12. April 2005 04:54; Akt: 12.04.2005 09:29 Print

Nudeln im Nu: Fastfood aus China

Asiatische Nahrungsmittel finden zunehmend den Weg in Schweizer Küchen. Stark im Kommen: Nudeln aus dem Reich der Mitte.

Fehler gesehen?

Brachte nun eigentlich Marco Polo die Pasta von seinen Reisen ins Reich der Mitte nach Europa, oder trug er umgekehrt die Teigwaren mit nach China? Zumindest eine glaubwürdige Theorie besagt, dass Pasta eine uritalienische Erfindung sei. Während sich die Experten darüber streiten, ist eines jedoch unbestritten: Exotische Nahrungsmittel erfreuen sich bei uns zunehmender Beliebtheit, so auch die chinesischen Nudeln.

Richard Kägi, Einkäufer bei Globus Delicatessa, erklärt die Beliebtheit asiatischen Essens unter anderem mit gesundheitlichen Aspekten. «Die asiatische Küche lebt davon, dass Frischprodukte sehr schnell gekocht werden», erklärt Kägi. Chinesische Nudeln, die einen festen Bestandteil chinesischer Grundnahrungsmittel darstellen, sind je nach Typ innerhalb einer Minute gar. Genau genommen halb gar; denn die Nudeln werden vorwiegend in Suppen verwendet und bleiben deshalb in der heissen Flüssigkeit liegen, wo sie weitergaren. Ermöglicht wird die schnelle Kochzeit durch die verwendeten Zutaten – vorwiegend Weizen, Reismehl oder Sojabohnen –, deren Verarbeitung sowie durch ein spezielles Trocknungsverfahren. Auf den Strassen Chinas werden Nudeln hingegen oft frisch aus einem Teig hergestellt: Von der Herstellung bis zum fertigen Gericht vergeht weniger als eine Minute.

Jan Graber