Roger Schawinski

28. Dezember 2014 14:37; Akt: 28.12.2014 17:59 Print

«Nie mehr Blancho, Freysinger oder Thiel»

Sie haben für den Schweizer TV-Skandal des Jahres gesorgt: Andreas Thiel und Roger Schawinski. Nun will der Fernsehmoderator Konsequenzen ziehen.

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Sie gab zu reden wie selten eine Sendung zuvor: Die Talkshow «Schawinski» von Mitte Dezember. Der Moderator und sein Gast, Satiriker Andreas Thiel, gingen sich verbal an die Gurgel, die Emotionen kochten über. Roger Schawinski betitelte den Berner nach der Aufzeichnung schliesslich auch noch als «Arschloch».

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In einem Beitrag für die «SonntagsZeitung» schreibt der 69-Jährige nun, aus dieser Erfahrung seine Lehren ziehen zu wollen. Er werde «Personen, die sich systematisch verweigern und jede Sendung umfunktionieren, nicht mehr ins Studio holen». Konkret heisst das laut Schawinski: «Nie mehr Blancho, nie mehr Freysinger, nie mehr den Gaukler und Falschspieler Thiel.»

«Auf Thiels Verhalten war ich schlicht nicht vorbereitet»

Der ehemalige Radiopirat zeigt sich in seinem Blog indes durchaus auch selbstkritisch. Sein ärgerlichster Fehler sei es gewesen, «die mir hingeworfenen Fragen zu beantworten, statt sie zu ignorieren». Etwa jene, ob Schawinski Hitlers «Mein Kampf» gut finde. Der Talker resümiert: «Auf Thiels Verhalten war ich schlicht nicht vorbereitet.»

Geärgert habe ihn zudem, dass Thiel ihn «mit seiner schnoddrigen Bemerkung zu meiner Religionszugehörigkeit auf schamlose Weise» habe destabilisieren wollen. Schawinski spielt auf die Frage des Komikers an, ob er ein «Papierjude» sei.

Kontroversen Gästen will der Zürcher allerdings laut eigenen Aussagen in Zukunft nicht aus dem Weg gehen. «Auf spannende und erkenntnisreiche Diskussionen mit echten Debattanten freue ich mich mehr denn je.»


Der Eklat zwischen Roger Schawinski und Andreas Thiel (Quelle: SRF).

(scy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benjamin am 28.12.2014 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wer nicht will, wie ich es will

    Bei mir ist es umgekehrt: nie mehr Schawinski.

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  • Elba am 28.12.2014 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Schawinski

    dürfen nur noch Personen auftreten, die sich zu benehmen wissen, sprich keine andere Meinung als Schawinski haben. Prima, dann kann Schawinski seine Selbstgespräche künftig privat führen, ohne dass wir uns dafür Billag-Gebühren abpressen lassen müssen.

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  • Zeit fürs Altenteil am 28.12.2014 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Lachnummer

    Nicht vorbereitet heisst wohl, es hat nicht geklappt das Gegenüber zu dominieren, beleidigen, unter den Tisch zu quaseln etc. Immer wieder schön zu sehen, wie eine beleidigte Diva reagiert, wenn ihr mal der Spiegel vorgehalten wird. RS hat sicher viel für die Liberalisierung des Radios in der Schweiz getan und kann auch auf vielen Gebieten als Pionier bezeichnet werden - Hut ab. Nur, wie die meisten der Grossen hat er noch nicht begriffen, dass es nicht nur ihn und seine Meinung auf diesem Planeten gibt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • dacada am 29.12.2014 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schawi,Schawi...

    Ist auch besser. Schawi ist solchen Gästen schlichtweg nicht gewachsen.

  • chillbox am 29.12.2014 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    absetzen

    ich habe es heute das erste mal gesehen... Schawinski gehört abgesetzt.... Frecher hund

  • signorinetta am 29.12.2014 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Warum, Herr Schawinski?

    Warum versteht ein Herr Schawinski den Unterschied zwischen Geschichte und aktuelle Bezugnahme auf den Koran mit verheerenden Folgen in der Gegenwart nicht? Warum relativiert er das fast zwanghaft?Warum "kann" man über Religion nicht reden, da sie nicht rational ist? Wenn sie nicht rational ist, aber solche Folgen hat, MUSS man darüber reden, und zwar nicht beschönigend, wie es die meisten Islamwissenschaftler tun.( und die wohl legitimiert wären bei Schawinski,, darüber zu reden? Ich verstehe seine tiefe Verunsicherung nicht, ob er sie wohl selber versteht?

    • signorinetta am 29.12.2014 17:59 Report Diesen Beitrag melden

      Schawinski

      Und mit den persönlichen Beleidigungen an den "Boten" der schlechten Nachricht disqualifiziert sich Schawinski auf eine traurige Weise, er benimmt sich kindisch und rechthaberisch, wirklich traurig. Abtreten muss er trotzdem nicht, aber nachdenken sollte er.

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  • Beatrice Mayer am 29.12.2014 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Noch einmal Herr Schawinski

    Hab mir den Beitrag noch einmal genau angesehen und die vorbereiteten Beiträge waren ganz klar mit der Absicht zusammengestellt, Thiel lächerlich zu machen und der Legitimation zu berauben, über Politik und Religion zu sprechen, das war also klar, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat. Dass er den Koran, der heute noch befolgt werden soll, relativiert, wie er das tut, indem er die Gewalttätigkeit im Altertum anführt, zeigt, dass er sich nicht genügend Gedanken gemacht hat. Er will sich besser fühlen als andere ( Rechte, Islamkritiker etc. ) und vermeidet es, ernsthaft nachzudenken.

  • Marietta Baumann am 29.12.2014 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht vorbereitet

    Schawinski ist wohl der einzige, der noch nicht begriffen hat, dass es nicht an den Gästen liegt, wenn seine Sendung floppt. Ein dermassen schlecht vorbereiteter Moderator wie Schawinski, der nicht mal Zitate korrekt abschreiben kann, hat im Staatsfernsehen nichts zu suchen und wäre auch bei privaten Sendern schon längst weg vom Fenster.