Neu zum Streamen

13. Februar 2020 09:45; Akt: 13.02.2020 09:45 Print

«Diese Show ist verdammt queer und trans»

Eine Comedyserie aus der LGBTQ-Community, Netflix' erster Originalfilm aus Deutschland – das gibts neu zum Streamen.

Body-Shaming, psychische Krankheiten, Genderthemen: Abby McEnany will mit ihrer autobiografischen Show Tabus brechen. Hier gibts den Trailer. (Video: Showtime)
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«Work In Progress»

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Die 45-jährige Abby (Abby McEnany) erzählt ihrer Therapeutin, dass sie sich das Leben nehmen will. Seit Jahren begleiten Abby Depressionen, Panikattacken und Zwangsstörungen. Nun will sie jeden Tag eine Mandel wegschmeissen – wenn 180 weg sind und ihr Leben sich nicht verbessert hat, bringt sie sich um.

Doch als Abby ihren Suizidplan erklärt, realisiert sie, dass ihre Therapeutin in der Sitzung verstorben ist. Das Pech scheint sie zu verfolgen, bis sie sich in den jungen Transmann Chris (Theo Germaine) verliebt. «Du datest einen Transmann? Dann bist du keine Lesbe mehr», meint eine Kollegin. Worauf Abby antwortet: «Wen zur Hölle kratzts? Führst du eine Liste?»

Die Serie ist autobiografisch

Die Comedyserie basiert auf Abby McEnanys echter Geschichte: In einer Bühnenshow mit dem Titel «Work In Progress» erzählte die Autorin von ihrem Leben. Regisseur Tim Mason war begeistert, die beiden schrieben den Plot für eine TV-Serie und holten Lily Wachowski («The Matrix») als Produzentin und Autorin dazu.

«Diese Show ist verdammt queer und verdammt trans. Sie zeigt Transmenschen und die queere Community auf eine liebevolle Art», so Wachowski gegenüber «Vox». Wie McEnany ausführt, ist das Brechen von Tabus dabei zentral: «Uns ging es bei der Serie darum, die Scham über psychische Krankheiten zu verlieren. Sonst reden die Leute nicht darüber.»

«Work In Progress» gibts ab dem 18. Februar auf Sky Show.

«Isi & Ossi»

Isi (Lisa Vicari) fehlt es in Heidelberg dank millionenschweren Eltern an nichts, doch laut ihnen ist das BWL-Studium ein Muss, wofür Isi sich wenig interessiert. Boxer Ossi (Dennis Mojen) kämpft im benachbarten Mannheim ums Überleben und hilft seiner verschuldeten Mutter in der Tankstelle aus.

Als Isi und Ossi aufeinandertreffen, schliessen sie einen Deal ab – sie daten sich: Isi will ihre Eltern provozieren, damit sie ihre Leidenschaft unterstützen und ihr eine Ausbildung als Köchin in New York bezahlen. Im Gegenzug kriegt Ossi von Isi das nötige Geld, um an seinem ersten Profikampf teilnehmen zu können, was ein Sprungbrett sein könnte.

Netflix' Debüt aus Deutschland

«Isi & Ossi» erscheint als erste deutsche Film-Eigenproduktion von Netflix. Drehbuchautor und Regisseur Oliver Kienle («Bad Banks») meint gegenüber dem «Kurier»: «Es ist eine speziell deutsche und gleichzeitig sehr universelle Geschichte.»

«Isi & Ossi» gibts ab dem 14. Februar auf Netflix.


Der Trailer. (Video: Netflix)

(afa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lilo am 13.02.2020 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder Werbung

    Wieso wird diese permanent penetrante Netflixwerbung nicht ordentlich als Paid Content angegeben?

  • So ein Stuss am 13.02.2020 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Soll das queer und trans

    eine neue Begeisterungswelle für unser Leben darstellen, oder was?!? Ohne queer und trans ist das Leben nicht bunt oder wie?!?

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  • Olaf am 13.02.2020 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ojemine

    Lese nur noch queer und trans. Gut, jedem das seine aber es schein wirklich so, dass damit fast schon geworben mit, dass es die Beste Wahl und Entscheidung sein. Ohne queer und trans und wenn man nicht grün und linksextrem ist, dann wird man als Buumann hingestellt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 14.02.2020 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    CH BRAUCHT ÜBERHAUPT KEIN NETFIX

    Hört mit der CH-Volk's-Abzockerei auf zusätzliche Sender zu kaufen die sowieso nur Ramsch verbreiten.

  • Expat am 14.02.2020 04:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problem der Kultur

    In der westlichen Hemisphäre scheint der Drang riesig immer wieder über seine sexuelle Ausrichtung zu diskutieren und sich über Diskriminierung zu beklagen. Anderen Regionen scheint das Fremd zu sein. Wir waren gestern in Bangkok an einer Geburtstagsparty mit 50 Leuten am Tisch sassen 2 Homosexuelle Männer, drei Heteropaare und ein Ladyboy. Wir hatten viel Spass und nie ein Wort über Ausgrenzung oder Probleme verloren, weil es das hier nicht braucht. Es macht einfach niemand ein Problem daraus.

  • Expat am 14.02.2020 04:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu aufdringlich

    Durch die ständige hohe Präsenz von Randgruppen werden diese dem Rest der Bevölkerung nicht sympatischer. Nein, das Gegenteil ist der Fall man empfindet es als penetrant. Wir akzeptieren Euch, lasst es nun mal gut sein

  • Expat am 14.02.2020 04:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die schweigende Mehrheit

    Ich stehe dazu, ich bin hetero, nur an Frauen interessiert und trotzdem glücklich. Muss ich mich jetzt ändern.

  • Ben Henry am 13.02.2020 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    genung

    ...hört mal auf von dieser Community zu berichten, ich habe es satt.

    • Tolerant am 13.02.2020 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Ben Henry

      Naja, wenn für ca. 0.5% der Bevölkerung die sexuelle Ausrichtung zum einzigen Lebensinhalt wird, sollen die restlichen 99.5% doch auch etwas davon haben...

    einklappen einklappen