Wunsch des Autors

10. Juli 2014 22:27; Akt: 10.07.2014 22:27 Print

«Game of Thrones» soll im Kino enden

Mit seinen Büchern und der daraus resultierenden TV-Show feiert «Game of Thrones»-Autor George R. R. Martin grosse Erfolge. Er aber will auch die grosse Leinwand erobern.

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George R. R. Martin, Autor der «Game of Thrones»-Bücher und jener Mann, der ständig unsere liebsten Charaktere sterben lässt, hat mit der TV-Adaption seines Schaffens noch nicht genug. Er will die «Game of Thrones»-Reihe im Kino enden lassen.

Warum der US-Autor so hinter dieser Idee steht, ist einfach erklärt: Momentan arbeitet Martin an den letzten beiden Büchern, um seine Saga um den Thronkrieg in Westeros zu Ende zu erzählen.

Doch die TV-Serie ist ihm dicht auf den Fersen. Schon jetzt in der vierten Staffel behandelt die Show Themen aus dem dritten Buch. Wenn die Produktionsfirma HBO weiter aufs Tempo drückt, kommt Martin mit dem Schreiben nicht hinterher.

Viel Geld fürs Kino

Ein Kinofilm, der das Ende der Saga von Eis und Feuer auf der grossen Leinwand erzählt, kommt ihm da entgegen. Martin zeigt sich engagiert, wenn es um die Möglichkeit eines Films geht: «Wenn wir sieben oder acht Staffeln gesendet haben, und die Show immer noch gross genug ist, um die 200 Millionen Dollar zu bekommen, die für die Finanzierung eines grossen, epischen Films notwendig sind ... sicher!», so der Autor laut Screendaily.com beim Internationalen Fantastic Film Festival in Neuchâtel.

Denn eine solche Produktion im grossen Stil dauert länger, bis sie realisiert werden kann. George R. R. Martin hätte also genug Zeit, seine Vision auf Papier zu bringen. Aber: «Das bedeutet nicht, dass diese Idee abgesegnet ist. Manche Leute mögen diese Möglichkeit, andere nicht so sehr», weiss Martin.

Doch nicht nur Zeitmangel könnte ein Grund für Martins Film-Traum sein. Die Serie in einem epischen Kinostreifen enden zu lassen, weist darauf hin, dass George R. R. Martin Grosses für die Protagonisten in Westeros geplant hat.

Episches Ende

Während des Festivals in Neuchâtel sprach der Autor darüber, dass eine Staffel von «Game of Thrones» mehrere Millionen Dollar kostet, aber das sei «immer noch nichts im Vergleich zu Peter Jacksons Ausgaben bei einem ‹Herr der Ringe›-Film. Mit etwas so Grossem aufzuhören, wäre einfach fantastisch», so Martin.

Während bei «Herr der Ringe» der Fokus auf epischen Kämpfen und grossen Bildern liegt, sind bei «Game of Thrones» aber eher Zwischenmenschlichkeit und unerwartete Handlungsänderungen ausschlaggebend für die Serie.

Warum also will George R. R. Martin so viel Kohle für einen Film? Man könnte meinen, er hat vor, das ganze Ding am Ende einfach in die Luft zu sprengen. Denkt man zurück an die berühmtberüchtigte «Red Wedding» in Staffel drei, ist diese Vorstellung gar nicht mal so unrealistisch.

(ink)