Interview

20. April 2005 04:52; Akt: 19.04.2005 19:43 Print

Rand Miller: «Ich versuche, Dinge anders anzugehen»

Rand Miller hat mit den «Myst»-Spielen ein einzigartiges Game-Universum geschaffen. 20 Minuten hat sich mit dem kreativen Kopf über die Games unterhalten.

Fehler gesehen?

Rand, was macht die «Myst»-Spiele deiner Meinung nach speziell?

Rand Miller: In «Myst» wird nicht geschossen, nicht gekämpft. Du kannst im Spiel nicht sterben. Wir versuchen, Dinge anders anzugehen, wir wollen eine gute Geschichte erzählen.

Im Trend sind momentan aber Shooter-Games. Fühlst du dich mit «Myst» nicht etwas überholt?

Miller (lacht): In der Tat erwarten die Industrie und die Presse derzeit einen gewissen Typ von Spielen. Die Frage ist, ob Spiele, die eine sinnvolle Geschichte erzählen, überleben werden. Mich beunruhigt, dass Abenteuer-Spiele eines Tages von der Bildfläche verschwinden könnten.

Du scheinst mit den Games eine Message vermitteln zu wollen. Welche?

Miller: Die Games sollen etwas über die Welt enthüllen. Auch darüber, wie man mit der Natur und den Mitmenschen umgehen sollte.

Bist du ein religiöser Mensch?

Miller: Absolut. Ich glaube an Jesus und seine Message, wie man Mitmenschen behandeln sollte.

Wer spielt «Myst»?

Miller: Das ist schwierig zu sagen. Ich denke, es hat darunter viele Rätselfans – Leute, die es lieben, die Welt und sich selbst zu entdecken.

Wie sieht die Zukunft aus?

Miller: Die Games sollen zur Kunst werden. Davon bin ich aber noch weit entfernt.

Jan Graber