«Bachelor»-Kandidatinnen

24. Oktober 2016 05:39; Akt: 24.10.2016 05:39 Print

«Underboob-Tattoos sind das neue Arschgeweih»

von Martin Fischer - Die meisten der «Bachelor»-Kandidatinnen sind tätowiert. Welche ihrer Tattoos sind in, welche out? 20 Minuten hat bei einer Expertin nachgefragt.

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Céline eröffnet die grosse Tattoo-Bildstrecke der «Bachelor»-Kandidatinnen. Aus gutem Grund: Die 21-jährige Zürcherin ist - auch in Sachen Tattoos - eine der auffälligsten Damen in der aktuellen Staffel. Mit dem filigranen Mandala unterhalb der Brüste beweist Céline Tattoo-Trendbewusstsein: Sogenannte Underboob-Tattoos seien zurzeit sehr gefragt, erklärt Tattoo-Expertin Giada Ilardo, Gründerin des grössten Zürcher Tätowierunternehmens Giahi. «Wir machen die tagtächlich, es ist ein richtiger Ansturm.» Zu Célines Gesamterscheinung sagt Ilardo: «Insgesamt Mainstream. Nichts, das man nicht kennt.» Gerade auch bei Lebensmottos wie «You only live once» würden immer wieder ähnliche Sätze gewünscht. Trotzdem: Bei Céline passt alles zusammen: «Die Tattoos sind gut gemacht, schön platziert», so die Expertin. Bevor wir zur nächsten Kandidatin weitergehen, wollen wir Ihnen dieses Highlight nicht vorenthalten: Unter dem Po hat Céline ein weiteres Motto verewigt: «No Risk, No Fun». Wenn das ihre Einstellung sei, sei das doch cool, meint Ilardo dazu. Das ist Kay aus Basel, beziehungsweise ein Teil ihrer vielen Tattoos. Bei ihr fällt auf, dass die Tätowierungen sehr unterschiedlich sind. «Das wirkt etwas zusammengewürftelt, die Tattoos sind wohl über längere Zeit entstanden. Sie ist mit der Zeit gegangen und hat einfach das gemacht, was sie jeweils cool fand.» Sehen Sie den kleinen Spruch an Sarahs Handgelenk? Solche Schriftzüge sind gemäss Ilardo ein Dauerbrenner. Auch Stella hat sich etwas Tiefsinniges auf die Schultern schreiben lassen. «Es ist sehr unterschiedlich und individuell, was hier Sinn macht. Letztlich auch Geschmacksache.» Neben den Sprüchen ebenfalls sehr beliebt: Die Namen von den Liebsten. Daniela etwa liess sich einen solchen am rechten Handgelenk stechen. Ein Tattoowunsch, der seit jeher «extrem beliebt ist und nie aussterben wird». Fast schon Standard bei den «Bachelor»-Ladys: Fuss-Tattoos. Janine pimpte ihren rechten Fuss mit diesen dekorativen Sternchen. Auch Daniela hat sich ein Motiv auf dem Fussrücken verewigen lassen. Genauso wie Kay. Bei ihr sind es Tierpfötchen und ein Spruch in Englisch. Einer geht noch! Auch Arina ist im Fuss-Tattoo-Club. Warum diese Häufung? «Der Fuss ist sehr beliebt für erste Tattoos.» Denn dort lassen sie sich besonders leicht in Schuhen und Socken verstecken - falls doch noch Unsicherheiten aufkommen sollten. Von Tanjas Gepard auf dem Oberschenkel hätte die Spezialistin übrigens abgeraten: «Es ist nicht sehr liebevoll gemacht, so ganz ohne Hintergrund. Und auch nicht ideal plaziert.» Die Stelle an sich hatte Tanja aber gut gewählt. «Tätowierungen auf dem Oberschenkel sind seit drei, vier Jahren gefragt. Man kann gut grossflächig etwas machen, die Stelle ist sexy, und auch diese Tattoos kann man leicht abdecken.» Damit liegt auch Sarah im Bild hier mit ihrem Gedicht und Deko-Distel im Trend. Ein Tattoo, das Ilardo überraschte, ist dieser lange Text auf Janas Arm. «Es ist individuell, und es hat Stil und Attitüde.» Hier vermutet die Expertin, dass Sarah ein ungeliebtes Tattoo überdecken liess. «Ich hätte eher das alte weggelasert, mir ist das Resultat zu grob.» Die Bernerin Luiza gehört ebenfalls zu den Mandala-Fans - und ist somit tattoomässig am Puls der Zeit. Welche Sujets sind out? «Chinesische Schriftzeichen», sagt Ilardo, wie hier auf Kays Nacken. Auch der Schmetterling auf Monikas Fuss ... ...sowie dieses nicht weiter definierbare Ornament auf Monyas Schenkel seien «definitiv Old School». Damit meint sie: out. Und der Herr Bachelor selbst? Dessen Tattoo am rechten Unterarm kommt bei der Expertin gut an. «Die Stelle ist gut ausgesucht, es ist sehr gut gemacht, daran ist gar nichts auszusetzen.» Männer wählen gemäss Ilardo im Gegensatz zu Frauen lieber grossflächige Tattoos. Und sogar eine Bachelor-Rose liess sich Janosch unter die Haut jagen: «Wenn er den Bachelor für sein Leben wichtig findet, dann geht das natürlich in Ordnung.» Heute Abend um 20.15 Uhr sind diese Tattoos wieder auf 3+ am TV zu sehen.

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Giada Ilardo (32) ist Gründerin und Besitzerin von Zürichs grösstem Tattoo- und Piercing-Studio Giahi. Für 20 Minuten hat sie die Tätowierungen der aktuellen «Bachelor»-Kandidatinnen unter die Lupe genommen. Grundsätzlich findet die Expertin: «Die meisten sind gut tätowiert, Sünden hat es wenige darunter. Sie geben ist ein gutes Abbild dessen, was am häufigsten gefragt wird.» Heisst auch: «Überraschendes hat es kaum dabei», so Ilardos Fazit.

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Ilardo ist nicht erstaunt, dass über die Hälfte der Ladys tätowiert ist. Während früher Männer in den Tattoo-Shops in der Überzahl waren, sei das Verhältnis bei der Kundschaft heute ausgeglichen. Unterschiede gibt es allerdings bei der Wahl der Tattoos: «Männer machen eher grossflächige Tattoos und zeigen sie gern, Frauen bevorzugen dezentere Sujets, die sich oft auch gut verstecken lassen.»

«Underboob-Tattoos sind das neue Arschgeweih»

Besonders angesagt seien zurzeit Mandalas, Tattoos im Henna-Stil und grossflächige Verzierungen. Out hingegen, gemäss Expertin: «Chinesische Zeichen, Tribals und das klassische Arschgeweih.» Apropos: Ein neuer Renner hat sich diesen Sommer etabliert – das Underboob-Tattoo, das bei Frauen aufs Brustbein oder unterhalb der Brüste gestochen wird. «Underboob-Tattoos sind das neue Arschgeweih», sagt Ilardo.

Die Selfmade-Millionärin erwartet nicht, dass die Beliebtheit von Tattoos in naher Zukunft abnehmen wird: «Ich habe vor 17 Jahren mit dem Tätowieren angefangen. Seither ist die Nachfrage stetig gestiegen.»

Welche Ladys in Sachen Körperkunst am Puls der Zeit sind und von welchem Sujet die Expertin abgeraten hätte, sehen Sie in der Bildstrecke.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • xy am 24.10.2016 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einzigartig

    fühle mich gerade einzigartig, habe kein Tattoo.

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  • Risingsun am 24.10.2016 05:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tattoos

    jeder muss selber wissen für sich was er tätowiert hab mehrere und ist mir wurst was "in" ist und was "out" solange es für mich passt ist gut

  • Nik Meier am 24.10.2016 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    Kommt Zeit, kommt Rat

    Naja, die natürliche Schwerkraft lässt das Tattoo mit fortschreitendem Alter ja wieder verschwinden. Also alles halb so schlimm.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tonia Pfi am 25.10.2016 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein Vorteil hat...

    ...Der gewählte Platz, irgendwann sieht man es nicht mehr

  • äsä am 24.10.2016 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ups

    Auch das macht die Silikontiten nicht schöner. Und auch die Sendung nicht.

  • EddietheEagle am 24.10.2016 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Dilemma

    Irgendwie lustig, bei Tattoos von "in" und "out" zu sprechen. Schliesslich kann man sie nicht einfach wechseln wie etwa Schuhe oder eine Frisur. Das erklärt doch schon das ganze Dilemma mit den Tätowierungen.

  • Mr. Spock am 24.10.2016 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist doch Super

    Wenn die Damen dann in ein gewisses Alter kommen wird das Tatoo automatisch, auf natürlichem Weg, abgedeckt

  • Lemä am 24.10.2016 15:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf

    einen Ferrari klept man ja auch keine Abziehbilder darum bin ich Tattoofrei

    • Oldi am 24.10.2016 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Lemä

      Aaaaabsolut veralteter, langweiliger Spruch. Zeugt nicht von Originalität.

    • krümelmonstah am 24.10.2016 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lemä

      Stimmt, wenn dann muss es schon echt lackiert sein (=Tattoo) und nicht einfach ein Abziehbildli (=Kaugummitattoo).

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