«Leaving Neverland» im TV

06. April 2019 19:26; Akt: 06.04.2019 19:26 Print

Geh aufs WC, bevor du die Jackson-Doku schaust

SRF und Prosieben zeigen «Leaving Neverland» am Samstag erstmals im deutschsprachigen TV. Mit den Tipps von 20 Minuten bist du auf die Missbrauchs-Doku vorbereitet.

Anfang März zeigte HBO die Doku im US-TV. Hier ist der Trailer. (Video: HBO)
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Am Samstagabend läuft die Michael-Jackson-Doku «Leaving Neverland» erstmals im deutschsprachigen TV. SRF 2 zeigt sie um 21.55 Uhr (falls Eishockey-Playoff, dann erst um circa 23 Uhr), Prosieben um 20.15 Uhr. In der SRF-Online-Mediathek ist der Zweiteiler zudem ab 21.15 Uhr verfügbar.

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Damit du optimal auf diese lange Nacht (oder wann auch immer du den Film replayst) vorm Bildschirm vorbereitet bist, legen wir dir die folgenden vier Punkte ans Herz.

1. Geh vorher aufs WC

Die beiden Teile von «Leaving Neverland» dauern zusammen vier Stunden – wenn du dabei nicht Pause drücken kannst (oder es gar nicht willst, die Doku ist schliesslich packend), solltest du deine grossen und kleinen Geschäfte vorher erledigt haben.

Ebenfalls empfehlenswert: Snacks und Getränke. Aber das müssen wir dir, einem TV- und Streaming-Veteranen, ja eigentlich gar nicht mehr sagen.

2. Trag kein Make-up

Neben den oben erwähnten Dingen solltest du auch eine gut gefüllte Box Nastüechli griffbereit haben. «Leaving Neverland» geht nämlich verdammt nahe.

James Safechuck (40) und Wade Robson (36) erzählen, wie sie als Buben eine Freundschaft zu Michael Jackson aufgebaut hätten und von ihm daraufhin über Jahre sexuell missbraucht worden seien.

Dabei machen sie auch vor expliziten Details nicht halt. Und ihre Mütter und Ehefrauen erzählen, wie der angebliche Missbrauch ihre Familien geprägt habe – besonders diese Passagen tun weh.

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3. Sei skeptisch

«Leaving Neverland» erzählt die Geschichte von Safechuck und Robson mit gleichzeitig beeindruckender Behutsamkeit und Intensität – und mit viel Glaubwürdigkeit. Doch es ist eben nur eine Seite der Story. Und zu dieser kann der vor zehn Jahren verstorbene Popstar keine Stellung mehr beziehen.

Ausserdem hat Robson bei zwei Prozessen (1993 und 2005 – Kläger waren in beiden Fällen die Familien anderer angeblich missbrauchter Kinder) zugunsten Jacksons ausgesagt; 1993 stärkte auch Safechuck dem Sänger den Rücken.

Beide reichten nach Jacksons Tod allerdings Zivilklage ein. Sie behaupteten entgegen den früheren Statements erstmals, er habe sie ebenfalls missbraucht, und verlangten Schadensersatz. Das Gericht wies die Klagen ab – sie seien zu spät eingereicht worden.

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4. Pass deine Playlists an

Egal, ob dich die Geschichten von Safechuck und Robson berührt oder kaltgelassen haben. Egal, ob du ihnen glaubst oder nicht. Egal, ob du Jacko-Fan bist, einfach seine Musik magst oder noch nie etwas mit ihm anfangen konntest.

Und auch egal, ob du grundsätzlich der Meinung bist, dass Privates und Berufliches bei einem Künstler getrennt werden sollten: Du wirst die Musik von Michael Jackson nicht mehr so hören können wie vor «Leaving Neverland».

Vielleicht hält der Beigeschmack nur kurz an, vielleicht auch Monate oder Jahre. Aber da ist er auf jeden Fall.

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • d. m. am 06.04.2019 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pro7

    Wenn man auf Pro7 schaut kann mann getrost 20 mal während der Doku aufs WC.

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  • jb5430 am 06.04.2019 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    KEINE Doku

    Alle reden von Doku. Dies ist aber sicher keine Doku weil es eine einseitige Darstellung ist. Und daher, für mich, absolut wertlos!

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  • Billy Jean am 06.04.2019 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Vollkommen bescheuert

    diese Tipps. Es geht um eine ernste Sache.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Akinom am 06.04.2019 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    10 Jahre her

    Glaube den ganzen Schwachsinn nicht. Amerikaner halt die Geld nach 10 Jahren kein Geld mehr haben und noch etwas brauchen. Erst recht höre ich MJ Musik.

  • Lukas am 06.04.2019 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist unterste Schublade!

    Der Mann lebte, wurde genau hierfür angeklagt, es ging vor Gericht, es wurde verhandelt, es wurden alle möglichen Leute angehört und "Beweise" vorgelegt, der Mann wurde freigesprochen, der Mann starb und jetzt kommen all die Gaier wieder zum Vorschein mit ihren "Wahrheiten", obwohl sie zuvor vor Gericht, unter Eid, das Gegenteil bezeugt hatten! Noch schlimmer finde ich aber die Tatsache, dass sogenannte "seriöse" Medien solchen "Zeugen" eine Plattform bieten.

  • Qsi am 06.04.2019 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf dem WC kann man

    die Printausgabe von 20 Min. definitiv am besten verwerten... Und wenn man Wade und James, den beiden Protagonisten dieser pseudo Dokumentation zuhört, dann dann kriegt man eh dünn Pfiff...

  • Teresita am 06.04.2019 23:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armselige Doku

    Ich sehe es als absoluten Hammer, dass etwas ausgestrahlt wird, wenn der Hauptdarsteller schon mal freigesprochen wurde, und heute, da verstorben, keine Stellung mehr nehmen kann! Armselig!

  • Loxx am 06.04.2019 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich schaue ihn

    Ich hätte vieles dazu zu sagen. Was mir jedoch auffällt ist, dass Safechuck offenbar leidet, aber aus Verlust. Ich glaube, da steckt was ganz anderes dahinter, als man annimmt. Meine Meinung über Michael hat sich nicht geändert. Warum kommen die jetzt, 10 Jahre nach seinem Tod? Oder seinem Verschwinden? Dieser Film sagt mir ganz etwas anderes als das, was er vermitteln soll. Dieser Film ist ein schmerzender Nachruf, der Schrei einer Seele, die Michael vermisst und dabei sehr leidet.