Mit Papis als Coach

26. Oktober 2018 21:22; Akt: 26.10.2018 21:22 Print

Wir haben uns beim Catwalk-Training blamiert

Körperspannung, Pose, Haltung: SNTM-Teamleader Papis Loveday (41) weiss genau, worauf es beim Modeln ankommt. Daher haben wir ihn gebeten, uns das Laufen beizubringen.

Papis Loveday hat mit unseren Redaktoren Martin, Mery und Katy ein Catwalk-Training gemacht. Das Ergebnis siehst du im Video. (Video: Jan Dino Kellenberger/Murat Temel)
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Papis, du coacht uns heute auf dem Catwalk. Worauf kommts an?
Mit Persönlichkeit zu laufen! Natürlich kannst du laufen wie Naomi Campbell, aber das ist langweilig. Erst ein Walk mit Persönlichkeit macht ein Model aus. Und egal, wie berühmt du bist, auf dem Catwalk muss das Designerstück im Vordergrund stehen. Das Kleid ist wichtiger als du.

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Bei «Switzerland's Next Topmodel» bist du nun Teamleiter. Wie streng gehst du mit den Nachwuchsmodels um?
Ich habe beim Modeln schnell gemerkt, dass Schönheit allein nicht reicht. Man muss networken und die Kontakte pflegen, damit Fotografen, Make-up Artists und Designer sehen, dass man noch präsent ist. Nehmen die Models solche Tipps nicht an und denken weiterhin, nur das Aussehen zähle, dann werde ich echt sauer.

Wie sind die Schweizer so als Models?
Sie sind weniger temperamentvoll und nicht so auffällig. Allerdings haben sie viel zu bieten. Bei SNTM waren die Models anfangs sehr ruhig. Erst mit der Zeit kamen sie aus sich heraus.

Du warst schon bei «Austria's Next Topmodel» und «Germany's Next Topmodel» dabei: Wie hat sich deine Rückkehr zur Castingshow angefühlt?
Es war eine Art nach Hause kommen. Ich bin ja auch der «alte Opa in the House», da ich die Abläufe schon kenne. Das macht es für mich einfach.

Dein unvergesslichster SNTM-Moment?
Mit Sicherheit das Umstyling von Jérômie. Es war sehr lustig – aber auch schockierend. Ich hatte noch nie erlebt, dass einem Model noch vor der ersten Entscheidung die Haare geschnitten wurden.

Wie waren die Dreharbeiten generell?
Es war toll, weil die Models sehr nett zueinander waren. Wenn Kandidaten oder Kandidatinnen zu oft weinen, wird es nämlich anstrengend. Drama gehört in der Branche zwar dazu, aber wer zu viel jammert, ist schnell langweilig.

Welchen Fehler machen die meisten Nachwuchsmodels?
Viele denken: «Alle meine Freunde finden, ich muss modeln» oder «Ich bin schön und bekomme gleich einen Job». So funktioniert es aber nicht. Man muss hart arbeiten, um seine Ziele zu erreichen. In dieser Branche gibt man, um zu bekommen.

Warum ist der Job als Model eigentlich so toll?
Mir hat er geholfen, mein Selbstbewusstsein zu stärken. Ich habe mich nie als schön empfunden. In meiner Kindheit sagten mir viele, ich sehe aus wie meine Mutter – also wie eine Frau. Ich habe als Kind deshalb viel geweint. Später, als ich bereits als Model gearbeitet habe, sagten mir Fotografen dann, wie besonders ich aussehe. Es hat mir Selbstvertrauen gegeben.

«Schulter zurück!», «Nicht wie Zoolander!»: Papis Loveday hat mit unseren Redaktoren ein Catwalk-Training gemacht. Wer «20 Minuten's Next Topmodel» wird, siehst du oben im Video.

«Switzerland's Next Topmodel» läuft jeweils am Freitag um 20.15 Uhr bei ProSieben Schweiz.

(kao)