Interview

01. April 2005 05:00; Akt: 01.04.2005 10:39 Print

«Zur Not kann man die Amortisationen stoppen»

Der Hauskauf fängt mit der richtigen Beratung und den richtigen Antworten an.

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Frau Boksberger, empfehlen Sie derzeit Hypotheken mit fixem oder variablem Zins?

Caroline Boksberger: Jedem Kunden wird bedürfnisgerecht ein passendes Hypothekarprodukt oder eine Kombination empfohlen. Möchte jemand beispielsweise aus Budgetgründen auf fünf Jahre hinaus genau wissen, wie hoch sich seine Hypothekarzinsbelastung beläuft, empfiehlt sich für ihn eine 5-jährige Fix-Hypothek.

Wie viel Prozent vom monatlichen Einkommen sollte man zur Tilgung aufwenden?

Boksberger: Das rechnet sich von rückwärts her: Bei der Credit Suisse sollte die 2. Hypothek bis zum 60. Altersjahr amortisiert sein. Das heisst beim Abschluss einer Hypothek, welche in eine 1. und 2. aufgeteilt ist, wird errechnet, in wie vielen Jahren der Kreditnehmer 60 wird. Dann teilt man den Hypothekarbetrag der 2. Hypothek durch die errechnete Anzahl Jahre und weiss so, wie viel jährlich amortisiert werden muss.

Wie hoch kalkulieren Sie die Nebenkosten des Eigenheims?

Boksberger: Die Kosten für Heizung, Strom, Wasser, etc. belaufen sich jährlich auf etwa 1 Prozent des Verkehrswertes. Dieser Betrag wird neben den Hypothekarzinsen und dem jährlichen Amortisationsbetrag in die Tragbarkeitsberechnung einbezogen. Das Total all dieser Kosten sollte 1/3 des Bruttoeinkommens nicht überschreiten.

Was passiert, wenn das Einkommen plötzlich wegfällt?

Boksberger: Wenn es eng wird, können die Amortisationen für eine gewisse Zeit gestoppt werden.