein Aufwand wäre bei uns ja eigentlich nicht nötig.» Bildliche Impressionen aus demBackstage sehen Sie in der Bildstrecke.

Video: US-Musikerin LP gibt beim Fotoshooting im Backstage Vollgas.

(fim)

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