«The Social Network»

07. März 2011 20:25; Akt: 07.03.2011 20:29 Print

Nerds verändern über Nacht die Welt

Es ist unmöglich, 500 Millionen Freunde anzuhäufen, ohne sich auch ein paar Feinde zu machen.

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Milliardenschwere Nerds: Sean Parker (Justin Timberlake) und Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg).

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Die Rede ist von Mark Zuckerberg, dem 26 Jahre alten Milliardär und Face­book-Gründer, der jüngst zu Filmehren kam: «The Social Network» zeigt den rasanten Aufstieg seiner Online-Plattform.

Die in Hochgeschwindigkeitstempo erzählte Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, der Gründungszeit von Facebook und den späteren Prozessen. Denn Zuckerberg und seine Freunde gründeten das Portal an der Elite-Uni Harvard, um ihr Sozialleben ins Internet zu übertragen. Doch schnell wuchs Facebook über die Grenzen des Campus hinaus – und plötzlich ging es um Millionen, später um Milliarden. Und um Freundschaften, die in die ­Brüche gingen und vor Gericht neu verhandelt werden mussten.

Skrupellos, arrogant, unbeliebt: Zuckerberg kommt im Film nicht gut weg. Ob das der Realität entspricht, darf bezweifelt werden – es spielt auch keine Rolle. «Seven»-Regisseur David Fincher geht es weder um Zuckerberg noch um Facebook, sondern um den ­Typus des Nerds: junge Computer-Freaks, die quasi über Nacht die Welt verändern.

Für einmal lohnt sich übrigens auch ein Blick in die DVD-Extras: Eine vierteilige Doku zeigt, wie aus einer Online-Plattform einer der vielleicht besten Filme des vergangenen Jahres entstand.

(phz/20 Minuten)