«Super Bowl»-Werbung

05. Februar 2011 12:21; Akt: 05.02.2011 12:21 Print

«Touchdown» mit Sex und Humor

Wenn der «Super Bowl» in die Halbzeit geht, fängt der Kampf der Werber an, die Jahr für Jahr versuchen, einander zu übertrumpfen. Wer Aufmerksamkeit will, paart Witz mit nackter Haut.

PETAs «Veggie Love»-Werbung aus dem Jahr 2009. Quelle: YouTube
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Die Halbzeitpause des «Super Bowl» ist die richtige Zeit für Firmen, sich zu profilieren. Und Jahr für Jahr versuchen Unternehmen, sich mit besonders witzigen – oder gewagten Spots hervorzutun. Schon vor seiner Ausstrahlung sorgte beispielsweise ein Clip für die Tierschutzorganisation «PETA» für Aufsehen (20 Minuten Online berichtete), der anno 2009 als zu sexy abgelehnt wurde.

Dass das Thema Sex-Appeal in der Halbzeitpause des Männersports Football auch gerne mal Klischees bedient, zeigen zwei Bierbrauer-Spots aus dem Jahre 2003: Während die «Budweiser»-Greenhorns bei den Yoga-Damen ganz genau hinschauen, lassen bei «Miller Light» zwei Kerle ihrer Fantasie freien Lauf. Dass es gegen diese Spots Einwände weiblicher Zuschauer gab, liegt auf der Hand.


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2005 sorgte etwa dieser Clip für «GoDaddy.com» für Furore, obwohl er an sich kaum nackte Haut zeigt. Die Szene, in der es fast zu einem «Nipplegate» kommt, war im Jahr nach dem Auftritt von Justin Timberlake und Janet Jackson wohl zu viel: Laut «Fox News» wurde das Filmchen nur einmal gesendet – und dann nie wieder.


«GoDaddy.com»-Werbung 2005. Quelle: YouTube

Ebenfalls anno 2005 warb so Saucen-Hersteller «Tabasco» beim «Super Bowl». Gegen die lustige «GoDaddy»-Befragung sieht der «verkehrte Sonnenbrand» jedoch alt aus.


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Dass nicht nur «PETA» mit seiner Werbung in den Augen der US-Tugendwächter zu weit ging, beweist übrigens dieser «GoDaddy.com»-Clip von 2007, der ebenfalls zensiert wurde.


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Dass dieser Clip des Fremdgeh-Portals «AshleyMadison.com» für die Werbepause abgelehnt wurde, grenzt an Hohn, wen man das Filmchen mit anderen Clips vergleicht.


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Eine vielleicht typisch amerikanische Art von Sex-Appeal trug Jessica Simpson 2006 zur Schau: Das US-Starlet gibt den rotbelackten feuchten Teenie-Traum.


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Das es auch ohne das Zeigen sekundärer oder gar primärer Geschlechtsmerkmale geht, bewies anno 2008 «Victoria’s Secret»: Topmodel Adriana Lima erinnert im Auftrag des Lingerie-Herstellers daran, dass es noch andere Dinge ausser Football gibt.


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Das sich Sex-Appeal und Humor nicht ausschliessen, zeigte im vergangenen Jahr Aktrice Megan Fox mit ihrer «Motorola»-Werbung.


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Den vielleicht grössten «Super Bowl»-Werbeerfolg feierte jedoch Ali Landry. 1996 war die heute 37-Jährige zur Miss USA gewählt worden und deshalb wurde sie zwei Jahre später für den «Doritos»-Spot gebucht. Während der Werbeclip im Jahr 2011 weder in Sachen Sex-Appeal noch in Sachen Humor überzeugend wirkt, wurde der «Laundromat»-Film in den USA zur besten Werbung gewählt. Mehrer Folge-Clips waren die Konsequenz und Ali Landry wurde so zu einem der wenigen Menschen, die dank einer Reklame zum Star wurden.
http://www.fritolay.com/about-us/press-release-20010126.html


Ali-Landry-Werbung 1998. Quelle: YouTube


Ali-Landry-Werbung 2007. Quelle: YouTube

(phi)