Maxim - «Fallen Angel»

19. April 2005 04:58; Akt: 18.04.2005 20:01 Print

Statt Rap Gitarre und Elektro

CROSSOVER – Wenn der Chefkreischer von The Prodigy ankündigt, ein Rap-Album auf den Markt zu bringen, darf man ruhig etwas kritisch sein.

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«Fallen Angel», Maxims zweite Soloscheibe, hält auf jeden Fall nicht das, was der Pressetext verspricht. Denn die musikalische Untermalung besteht aus fast denselben Sounds, die bereits The Prodigy zum Erfolg verhalfen: Maxim setzt auf eine Mischung aus Elektro- und Gitarrenklängen und peppt diese mit seinem Geschrei auf.

Doch im Vergleich zum recht kalten 2000er Debüt «Hell’s Kitchen» kommen den Melodien auf «Fallen Angel» eine tragendere Rolle zu. So fallen «Violator», das deepe «Pretty», das lockere «Holdin On» und der starke Titeltrack bei aller Rhythmuslastigkeit eher mit eingängigen Songstrukturen als mit Beatgewittern auf. Neben lauen Rap-Einlagen fallen auf der Scheibe vor allem die Rock-Elemente sowie die Dub- und UK-Dance-Einflüsse auf. Doch irgendwie fehlt dem Silberling ein richtiger Smash-Hit, um ihm ein prägendes Merkmal zu verleihen.

Nüchtern betrachtet ist «Fallen Angel» eher ein Gitarren- und Elektro- als ein Rap-Album. Beim ersten Hören wirken die Tunes vielleicht etwas holprig, sie grooven sich über die Zeit allerdings gut ein. Kein Zweifel: Maxim legt mit «Fallen Angel» ein sehr persönliches Album vor. «Ich wollte endlich mal die Musik auf den Markt bringen, die am
besten zu mir passt», erklärt er stolz.

Ralph Hennecke

Maxim «Fallen Angel», Edel/ Phonag.