Grenzenlos

05. Dezember 2011 20:07; Akt: 05.12.2011 20:12 Print

«Nichts zu verzollen»

Es ist das Jahr 1993. Eben sind zwischen Belgien und Frankreich die Zollgrenzen gefallen. Was für Reisende eine tolle Sache ist, ist für den belgischen Grenzbeamten Ruben eine Katastrophe.

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Unfreiwillige Partner: Die Grenzbeamten Ruben (Poelvoorde) und sein französischer Kollege Mathias (Boon).

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Er is nicht nur prinzipiell gegen offene Grenzen, er will auch nicht, dass die verhassten Franzosen einfach so an ihm vorbeimarschieren. Denn er mag eigentlich nichts lieber, als diese so richtig schön zu schikanieren.

Nach dem internationalen Hit «Willkommen bei den Sch’tis» legt Dany Boon seine nächste Komödie vor, in der er erneut mit Vorurteilen spielt. Doch wo uns bei den Sch’tis die Eigenarten der Nordfranzosen sympathisch sind, schlägt einem hier mit Ruben blanker Hass entgegen. Denn dieser wird auch noch dazu abkommandiert, mit seinem franzö­sischen Kollegen Mathias gemeinsam auf Patrouille zu ­gehen. Und als sich Mathias in Rubens Schwester verguckt, ist das Chaos perfekt.

Zwar hat die EU derzeit ganz andere Probleme als offene Grenzen. Doch «Nichts zu verzollen» will ja auch keine anspruchsvolle Polit-Satire sein. Der Film ist vielmehr eine mit Witz und Charme erzählte Charakterstudie, die aufzeigt, dass Grenzen vor allem in unseren Köpfen bestehen.

«Nichts zu verzollen»,­ mit Dany Boon, Benoît Poelvoorde, Regie: Dany Boon.

(phz/20 Minuten)