Yelawolf

12. Dezember 2011 20:02; Akt: 12.12.2011 20:09 Print

Sein Mentor spielt in einer anderen Liga

von Niklaus Riegg - Mit dem Signing von Eminem hatte Dr. Dre vor bald 15 Jahren das Hip-Hop-Business auf den Kopf gestellt. Ein schmaler White-Trash-Junge wurde zum grössten Rapper des Planeten. Jetzt versucht Slim Shady dasselbe mit Yelawolf.

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Der 31-jährige Yelawolf aus Alabama. (Universal)

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Der 31-Jährige aus Alabama gilt momentan als der heisseste Rap-Act Amerikas: Er ist technisch unglaublich versiert, hat einen einmaligen Look und viel Charisma sowie keine Angst, sozialkritische Themen anzusprechen.

Doch leider schafft er es auf seinem ersten regulären Album nicht, an sein gefeiertes Debüt «Trunk Muzik» anzuknüpfen. Dies liegt aber in erster Linie daran, dass er zehn der 14 Songs des Albums mit Featuregästen bestreitet (unter anderen Eminem, Kid Rock und Lil John). So wirkt «Radioactive» nie wie ein rundes ­Album, sondern zerfällt in ­einzelne Tracks – von denen einige aber das Zeug zum Klassiker haben: «Throw It Up», «Good Girl» oder «Slumerican Shitizen» dürften bei dem einen oder anderen Rap-Fan zu den Lieblingstracks des Jahres gehören.

Damit der Eminem-Schützling aber auch nur annähernd den Status seines Mentors erreicht, braucht er nicht nur seinen ersten, grossen Hit. Er muss auch die Fähigkeit lernen, aus einzelnen Tracks ein von A bis Z überzeugendes Album zu produzieren.

Yelawolf, «Radioactive», Shady Records/Universal.