Abstimmungskampf

14. Dezember 2015 13:11; Akt: 14.12.2015 14:37 Print

«Glanz & Gloria» ätzt gegen No-Billag-Initiative

Was war denn da los? Letzten Freitag eröffnet «Glanz & Gloria»-Moderator Salar Bahrampoori die Sendung vor einer grauen Wand. Und warnt die Zuschauer.

Salar Bahrampoori erklärt, was passieren würde, wenn die No-Billag-Initiative angenommen würde (Quelle: SRF).

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«Heute Morgen sind die nötigen 100'000 Unterschriften für die No-Billag-Initiative zusammengekommen. Würde es nun zu einer Abstimmung kommen und würde diese auch noch angenommen werden, dann würde es für uns heissen: Es gibt keine Gebührengelder mehr. Und dann käme ‹Glanz & Gloria› etwa so über den Sender. Noch ist es aber nicht so weit.»

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Mit diesen Worten begrüsst SRF-Moderator Salar Bahrampoori am Freitag die Zuschauer des People-Magazins. Der 35-Jährige steht dabei vor einer grauen Wand, die Kamera wackelt hin und her, die Stimme hallt. Die Warnung ist offensichtlich: Das Publikum soll das Volksbegehren auf keinen Fall annehmen – das würde den Tod der Show bedeuten.

«Propagandistische Desinformation»

Den Initianten stösst die Aktion sauer auf. «Wir finden das Ganze sehr fragwürdig, ja sogar rechtswidrig», erklärt No-Billag-Co-Präsident Olivier Kessler im Interview mit 20 Minuten. «Das ist propagandistische Desinformation.» Man werde beim Ombudsmann des SRF in den nächsten Tagen eine Beschwerde einreichen, so der SVP-Politiker. Denn: «Der Sender muss zu einer freien Meinungsbildung beitragen.»

Beim SRF selbst findet man den Vorfall halb so schlimm. «‹Glanz & Gloria› hat mit einem Augenzwinkern über eine Tagesaktualität berichtet», erklärt Mediensprecher Stefan Wyss auf Anfrage. Und weiter: «Vom Publikum sind keine Rückmeldungen dazu eingegangen.»

Im November gab das SRF bekannt, dass aufgrund von Sparmassnahmen beim Vorabend-Format zwei Stellen gestrichen werden müssen.


(scy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bill Aggebühren am 14.12.2015 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so schlimm

    Bestenfalls wird die Sendung überhaupt nicht mehr gesendet, wenn die Billag Gebühren wegfallen.

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  • P. Eichert am 14.12.2015 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird Zeit

    Jetzt fürchten sie plötzlich im ihre Stelle! Es wird Zeit das dieser geschützten Werkstatt die Subventionen gestrichen werden.

  • Monika am 14.12.2015 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Absetzen

    Diese Sendung ist völlig unnötig.Was interessiert Hary,Willi und Konsorten?,Hat nichts mit dem wirklichen Leben zu tun.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wolf Schweitzer am 16.12.2015 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wer weiss das schon so genau

    Ich habe diese Sendung, wie fast sonst alles (ausser vielleicht mal Tatort alle 5 Monate) noch gar nie jemals angesehen. Wenn herauskommt, dass ich so etwas über die BILLAG mitfinanziere, wäre ich wohl sicher auch für die Abschaffung. Vielleicht sollten sie dort den Ball eher tief halten, denn "Glanz und Gloria" war mir bisher gar kein Begriff. Vielleicht sollte man mal ein Fernsehprogramm durchblättern, was da sonst so alles steht noch.

  • Supernova78 am 15.12.2015 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    dann erst recht keine billag mehr!

    da es sowieso ein sinnlose und absolut überflüssige sendung ist, weg damit. und politisieren sollten diese mehr oder weniger talentierten moderatoren auch nicht

  • Peter am 15.12.2015 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    kontraproduktiv?!

    Also mir ist das egal. Das schaue ich sowieso nicht und wie ich mir vorstellen könnte, die grosse Mehrheit auch nicht. Durch diese Aktion haben Sie sich wohl eher selbst ins Bein geschossen...verstehe nicht, das das Anti-Billag Komite (welches ich unterstütze) rumheult: Wenn sich der Gegner selbst erledigt muss man weniger kämpfen

  • huschmie am 14.12.2015 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Um g&g wäre es nicht schade

    Wenn es den Tod von g&g bedeuten würde, dann könnte ich der Initiative sogar zustimmen. Aber es gibt durchaus auch Sendungen von SRF die ich gerne schaue.

    • Dingo am 15.12.2015 06:15 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Beinbruch

      Das SRF wird ja nicht abgeschafft. Sie sollen nur ihre Mittel selbst beschaffen. Dabei könnten sie auch Gebühren verlangen, mit verschlüsseltem Sender, sodass Menschen wie sie, welche den Sender wirklich gucken, auch weiter dafür bezahlen dürfen, aber nicht mehr jeder nur weil er einen Computer zuhause stehen hat oder ein Smartphone besitzt.

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  • erget öber am 14.12.2015 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    voll daneben!

    voll daneben, vor allem brauchen wir ja das bling bling unbedingt... wer schaut diese sendung überhaupt?