«Filth and Wisdom»

22. Dezember 2008 21:24; Akt: 22.12.2008 19:25 Print

Pop-Queen Madonna über arme Künstler

von Philippe Zweifel - Madonna und Kino – das ist eine Kombination, die in der Vergangenheit nicht funktioniert hat.

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Man denke an ihre darstellerischen Trauerspiele in «Desperately Seeking Susan», «Body of Evidence» oder «Swept Away». Von den geschätzten Produktionskosten in Höhe von zehn Millionen Dollar spielte Letzerer gerade mal eine Million ein.

Kein Wunder, befürchteten Kritiker das Schlimmste, als die steinreiche Pop-Queen einen Low-Budget-Film über das Leben armer junger Künstler in Angriff nahm. Künstler wie der Ukrainer A.K., der von einer Karriere als Berufsmusiker träumt und sich bis dahin als männliche Domina verdingt.

Oder Holly, in die A.K. verliebt ist: Sie strebt zum Ballett und landet beim Stangentanz. Und schliesslich Julie, die in einer Apotheke arbeitet und dort Medikamente für Afrika stiehlt.

So weit, so schräg. Was abgedreht klingt, ist in Tat und Wahrheit aber eine konventionell gestrickte Komödie: Am Ende sind alle Beteiligten ihren Träumen ein kleines Stück nähergekommen.

Zuvor gibts jede Menge Sex, Musik und coole Sprüche. Das macht Spass und ist kurzweilig. Ob der Film aber auch ohne Madonna im Regiestuhl einen Verleiher gefunden hätte, sei hier dahingestellt.