«Jade Empire»

13. April 2005 04:55; Akt: 13.04.2005 00:02 Print

Erstklassiges Epos

Schon im Vorfeld heimste «Jade Empire» viel Lob ein. Ein Spieltest zeigt: zu Recht.

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Der Spieler startet in der Rolle eines Kampfschülers, an dessen Schule unheimliche Dinge geschehen: Banditen tauchen plötzlich auf, und Geister bedrohen den Seelenfrieden. Die Geschichte des Helden hängt eng mit diesen Ereignissen zusammen, weshalb für ihn eine gefährliche Reise beginnt. Auf dem Weg erfährt er mehr über seine Herkunft und erlernt unterwegs neue Kampfstile. Erfahrungspunkte, Amulette und Juwelen, die sich im Laufe des Spiels ansammeln, machen die Figur zunehmend stärker und führen sie schliesslich zur Meisterschaft.

Auf dem Weg stossen zudem Freunde hinzu, die bei den oft schwierigen Kämpfen zur Seite stehen. Mit praktisch allen Figuren kann ausführlich gesprochen werden, wobei die Dialoge stellenweise etwas hölzern wirken.

Das Spiel ist wunderschön gestaltet und vermag für Stunden an den Bildschirm zu fesseln. Die Geschichte ist mit fernöstlicher Philosophie gespickt und überzeugt ebenfalls. Bei jeder Interaktion entscheidet der Gamer zudem darüber, ob er sich kriegerisch oder friedlich verhalten will, was wiederum Auswirkungen auf die Spielfigur selbst hat. Oder wie es ein Meister der Kampfschule ausdrückt: «Willst du den Weg der offenen Hand oder den der geschlossenen Faust gehen?»

Jan Graber

«Jade Empire» für Xbox; Bioware.