Interview

01. April 2005 05:00; Akt: 01.04.2005 10:38 Print

Lieber Wohneigentum statt spätere Rente?

Vielfach wird das Vermögen der zweiten Säule zur Finanzierung des Eigenheims genutzt. Es gibt aber ein Für und Wider des PK-Vorbezugs.

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Herr Egli, was raten Sie Leuten, die ihr PK-Vermögen in ein Eigenheim investieren möchten?

Werner Egli: Mit Vorsicht positiv! Damit meine ich mit Vorsicht auf die spätere Vorsorge. PK-Gelder sind zwar Mittel, die als anerkannte Eigenmittel für den Kauf von Wohneigentum verwendet werden dürfen aber dies sollte wohl überlegt sein.

Ist es riskant, das PK-Vermögen in ein Eigenheim zu stecken?

Egli: Ist es denn nicht genauso riskant, die Mittel in der Pensionskasse zu belassen und zuzuschauen, was mit diesen Geldern passiert oder eben nicht passiert? Einen Teil des PK-Geldes ins Eigenheim zu stecken, halte ich für einen durchaus guten Weg. Aber letztlich kommt es auf die persönlichen Verhältnisse an.

Was geschieht, wenn sich die Einkommensverhältnisse ändern?

Egli: Ein getätigter Vorbezug kann problemlos an die Pensionskasse zurück bezahlt werden. Die bezahlten Steuern werden dann zurück erstattet.

Ist es bei den niedrigen Zinsen ratsam, die PK-Mittel in ein Eigenheim zu stecken?

Egli: Wenn das PK-Vermögen deutlich höhere Renditen bringen würde, wäre eine Verpfändung anzustreben. Denn das PK-Vermögen kann als Vorbezug oder als Verpfändung eingesetzt werden. Die Banken geben bei einer Verpfändung eine höhere Hypothek.