«Scott Pilgrim vs. The World»

21. Februar 2011 22:58; Akt: 21.02.2011 19:51 Print

Cool und ironisch mit einer Prise Romantik

Der 22-jährige Scott Pilgrim lebt in Toronto und ist der Bassist der Band Sex ­Bob-omb. Mit Ramona Flowers hat er gerade das Mädchen seiner Träume getroffen. So weit, so romantisch. Doch um Ramona für sich zu gewinnen, muss Scott ihre sieben Exfreunde besiegen.

«Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt» - Trailer
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Konkret heisst das, dass er gegen vegane Rockstars, eine Lesbe oder eineiige Zwillinge antritt.

Kein Produzent der Welt würde eine derart durchgeknallte Geschichte abnicken. Der Film basiert denn auch auf der bekannten Comic-Serie «Scott Pilgrim», einem wilden Stilmix aus Pixelgrafik, Hardrock-Posen und japanischen Mangas.

Lobenswerterweise versucht der Regisseur das Tempo der Comicvorlage beizubehalten – im wahrsten Sinn des Wortes: Die Kampfszenen sind im ­Videogame-Stil der 80er visualisiert, Extra-Leben schweben in der Luft, genauso wie Punkte oder Superwaffen. Ausserdem sausen Textblöcke durch die Szenen, denen die Darsteller ausweichen müssen.

Höhepunkt des cool-ironischen Streifens ist aber zweifelsohne das Bassisten-Duell zwischen Scott und einem der Exfreunde. Kurz, «Scott Pil­grim gegen den Rest der Welt» ist nicht unbedingt ein Film für jemanden, der nie über die erste Runde «Tekken» hinausgekommen ist.

(phz/20 Minuten)