«Die grössten Schweizer Talente»

17. Februar 2011 22:52; Akt: 18.02.2011 07:45 Print

«Ohne mich wäre er gar nichts!»

High Noon am Leutschenbach: Am Samstag muss DGST-Juror Roman Kilchsperger den Comedy-Auftritt seines Radio-Energy-Kollegen Stefan Büsser bewerten.

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So war die zweite Sendung «Die grössten Schweizer Talente»

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Über Büssers Talent
Kilchsperger: Ohne mich wäre er gar nichts. Ich habe ihn auf das Niveau gebracht, auf dem er ist. Zugegeben, es ist nicht hoch. Schon als kleiner Bub klebte er mir am Rücken, lauerte mir in den ­frühen Morgenstunden vor dem Radiostudio auf. Ich bin sein Radio-Götti. Es rührt mich, dass ich ihn morgen bewerten muss. Dank seinem Fleiss und seiner Disziplin hat er es schon weit gebracht. Bei «DGST» ist ja eher Bobo dafür bekannt, lustig zu sein.

Über Ihre Beziehung
Kilchsperger: Büssi ist so nachtragend. Bei einem «Nein» von mir? Früher – bevor er seine wunderbare Freundin hatte – war er ja hinter meiner Frau Viola her. Das war schwer für ihn. So oder so: Ich muss aufpassen, dass ich am Samstag nicht sentimental werde, wenn mein Küken flügge wird und der Göttibub vor der vollen Halle steht. Es ist schön, wie er trotz minimaler Fähigkeiten nach den Sternen greift. Vielleicht erwischt er ein Stück Mond? Dafür reicht es vielleicht. Ich sage: Tu es nicht.

Über Büssers Schönheit
Kilchsperger: Auf die Frage, wer von uns der Hübschere ist, kann es keine zwei Meinungen geben. Stefan ist ein schnuckeliger Junge. Er ist süss. Man würde ihn gerne dauernd in die Wangen kneifen, dem knuddligen Kerlchen den Schoppen geben. Er muss ein charakterlich überragend toller Mensch sein: Sein Comedy-Programm unterstützen alle. Wenn ich eins schreiben würde, müsste ich erst Klinken putzen, die Leute mühsam auf einen Gefallen festnageln. Diese Gabe bewundere ich an ihm.

Über Kilchspergers Schönheit
Büsser: Der Hübschere von uns? Ungeschminkt oder geschminkt? Bei ihm muss man nach fünfzehn Jahren Frühdienst beim Radio einiges machen. Aber ich kann dafür sonst viel von ihm lernen: Er ist ein positiver Vollamok. Wir haben sogar ein gemeinsames Motto: «Besiege dich selbst und du besiegst die Welt.» Nur von Comedy hat er keine Ahnung. Doch seine Kritik nehme ich mir zu Herzen. Wenn Christa oder Bobo was sagen, dann sind das zwei Meinungen. Bei Roman ist das anders.

Über Seinen Lehrmeister
Büsser: Ich würde gerne behaupten, ich habe vom Besten gelernt. Jetzt ist es halt nur Roman, mein Radio-Götti. Ich habe Angst vor Romans Worten. Es ist wie ein verfrühter Orgasmus. Man sieht es kommen, weiss aber nicht, wie man es verhindern kann. Und trotzdem: Es gibt alte Menschen wie Roman, die muss man sein lassen, wie sie sind. Da muss man Respekt haben. Ich bin jung, wild und sexy. Früher war Roman auch so drauf. Jetzt geht er lieber mit seinem Hund spazieren.

Über Ihre Beziehung
Büsser: Natürlich verändert ein «Nein» von Roman unsere Beziehung. Dann muss sich Viola vor dem Kavalier in mir in Acht nehmen. Vielleicht sollte sie sich einschliessen. Roman ist so gnadenlos ehrlich. Nach zwei Jahren Peitsche – jeden Morgen um 5 Uhr im Radiostudio – wünsche ich mir endlich Zuckerbrot. Ich konzentriere mich deshalb aber sowieso auf Christa und betöre sie. Vielleicht baue ich in meinem Programm sogar eine kleine Überraschung ein.

(Bettina Bendiner und David Cappellini)