01. April 2005 05:00; Akt: 01.04.2005 10:38 Print

Hauskauf ohne Trauschein muss geplant sein

Viele junge Paare finden die Ehe überflüssig. Es lebt sich ebenso gut ohne Trauschein. Beim Hauskauf wirds aber ein bisschen schwierig.

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Der Zivilstand «ledig» birgt offenbar einen feinen Unterschied bei der Finanzierung des gemeinsamen Eigenheims. «Die Banken haben, so scheint es, zu Verheirateten mehr Vertrauen als gegenüber Konkubinatspaaren», schätzt Finanzierungsspezialist Werner Egli. Dies, obwohl die Bonität bei Konkubinaten oft besser ist, da sie meist Doppelverdiener sind.

Auf der juristischen Seite ist es wichtig, dass sich die Konkubinatspartner genau informieren. Der rechtliche Schutz ist im Konkubinat geringer als bei Verheirateten. Klare schriftliche und gänzlich unromantische Abmachungen sind also in jedem Fall zu treffen. Es muss zumindest festgehalten werden, wer wie viel Geld ins Eigenheim steckt, wer welche Eigenleistungen erbringt und wer sich wie an den Nebenkosten und Amortisationen beteiligt.

Wenn beide Partner etwa gleich viel Eigenmittel zusteuern und auch die monatlichen Lasten je zur Hälfte tragen, kann ein Kaufvertrag auf beide Personen lauten. Wenn nicht, sollte die eine Partei kaufen und die andere lediglich als Untermieter auftreten. Denn «blinde Liebe und blindes Vertrauen», sind gemäss Finanzierungsspezialist Werner Egli die grössten Fehler, die unverheiratete Paare beim Hauskauf machen.

(wil)