«Midnight in Paris»

19. Dezember 2011 22:58; Akt: 19.12.2011 20:19 Print

Auf der Suche nach der guten alten Zeit

Ob man Woody Allen nun schätzt oder nicht – eines ist sicher: Wer Paris mag, sollte sich diesen Film ansehen.

Midnight in Paris - Trailer
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Held der Geschichte ist Gil, ein scheuer und neurotischer Autor. Gil ist mit einer nervtötend dominanten Tochter aus reichem Hause verlobt. Da der ­zukünftige Schwiegervater geschäftlich in Paris zu tun hat, will man die Reise nutzen, um sich näherzukommen.

Einfach ist das nicht: Als Künstler ist Gil für die Schwiegereltern ein Kommunist. Er wiederum sieht im Schwiegervater eine Art George Bush. Doch da verschlägt es ihn plötzlich in die Vergangenheit. Ins Paris der 1920er-Jahre, als amerikanische Künstler sich in der Stadt tummelten: Fitz­gerald, Hemingway und Cole Porter. Aber auch Picasso ist dort – und dessen flatterhafte Muse Adriana, in die sich Gil prompt verliebt.

Nach ein paar mittelmässigen Filmen gelang Woody Allen mit «Midnight in Paris» wieder einmal ein Highlight. Die Zeitreise-Geschichte, in der sich Gil von seiner schrecklichen Frau losreissen muss, ist romantisch, originell und natürlich humorvoll. Und nebenbei stellt sich das Thema der ewigen Suche nach der guten alten Zeit und ob es nun richtig ist, die Vergangenheit zu verklären.

Nach diesem Film von Woody Allen lautet die Antwort eindeutig: Ja.

(phz/20 Minuten)

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