«Unreal Championship 2»

15. April 2005 04:55; Akt: 11.04.2005 11:25 Print

Ballerballett auf der Xbox

Das Prinzip der Unreal-Games ist einfach: Ballern, bis sich die Flinten biegen. Unklar bleibt, weshalb es dazu eine Hintergrund-Story braucht.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Selbst zu den einfachsten Games erfinden Entwickler oft eine Hintergrund-Geschichte: Sie soll ins Spiel hineinziehen und zusätzliche Spannung verschaffen. Was für viele Action- und Adventure-Games Sinn macht, wirkt in «Unreal Championship 2: The Liandri Conflict» aber wie die Suche nach einer Legitimation.

Denn bei «UC 2» geht es nur um das Eine: Ballern, bis das Gamepad raucht. Zwei und mehr Opponenten treten alleine oder im Team in einer futuristischen Arena gegeneinander an. In rundenbasierten Matches, die atomar schnell ablaufen, müssen Gegner ins binäre Nirvana geschickt werden – wo sie umgehend wiederauferstehen, um in der nächsten Runde erneut teilzunehmen. Neu können Feinde auch im Nahkampf eliminiert werden, wobei die Bewegungen in der Dritt-Person-Sicht aber wenig flüssig gelungen sind. Den Figuren wurden zudem artistische Moves spendiert – was ebenfalls vom Konzept des Shooters wegführt.

Während sich der Single-Player-Modus vor allem fürs Üben anbietet, machen die schnellen Matches im Multiplayer-Modus am meisten Spass. Mit der bekannteren PC-Version kann es der Titel dennoch nicht aufnehmen.

Jan Graber