LMFAO

20. Juni 2011 19:55; Akt: 20.06.2011 20:02 Print

Bringen den Shuffle in die Schweizer Charts

von Marlies Seifert - «Everyday I’m Shufflin’», lautet das Motto dieses Sommers. Mit ihrem Disco-Kracher «Party Rock Anthem» blockieren LMFAO seit drei Wochen die Pole Position in den Schweizer Charts.

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Das Duo aus Los Angeles orientiert sich am nervösen Eurodance der 90er-Jahre. (Universal Music)

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Im dazugehörigen Videoclip liefert das Duo aus Los Angeles auch gleich noch den Tanz zum Song: den Shuffle. Nervöse, abgehackte Moves – passend zum hyperaktiven Sound der beiden Party-Rocker.

Deren Ähnlichkeit kommt übrigens nicht von ungefähr: Die beiden sind Onkel Redfoo (eigentlich Stefan Kendal Gordy) und Neffe Sky Blu (Skyler Gordy) – und Sohn, respektive Enkel von Motown-Gründer Berry Gordy. Das Label prägte den Soul seit den 60ern und brachte unter anderem die Supremes und die Jackson Five hervor.

Mit ihrem Partysound orientieren sich LMFAO jedoch weniger am schwelgerischen Sound der 60er als am nervösen Eurodance der 90er. Kein neues Phänomen: Mit ihrem Zweitling «Sorry for Party Rocking» setzen LMFAO auf dasselbe Rezept wie David Guetta, Katy Perry, Ke$ha, Taio Cruz, die Black Eyed Peas und fast alle anderen, die zurzeit Erfolg haben (s. unten links: Pitbull). Musikalisch ist das vielleicht nicht hochstehend – aber hoch ansteckend. Dem Endorphin-Schub, den diese Melange auslöst, kann man sich nur durch konsequente Abstinenz entziehen. Andernfalls heisst es unweigerlich: «Everyday I’m Shufflin’».

LMFAO, «Sorry for Party Rocking», Interscope/ Universal Music.