Tabea Buser im «Tatort»

16. Juni 2019 11:39; Akt: 16.06.2019 11:39 Print

«Für die Kampfszenen hatte ich kein Double»

Die Basler Schauspielerin übernimmt eine Hauptrolle im zweitletzten Luzerner «Tatort». Wir stellen vor.

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Die Folge:

Nur noch zweimal wird das Luzerner Ermittlungsduo Ritschard/Flückiger für die «Tatort»-Reihe im Einsatz sein. Im Januar 2020 wird die letzte Folge aus Luzern ausgestrahlt.

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Diesen Sonntag gehen die Innerschweizer TV-Kommissare dem Mord an einem korrupten Boxmanager nach. In einer der Hauptrollen: Tabea Buser. Die preisgekrönte Newcomerin spielt eine Boxerin, die in den Fokus der Ermittlungen rückt.


Darum gehts im kommenden «Tatort» mit dem Titel «Ausgezählt».

Die Vorgeschichte:

Buser dürfte manchen Zuschauerinnen und Zuschauern bekannt vorkommen. Sie war Teil des Casts der sechsten Staffel der SRF-Erfolgsproduktion «Der Bestatter».

Zuvor war die Baslerin 2015 auch im SRF-Film «Lina» von Michael Schaerer zu sehen. Erst letzte Woche hat sie ihren Master in Expanded Theater an der Hochschule der Künste in Bern abgeschlossen.

Die Rolle:

Für ihren Part im «Tatort» hat Tabea Buser drei Monate lang Boxtraining genommen, in Einzel- und Gruppentrainings, drei- bis viermal die Woche. «Zuvor hatte ich nichts mit Boxen zu tun», sagt Tabea.

Die Kampfszenen hat sie anschliessend mit einem Stuntman einstudiert – eine besondere Herausforderung für die Schauspielerin. «Wir kämpfen ja nicht richtig, es soll aber so aussehen». In allen Kampfszenen ist Tabea Buser selbst im Ring gestanden. «Ich hatte kein Stuntdouble», sagt Tabea.

Der Sonntagabend:

Ihre Performance kann Tabea Buser noch nicht einschätzen, sie hat die Folge selbst noch nicht gesehen. Deshalb wird sie am Sonntagabend vor dem Fernseher sitzen – und mit ihr Millionen von «Tatort»-Fans im deutschsprachigen Raum.

Die Durchschnittsquote der Krimireihe lag 2018 gemäss Spiegel.de bei über 8,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern pro Folge. Nervös ist Buser deswegen nicht. «Ich freue mich», sagt sie.

Der Wunsch:

Am Freitag hat die Schauspielerin ebenfalls am Frauenstreik teilgenommen. In ihrer Branche stellt sie fest, dass es «einfach weniger Anerkennung für Künstlerinnen gibt». Sie sagt: «Es braucht mehr Förderung und Unterstützung.»

Im aktuellen «Tatort» hat mit Katalin Gödrös eine Frau Regie geführt. «Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch mehr solche Erlebnisse haben werde», so Buser.

Die Zukunft:

Aktuell wohnt die 26-Jährige in Bern, bald zieht sie nach St. Gallen. Sie hat nach ihrem Hochschulabschluss eine Festanstellung am Theater erhalten. «Ich habe eine Bühnenausbildung gemacht und fokussiere mich jetzt auf die Bühne.»

Dass sie wieder mal eine Fernseh- oder Filmrolle annehme, schliesst Tabea Buser aber nicht aus. «Das kommt natürlich auf das Angebot an.» Und ihr neuer Arbeitgeber hätte da auch noch ein Wörtchen mitzureden.

(fim)